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Christian Jacq: Die Braut des Nil, Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 2007, 224 Seiten, ISBN 978-3-473-58252-5, EUR 7,95.
gelesen von Arne Stroucken, 7. Klasse
Werner-Jaeger-Gymnasium, Nettetal
lesepunkte: ●●●○○

Das Buch „Die Braut des Nil" handelt von einem Jugendlichen, Kamose, der mit seinen Eltern in Ägypten am Nil lebt. Die kleine Familie bewohnt ein schönes Grundstück mit einem wunderbaren Haus, obwohl Kamoses Eltern nur Bauern sind.
Doch eines Tages kommt ein Veteran dahergelaufen, der dem Pharao Ramses seiner Aussage zufolge im Krieg treu beigestanden hat, und behauptet, das Land gehöre nun ihm, weil der Pharao es ihm wegen seiner Kriegsdienste zugesprochen habe. Kamose ist davon überzeugt, dass ein Irrtum vorliegt, doch seine Eltern glauben dem Mann, welcher sie als Diener in Anspruch nimmt. Um den vermeidlichen Irrtum aufzuklären, reist Kamose nach Theben, der damaligen Hauptstadt Ägyptens. Dort will er das Katasteramt, welches über solche Rechtsfragen entscheidet, einsehen.
Der junge Mann findet heraus, dass er sich dazu aber erst einmal Zugang zum Tempel von Karnak, dem Sitz des Katasteramtes, verschaffen muss. So beginnt er eine Ausbildung als Handwerker, später als Schreiber. Er erfährt, dass seine Eltern langsam aber sicher krank werden. Weil er im Tempel aber nur langsam vorankommt, beschließt er, in das Gebäude, in dem die Abschriften des Katasteramtes versteckt sind, einzudringen und die betreffende Akte zu stehlen.
Als er sich die Akte aber genauer anschaut, bemerkt er, dass sie in der Schrift der Verwalter, welche er noch nicht zu lesen beherrscht, verfasst ist. Deshalb – und aufgrund der Tatsache, dass die schöne Nofret, die er beim ägyptischen Fest der „Braut des Nil" gesehen hat, die Tochter des Richters ist – macht er sich auf den Weg zu Richter Rensi. Rensi ist ein Adliger, der die Schrift entziffern kann. Dort lernt er Nofret genauer kennen und die beiden verlieben sich ineinander. Sie bitten Nofrets Vaters darum, die Rechtslage zu überprüfen. Weil er seine Tochter über alles liebt, tut er dies, aber er findet heraus, dass Kamose nicht im Recht ist. Wegen dieses Ergebnisses ärgert sich Richter Rensi über Kamose, denn mit der Überprüfung hat er sich blamiert, weswegen er auch den Heiratswünschen der beiden eine Absage erteilt.
Weil sich Kamose nach wie vor sicher ist, dass seinen Eltern zu Unrecht ihr Land abgenommen worden ist, müssen die beiden das gefährliche Unternehmen wagen, den Pharao um eine Audienz zu bitten, um so die Wahrheit ans Licht zu bringen, damit seine Eltern von der mühsamen Arbeit befreit werden können und Nofrets Vater zur Heirat überredet werden kann.
Ich finde das Buch sehr gut, wobei es für Kinder in meinem Alter meiner Meinung nach nicht sehr überzeugend ist, weil es an Spannung mangelt. Dennoch ist das Buch interessant, leicht zu lesen und von Anfang an schön, sodass man sich durch die ersten Seiten nicht durchkauen muss, sondern von vorne herein Spass am Buch hat. Außerdem lebt das Buch von einigen schönen Detailbeschreibungen und davon, dass man über das alte Ägypten beim Lesen viel lernt wie zum Beispiel über die ägyptischen Götter. Allerdings hätte die Überschrift passender sein können, denn „Die Braut des Nil" spielt im Buch nur eine untergeordnete Rolle.
Der Autor Christian Jacq, geboren 1947 bei Paris, wurde für seine Forschungsarbeiten über das alte Ägypten mit zahlreichen Preisen der Académie Française ausgezeichnet. Er gründete das Institut Ramses, das sich dem Erhalt gefährdeter antiker Baudenkmäler in Ägypten widmet. Darüber hinaus verfasst er Romane und Sachbücher über das alte Ägypten.
(Betreut von Thorsten Maaßen)
Empfohlene Zitierweise
Christian Jacq: Die Braut des Nil, Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 2007, 224 Seiten, ISBN 978-3-473-58252-5, EUR 7,95, gelesen von Arne Stroucken. lesepunkte 3 (2008), Nr. 2, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5783/
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Erstellt: 11.04.2008
Zuletzt geändert: 11.04.2008




