Melissa C. Hill: Evermind. Sie kennt dich

Lesepunkte: 4 Punkte
AutorIn: Melissa C. Hill
Titel: Evermind. Sie kennt dich
Verlag: Oetinger ISBN: 978-3-7512-0526-9
Seiten: 448 Preis: 18€
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Rezensiert von: Jonna Wigh, 7. Klasse [Max-Ernst-Gymnasium Brühl, betreut von Dagmar Lorenzen]

„Evermind. Sie kennt dich“ ist ein Science-Fiction Roman von Melissa C. Hill. Das Buch ist 2025 im Oetinger-Verlag erschienen und hat 448 Seiten (50 Kapitel). Außer dem Cover und kleinen Bildern über den Kapiteln hat das Buch keine Illustrationen, diese sind aber sehr schön und passend gestaltet. Hinten im Buch gibt es ein Glossar mit cityeigenen Begriffen, also Begriffen, die nur in der City genutzt werden, welches zwar nicht spoilerfrei, aber verständlich ist.

Es wird aus der Sicht von Livia berichtet, einer jungen Frau, etwas älter als sechzehn, kurz bevor sie zu einer Do-it ernannt wird (also anfängt zu arbeiten). Ihr Job wird ihr von MAM zugeteilt (kurz für Multipurpose artificial mind, auf Deutsch vielseitige Künstliche Intelligenz), der allwissend scheinenden künstlichen Intelligenz, die die unterirdische City koordiniert. Die City ist ein unterirdisches System, in dem die Protagonistin lebt. Diese City ist ein System aus kleinen Schlafkapseln, Aufenthaltsorten für Menschen, die gerade nicht arbeiten und Arbeitsplätzen.  Allerdings passt der Job auf den ersten Blick nicht auf Livia und sie hat erste Zweifel an MAM. Sie beginnt in der unterirdischen City unter New York zu arbeiten und trifft bald auf ein paar Systemkritiker. Sie verbringt Zeit mit ihnen und fängt an, sie zu verstehen. Außerdem lernt sie langsam mehr über MAM, und Livia gefällt nicht wirklich, was sie lernt. Ihre Zweifel an MAM werden immer stärker.

Mir persönlich gefällt der Aufbau der City sehr gut, es ist total interessant, in diese Welt einzutauchen, die eigentlich ein komplettes Gegenteil ist zu allem, was wir in echt erleben. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist der Nebenplot mit Anouk, es ist kein unwesentlicher Teil von Livias Charakterentwicklung, aber meiner Meinung nach hätte man den Nebenplot herausnehmen oder einfach ein bisschen weniger erwähnen können, weil ich auch, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, nicht verstehe, warum das passieren musste, was passiert ist.

Das Buch ist meiner Meinung nach lesenswert. Von mir bekommt es 4 von 5 LESEPUNKTE für einen interessanten Perspektivwechsel, der die lesende Person in eine erschreckend realistisch erscheinende Dystopie zieht. Lesenswert für alle ab 12 Jahren, die sich für Science-Fiction interessieren.

Empfohlene Zitierweise

Rezension von: Jonna Wigh: Melissa C. Hill "Evermind. Sie kennt dich". In Lesepunkte 2026, https://www.lesepunkte.de/rezensionen/melissa-c-hill-evermind-sie-kennt-dich/
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