Das Buch „Und mir bleibt der hässliche Hund“ von Franziska Hörner beschäftigt sich mit den Themen Verlust, Trauer, Freundschaft und Neuanfang. Obwohl die Geschichte von einem sehr traurigen Ereignis ausgeht, erzählt das Buch eine berührende und gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichte.
Inhalt
Im Mittelpunkt steht der 16-jährige Felix. Sein Leben verändert sich schlagartig, als seine Eltern und seine kleine Schwester bei einem Autounfall ums Leben kommen. Felix überlebt als Einziger der Familie. Von seinem früheren Leben bleibt ihm nur der Familienhund Bolt, den er nicht besonders schön findet und deshalb oft als „hässlichen Hund“ bezeichnet. Nach dem Unfall zieht Felix zu seiner Tante und muss lernen, mit seiner Trauer und seinem neuen Leben ohne Eltern zurechtzukommen.
Anfangs zieht er sich immer mehr zurück und hat Schwierigkeiten, über seine Gefühle zu sprechen. Doch nach und nach begegnet er Menschen wie seinen Freunden Mo und Marie, die ihm helfen, wieder Vertrauen zu fassen. Durch sie merkt Felix, dass er nicht alles allein bewältigen muss. Auch Bolt wird für ihn zu einer Erinnerung an seine Familie und gleichzeitig zu einer wichtigen Stütze in schweren Zeiten.
Das fand ich besonders gut
Besonders gut gefallen hat mir, wie realistisch Franziska Hörner die Gefühle von Felix beschreibt. Seine Trauer wirkt nicht übertrieben, sondern sehr glaubwürdig. Man kann gut nachvollziehen, warum er manchmal gereizt reagiert oder sich von anderen Menschen distanziert. Die Autorin zeigt, dass Trauer viele verschiedene Gesichter haben kann und dass jeder Mensch anders damit umgeht.
Ein weiterer Pluspunkt des Buches sind die Figuren. Sie wirken lebendig und authentisch. Vor allem Felix entwickelt sich im Laufe der Geschichte stark weiter. Zu Beginn erscheint er hoffnungslos und verschlossen, doch nach und nach lernt er, wieder nach vorne zu schauen. Auch die Nebenfiguren sind interessant gestaltet und tragen dazu bei, dass die Geschichte abwechslungsreich bleibt.
Der Schreibstil ist leicht verständlich und flüssig. Dadurch lässt sich das Buch schnell lesen, obwohl die behandelten Themen sehr ernst sind. Die Autorin schafft es außerdem, immer wieder humorvolle Szenen einzubauen. Besonders die Erlebnisse mit Bolt lockern die Handlung auf und verhindern, dass die Geschichte zu traurig oder bedrückend wird. Diese Mischung aus ernsten und humorvollen Momenten hat mir sehr gut gefallen.
Spannend fand ich außerdem, dass es nicht nur um Trauer geht. Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Familie und erste Liebe spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Dadurch wird die Geschichte vielseitig und spricht viele Jugendliche an.
Wichtige Botschaft
Meiner Meinung nach vermittelt das Buch eine wichtige Botschaft: Auch wenn man schwere Verluste erlebt und das Leben zunächst aussichtslos erscheint, kann man mit der Hilfe anderer Menschen wieder Hoffnung finden. Die Geschichte macht Mut und zeigt, dass es in Ordnung ist, traurig zu sein und Hilfe anzunehmen.
Meine Bewertung
Insgesamt hat mir „Und mir bleibt der hässliche Hund“ sehr gut gefallen. Das Buch regt zum Nachdenken an, ist emotional geschrieben und handelt von sympathischen Figuren. Besonders beeindruckt hat mich die realitätsnahe Darstellung von Trauer und die positive Entwicklung des Hauptcharakters. Ich würde das Buch Jugendlichen ab 13 Jahren empfehlen, die gefühlvolle und realistische Geschichten mögen.
Ich gebe dem Buch 5 von 5 Lesepunkte.
