Eloy Moreno: “Unsichtbar”

Lesepunkte: 4 Punkte
AutorIn: Eloy Moreno
Titel: "Unsichtbar"
Verlag: Fischer Sauerländer ISBN: 978-3-7373-7215-2
Seiten: 336 Preis: 16€
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Rezensiert von: Lotta Scheel, 8. Klasse [Max-Ernst-Gymnasium Brühl, betreuende Lehrkraft Dagmar Lorenzen]

 

Das Buch „Unsichtbar“ von Eloy Moreno erschien 2023 in der deutschen Übersetzung im Verlag Fischer Sauerländer.

Handlungsräume

In dem Roman geht es um das Leben eines (unsichtbaren) Jungen. Die Geschichte startet im Krankenhaus nach dem schlimmen Unfall des Jungen, wechselt aber nach ein paar Kapiteln in die Zeit vor dem Unfall und spielt somit sowohl in der Schule des Jungen, in der gerade das neue Schuljahr angefangen hat, als auch in seinem Freizeitleben.

Ausgrenzung und ihre Folgen

Der unsichtbare Junge wird von seinen Mitschülern geärgert. Der Grund ist, dass er einen sehr beliebten Jungen der Klasse (MM) nicht hat abschreiben lassen. Daraufhin war MM so wütend, dass er anfängt, den Jungen zu mobben. Er nimmt dem unsichtbaren Jungen das Pausenbrot weg und zertritt es auf dem Boden, bewirft ihn in der Klasse von hinten mit Papierkugeln, Spitzern und anderen Dingen, schickt ihm Drohungen und stellt Videos von ihm ins Internet die ihn lächerlich machen.

Die Folgen sind, dass der unsichtbare Junge sich fast nicht mehr zur Schule traut und sein Handy permanent ausgeschaltet lässt. Am Anfang versuchen seine Freunde (Kiri und Zaro) ihm noch zu helfen, aber als er ihre Hilfe nicht wirklich annimmt und sie zunehmend Angst vor MM bekommen, fangen sie an ihn zu ignorieren. Seinen Eltern erzählt der unsichtbare Junge nichts davon und nur eine Spanischlehrerin, die etwas Ähnliches erlebt hat, versucht ihm zu helfen.

Perspektivwechsel und Erzählweise

Mir hat am Roman gefallen, dass er aus verschiedenen Perspektiven, also nicht nur aus Sicht des unsichtbaren Jungen, sondern auch z.B. aus Sicht von MM, Kiri, Zoro erzählt wird, sodass ich mich in fast alle Charaktere hineinversetzen konnte und auch deren Vorgeschichten nachvollziehen konnte. Am Anfang fand ich es allerdings schwer nachzuvollziehen, um wen es wann geht, da fast keine Namen genannt werden. Außerdem beginnt der Roman mit einem Mädchen, dass sich ein Tattoo stechen lässt, was vorerst gar nicht zur Geschichte passt und mich deswegen verwirrt hat. Sonst ist das Buch aber verständlich geschrieben. Erklärungen gibt es nicht, aber diese würde ich auch eher unpassend finden, da der Roman aus den Perspektiven der Charaktere und somit in Umgangssprache geschrieben ist.

Da der Roman mit dem Ende beginnt, basiert die Spannung weniger auf dem Ende als darauf, wie es dazu kommen konnte und wie es weiter geht bzw. wie der unsichtbare Junge aus der Situation als Mobbingopfer herauskommt, was mir aber mindestens genauso gut gefallen und die Spannung nicht gemindert hat. Der Roman wird, wie gesagt, aus der Ich-Perspektive erzählt, deren Erzähler aber wechseln. Es kommen innere Monologe vor, wie beispielsweise: „NEIN. Er hat nein gesagt […] Er wollte mich lächerlich machen. […] Wegen den Vollpfosten habe ich den Test nicht bestanden, aber das zahl ich ihm heim, und wie ich ihm das heimzahle!“ (Vgl. S.104  aus Sicht des Mobbers, als der unsichtbare Junge nein gesagt hat), die helfen, sich besser in die einzelnen Charaktere hineinzuversetzen.

Empfehlung

Ich würde sagen, dass der Roman für Kinder ab 9 Jahre schon gut verständlich ist, aber dass er auch noch für Erwachsene sehr spannend und empfehlenswert ist. Ich gebe dem Roman 4/5 Lesepunkten, weil ich finde, dass es auf jeden Fall sehr zu empfehlen ist den Roman „Unsichtbar“ zu lesen, auch wenn es anfangs ein paar Dinge gibt, die schwer zu verstehen bzw. verwirrend sind.

Empfohlene Zitierweise

Rezension von: Lotta Scheel: Eloy Moreno: "Unsichtbar" https://www.lesepunkte.de/rezensionen/eloy-moreno-unsichtbar/
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