Das Buch „Infernia“ von Karl Olsberg, erschienen im Jahr 2023 im Loewe-Verlag, handelt von der Jugendlichen Emma, die einen großen Teil ihrer Freizeit damit verbringt, das Online-Spiel „Infernia“ zu spielen.
Darum gehts
Eines Tages wird sie zu einem Freund nach Hause eingeladen, wo sie zum ersten Mal „Infernia“ spielt. Irgendwann stößt sie dort auf den von einem Computer gesteuerten Charakter Jero. Emma merkt schnell, dass Jero anders ist als die sonstigen Figuren im Spiel. Er erinnert sich an Ereignisse, zeigt Schuldgefühle und scheint ein eigenes Bewusstsein zu haben. Als Jero plötzlich aus dem Spiel gelöscht wird, ist Emma überzeugt, dass er mehr war als nur ein Programm. Sie holt Erkundigungen ein und findet heraus, dass die Entwickler des Spiels mit einer hochentwickelten künstlichen Intelligenz arbeiten, die außer Kontrolle geraten ist. Emma versucht daraufhin, Jero zu retten, und muss sich mit einem moralischen Konflikt zwischen Technik und Realität auseinandersetzen.
Kritik
Die Geschichte spielt abwechselnd in der Realität und in der virtuellen Spielwelt. Dadurch bekommt man Einblicke in Emmas Alltag, aber auch in das Spiel. Obwohl die Idee interessant ist, wirkten die Übergänge zwischen den beiden Welten manchmal holprig und die Handlung war für mich oft vorhersehbar.
Die Charaktere bleiben großteils oberflächlich. Besonders Emma konnte mich emotional nicht wirklich überzeugen, da ihre Entscheidungen manchmal übertrieben und für mich wenig nachvollziehbar waren. Auch Jero hätte mit mehr Tiefe angelegt werden müssen.
Wichtiges Thema: KI
Ich bin der Meinung, dass künstliche Intelligenz in der heutigen Zeit ein sehr wichtiges Thema ist. Außerdem denke ich, dass das Buch eine gute Grundidee hat und wichtige Fragen über KI aufwirft. Ich finde aber, dass dieses Potenzial nicht genutzt wird. Die Spannung lässt im Laufe der Geschichte nach, was den Lesespaß für mich getrübt hat.
Bewertung
Insgesamt hatte ich beim Lesen gemischte Gefühle. Das Thema ist sehr interessant und sehr aktuell, die Umsetzung jedoch leider eher schwach. Deshalb gebe ich „Infernia“ 2 von 5 LESEPUNKTEN.
