C. E. Bernard: Palace of Glass. Die Wächterin

Lesepunkte: 4 Punkte
AutorIn: C. E. Bernard
Titel: Palace of Glass. Die Wächterin
Verlag: penhaligon Verlag, 2018 ISBN: 978-3-7645-3195-9
Seiten: 416 Preis: 14,00 Euro

Rezensiert von: Sina Feld [Schiller-Gymnasium; betreut von Cornelia Diallo]

Verhüllung angeordnet! Kontakt verboten!

Christine Lehnen (Psyeudonym: C. E. Bernhard) malt in dem Roman „Palace of Glass – Die Wächterin“ eine detailreiche und beängstigende Welt, in der Jeder seinen Platz finden muss – egal wer er ist…

„Wer sind Sie?“

„Jemand anders, wenn ich es mir aussuchen könnte.“

Rea Emris lebt in einem London, in dem Berührungen illegal sind. Denn die Menschen haben Angst vor Magdalenen, Personen, die bei Berührung von nackter Haut Gedanken lesen und verändern können. So wie Rea. Tagsüber führt sie mit Ihrem Bruder ein normales Leben, nachts steigt sie, um dem Verlangen nach Berührung nachzugeben, in den illegalen Boxring und besiegt Gegner, die stärker und schneller sind als sie selbst. Doch ihr Können bleibt nicht unentdeckt. Königliche Wächter entdecken sie und bringen sie zum Palast, Reas neue Aufgabe ist es, den Prinzen Robin vor jedweder Gefahr zu schützen. Doch niemand kennt ihr Geheimnis. Trotz des Hasses auf Robin, unter dessen Befehl zahlreiche Magdalenen sterben, kommt sie ihm näher und rettet ihm bei einem Anschlag sogar das Leben. Doch als Rea herausfindet, wer hinter den Anschlägen steckt, verliert sie Robins Herz und Vertrauen, rettet aber durch eine halsbrecherische Flucht nach Frankreich sein Leben. Fortsetzung folgt…

Die Autorin Christine Lehnen ist vor allem durch ihre preisgekrönten Kurzgeschichten und ihre Buchreihe „Touch that Fire“ bekannt, doch gerade mit „Palace of Glass – Die Wächterin“ landet sie einen perfekten Auftakt für ihre neue Palace-Trilogie: Auf den ersten Blick wirkt die Geschichte von „Palace of Glass-Die Wächterin“ wie ein ganz gewöhnliches Teenie-Drama, das zusätzlich auch noch über möglichst viele Bände gestreckt wurde. Doch die Autorin Christine Lehnen, die unter dem Pseudonym C. E. Bernard schreibt, verwandelt die Geschichte in eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Durch ihren Sprach- und Schreibstil lässt sie den Leser bzw. die Leserin tief in die Geschichte eintauchen und wechselt Aufregung, Komik und Romantik so gekonnt wie in einem guten Film. Auch ihre Figuren sind im ständigen Wechsel, sodass es schwerfällt, ihren richtigen Charakter festzulegen, was das Buch zu einem spannenden Mitrate-Krimi macht, der neben einer Liebesgeschichte und einem Abenteuerroman existiert. Auch ein Eintauchen in die Welt der Hauptpersonen fällt leicht, denn die Geschichte ist mit vielen Details, die mit viel Liebe bis ins Kleinste ausgearbeitet sind, versehen, so werden Kleider, Orte und Personen so genau beschrieben, dass automatisch Bilder im Kopf des Lesers bzw. der Leserin entstehen.

Trotz der detailreichen Beschreibung und der Vielschichtigkeit der Figuren wirken die im Buch dargestellten Gefühle verwirrend unsortiert, denn nicht nur die Beziehungen ändern sich sekündlich, sondern auch die unsterbliche Liebe verwandelt sich innerhalb einer halben Seite in Hass. Doch auch umgekehrt funktioniert es in diesem Buch: anfänglicher tiefer Hass wird zu einer Freundschaft, in der die größten Geheimnisse verraten werden, trotz der Suche nach einem Spion. Diese logischen Brüche fallen beim Lesen zwar auf, aber nicht so sehr ins Gewicht, dass es den Lesefluss stören würde. Deshalb gebe ich insgesamt 4 von 5 LESEPUNKTE.

Empfohlene Zitierweise

Sina Feld, Rezension von: C. E. Bernhard: Palace of Glass. Die Wächterin. In: LESEPUNKTE 2019, https://www.lesepunkte.de/rezensionen/c-e-bernhard-palace-of-glass-die-waechterin
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