Markus Heitz: Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse

Lesepunkte: 3 Punkte
AutorIn: Markus Heitz
Titel: Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse
Verlag: Oetinger ISBN: 978-3-7512-0578-8
Seiten: 368 Preis: 18€
Altersempfehlung: ab 11 Jahren

Rezensiert von: Liv Kolloch, 5. Klasse [Max-Ernst-Gymnasium Brühl, betreut von Dagmar Lorenzen]

Ich rezensiere das Buch „Irida und die Stadt der Geheimnisse“ von Markus Heintz.

Inhalt

Die Vierzehnjährige Irida Becker ist anders als andere Teenager, sie ist stärker als die meisten Erwachsenen, hinkt jedoch links ein bisschen und stottert, wenn sie nervös ist. Da sie die Einzige in ihrer Familie mit schwarzen Haaren ist, eine kleine, hochbegabte und hübsche Schwester und einen beliebten großen Bruder hat, fühlt sie sich auch in ihrer Familie fehl am Platz. Sie ist einfach anders. Jedoch ahnt sie noch nicht wie anders. Die einzigen Orte, wo sie sich wohl fühlen kann, sind der Wald und ihre Freundesgruppe, die sogenannten ,,Furchtlosen“. Zu den Furchtlosen gehören außer Irida Cedric, Jeremy und Jinjin. Cedric ist 14 und hat die Furchtlosen gegründet. Er ist ein K-Pop-Fan und betreibt im Internet auch eigene Kanäle zu Tanzchoreografien oder Wissen zu K-Pop. Jeremy ist 13 Jahre alt und ist vor kurzem mit seiner Familie aus Rumänien nach Deutschland gezogen. Jinjin ist 14 Jahre alt. Ihre Eltern besitzen ein Restaurant in der Stadt.

Das Hobby der Furchtlosen ist es, alte Legenden und Sagen rund um ihre Heimatstadt Hohenburg zu sammeln. Da Hohenburg bekannt für Geistersichtungen, Spuk und Legenden ist, gibt es davon jede Menge. Eines Nachts werden zwei Raubgräber von einem riesigen Monster angefallen und verschleppt. Das sorgt für sehr viel Aufruhr in Hohenburg. Irida und ihre Freunde wollen sich das natürlich aus der Nähe anschauen. Am Ort des Geschehens finden sie den Bart eines großen, goldenen Schlüssels, für den sie aber kein Schloss finden. Währenddessen verschwindet ein Mann namens Mark Matheu in einem Museum. Iridas Bruder Nick, der bei der freiwilligen Feuerwehr ist, offenbart sich bei der Suche nach dem Vermissten als die legendäre weiße Dame (eine Spukgestalt aus Hohenburg) und ,,übergibt“ ihm Mark Matheu. Der ist kaum noch bei Bewusstsein und wird sofort ins Krankennhaus gebracht. Dort besucht ihn die Tochter vom Besitzer des Museums und verabreicht ihm ein spezielles Mittel, wovon er sich an das meiste erinnert und wieder sein volles Bewusstsein erlangt. Mark Matheu fallen wertvolle Gegenstände aus den Taschen, Er kann sich aber nicht erinnern, wo er sie herhat. Zur selben Zeit will eine Gruppe von ,,Wechselbälgern“, Trolle, die zwischen ihrer Geburt und dem ersten Lebensjahr in Norwegen gegen die echten Kinder ausgetauscht wurden, einen Zugang zu der ,,Anderswelt“ zu finden. Die Anderswelt ist die Heimat von allen magischen Geschöpfen, die die Trolle versuchen an sich zu reißen. Diese Gruppe vermutet, dass Mark Matheu irgendwie in die Anderswelt gelangt ist und daher die Schätze hat. Um zu vermeiden, dass zu viel Aufmerksamkeit auf Hohenburg gerichtet wird, erklärt der Anführer der Gruppe, in menschlicher Gestalt ein einäugiger Rentner, in einem Zeitungsbericht, dass er Mark Matheu bei sich aufgenommen hat und die Schätze ein Geschenk von ihm seien. Das finden Irida und ihre Freunde sehr verdächtig und beschatten den Rentner unauffällig. Der Anführer der Wechselbälger weiß, dass der Eingang zur Anderswelt im Museum liegen muss und dass die weiße Dame einer der Wächter sein muss, die die Zugänge bewachen. Der Rentner geht zu einem geheimen Tunnel, der in eine Etage des Museums führt, die für Besucher sonst gesperrt ist. Irida folgt ihm und stellt entsetzt fest, dass er die weiße Dame mit der Tochter des Museumsbesitzer erpresst. Irida schreitet ein und es entsteht ein spektakulärer Kampf, in dem sich der Rentner in seine wahre Trollgestalt verwandelt. Im Kampf rutscht Irida der keltische Ring ihrer Großmutter vom Finger und sie spürt plötzlich ein starkes Gefühl von Freiheit und eine ungeheuerliche Kraft in sich aufsteigen. Es ist, als würde sie endlich ihr wahres Potenzial erreichen. In diesem Moment wird klar, dass auch Irida ein Trollmädchen, also ein Wechselbalg, sein muss. Als Irida den anderen Troll in ein tiefes Loch stürzt, denkt sie, sie hätten gewonnen. Da Irida jetzt weiß, was der Rentner und damit auch sie sind, bricht sie in seine Wohnung ein und findet ein paar Notizbücher und einen seltsamen Stein und nimmt die Dinge mit. Wenig später trifft sie ihn im Wald, wo er dann zur Überraschung aller von einem Giftpfeil getroffen wird und stirbt.

Aufbau

Das Buch ist in insgesamt 18 etwas längere Kapitel unterteilt. In jedem Kapitel gibt es auch nochmal einzelne Teile, in denen nicht nur die Handlungen von den Furchtlosen beschrieben werden, sondern zum Beispiel auch ein Treffen der Trolle, Ausschnitte aus den Notizbüchern von dem Anführer der Wechselbälger oder die Geschehnisse in der Anderswelt.

Was mir gut gefallen hat

Mir hat gefallen, dass kurz die Anfangssituation geschildert, es dann aber relativ schnell spannend wurde. Außerdem fand ich gut, dass die Spannung nach und nach aufgebaut wurde und am Ende etwas weniger wurde aber erhalten blieb.

Was mir nicht so gut gefallen hat

Mir hat nicht so gut gefallen, dass manche Handlungen entweder unnötig waren und nicht so viel mit der Geschichte zu tun hatten oder am Ende nicht mehr erwähnt wurden. Andererseits werden diese vielleicht im zweiten Teil aufgegriffen.

Finale Bewertung

Insgesamt finde ich dennoch, dass es eine überzeugende und spannend zu lesende Geschichte ist und dass „Irida und die Stadt der Geheinisse“ ein gutes, empfehlenswertes Buch ist, weshalb ich mich schon auf den zweiten Band freue.

Deshalb vergebe ich 3 von 5 LESEPUNKTE.

Empfohlene Zitierweise

Rezension von: Liv Kolloch: Markus Heitz "Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse". In Lesepunkte 2026, https://www.lesepunkte.de/rezensionen/markus-heitz-irida-1-irida-und-die-stadt-der-geheimnisse/
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