Der aus dem Englischen übersetzte Liebesroman „The Dixon Rule“ von Elle Kennedy, welcher der zweite Band der Buchreihe „The Campus Diaries“ ist, hat mir sehr gut gefallen.
Das Buch spielt in der Wirklichkeit und ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Durch den Wechsel der Ich-Perspektive zwischen den einundzwanzigjährigen Hauptfiguren Shane und Diana nach den einzelnen Kapiteln, kann man die Gefühle und Gedanken der Hauptfiguren gut nachvollziehen. Außerdem kann man sich sehr gut in die Personen einfühlen und ihre Handlungen verstehen.
Charaktere
Shane ist Eishockeyspieler und möchte in dem nächsten Jahr in die NHL wechseln und Diana ist Cheerleaderin und Tänzerin und hat das Ziel, mit ihrem Tanzpartner Kenji an einem wichtigen Tanzwettbewerb teilzunehmen.
Inhalt
Das Buch beginnt, indem Shane in die Wohnung neben Diana einzieht. Am ersten Tag begegnet Diana Shane und seinen Freunden auf dem Flur. Bei ihrer ersten Begegnung stellt sie Regeln auf, an die er sich halten soll. Von Anfang an herrscht eine Hass-Liebe zwischen Shane und Diana, da sie ihn von Anfang an nicht leiden kann. Diana hält ihn für einen reichen, verwöhnten Typen und ist genervt von ihm. Shane hat keine Angst vor Konfrontation und durch ihre Abneigung ihm gegenüber, liebt er es noch mehr, sie auf die Palme zu bringen und er hält sich nicht an die aufgestellten Regeln.
Allerdings bricht Diana im Verlauf des Buches auch ihre eigenen Regeln und zum Ende hin, bestehen diese Regeln gar nicht mehr.
Eine der aufgestellten Regeln besagt, dass Shane nicht mit ihren Teammitgliedern schlafen soll. Daran hält sich Shane nicht. Er trifft sich mit Crystal, einer Cheerleaderin von Diana und als Diana sie vorher trifft, warnt sie Crystal vor ihm. Diana hat währenddessen ein Treffen mit ihrem Ex-Freund, welches in einem Streit endet. Am nächsten Morgen chattet Shane mit Crystal und erklärt ihr, dass er keine Beziehung will, wie er ihr auch am Abend vorher schon gesagt hat. Da sie das nicht akzeptieren will, schreibt er ihr eine letzte harte Nachricht. Diese Nachricht bekommt Diana von ihr gezeigt und Diana bringt alle aus ihrem Apartmentkomplex gegen ihn auf, während er seine Familie besucht.
Plötzlich sagt Dianas Tanzpartner für den Tanzwettbewerb ab und sie ist verzweifelt. Abends geht sie zu einer Party von Shane, da ihre Freundinnen auch da sind. Sie bricht dadurch eine selbstaufgestellte Regel. Am Ende, als sie nur noch in kleiner Runde sind, beim Spiel „Wahrheit oder Pflicht“, soll sie als letzte Aufgabe Shane küssen. Dies macht sie, damit sie mit ihren Freundinnen das Spiel gewinnt. Sie ärgert sich danach zu Hause, dass sie ihn geküsst hat und somit wieder eine ihrer Regeln gebrochen und ihr das auch noch gefallen hat.
Da Shane und Diana Nachbarn sind, begegnen sie sich häufiger im Flur oder auf dem Gelände. Irgendwann erfährt Shane davon, dass Diana alle gegen ihn aufgebracht hat, und das Missverständnis klärt sich auf und er verzeiht ihr.
Als Shanes Ex auftaucht, will er sie mit Diana eifersüchtig machen. Diana willigt ein, da sie auch Probleme mit ihrem Ex hat, der nicht akzeptieren will, dass es aus ist. Sie hofft, dass er sie dann in Ruhe lässt.
Echt oder Fake?
Ursprünglich sollte es nur eine Fake-Beziehung werden, aber mit der Zeit verschwimmt die Grenze. Es entstehen Gefühle, obwohl ihre Beziehung anfangs nur als Lösung der Probleme diente. Es kann nicht mehr abgestritten werden, dass die Funken sprühen.
Das finde ich gut
Eine Stärke dieses Buches ist, dass man sich sehr gut in die Personen hineinversetzen kann und gut nachvollziehen kann, wie sie sich fühlen.
Mir gefällt es sehr gut, dass es ein paar Chatverläufe gibt, die so dargestellt werden, als würde man sie direkt vom Handy ablesen. Dadurch ist es einfach zu verstehen und man kann deutlich erkennen, dass es einen Chatverlauf darstellt. Sonst würde man rätseln, ob das gesagt worden ist, oder wo das passiert. Es wird anschaulich dargestellt und sehr gut verdeutlicht, wie das gemeint ist.
Eine weitere Stärke dieses Buches ist, dass wichtige Begriffe kursiv gedruckt sind und ich schnell erkennen konnte, dass diese eine Bedeutung haben und diese Begriffe betont werden sollen.
Außerdem hat mir sehr gut gefallen, dass man gesehen hat, wie sich die erste Meinung über eine Person im Laufe des Buches ändert, wenn man sie besser kennenlernt, da man sich auch im echten Leben viel zu oft direkt eine Meinung bildet oder sogar Vorurteile hat, obwohl man die Person gar nicht kennt.
Das finde ich nicht so gut
In diesem Buch wird viel von einer Serie erzählt. Ich finde, da diese Serie eine wichtige Bedeutung hat, es sehr gut, dass diese so ausführlich darin vorkommt. Ein bisschen schade finde ich nur, dass man die Serie, wenn man das liest, nicht komplett verstanden hat, da das am Anfang nicht so gut erklärt wurde. An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass die relevanten Informationen am Anfang einmal erklärt werden.
Ich fand es ein bisschen schade, dass es ein paar Seiten im Buch gab, wo ich den Zusammenhang nicht so ganz verstanden habe, da man in einem neuen Kapitel direkt in einer komplett neuen Situation war. Es kamen dann auf einmal viele neuen Namen vor und es fand ein Ortwechsel statt. Diese Stellen waren für mich etwas unverständlich, aber da das nur zweimal im gesamten Buch war, hat das für mich nicht die Qualität verschlechtert, sondern ist nur ein kleiner Kritikpunkt.
Weiterempfehlung
Ich empfehle dieses Buch weiter, da es sehr schön geschrieben ist und mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat. Ich würde dieses Buch allerdings erst ab 15 Jahren empfehlen, da es Themen wie z. B. körperliche Gewalt und Sexualität behandelt.
Ich gebe diesem Buch 5 von 5 LESEPUNKTE, da es mir trotz kleiner Schwächen sehr gut gefallen hat.
