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Stewart Ross: Abenteuer im alten Rom. Eine spannende Geschichte um Sklaverei und Flucht, München: Dorling Kindersley Verlag 2005, 32 Seiten, ISBN 978-3-8310-0747-9, EUR 12,90.
gelesen von Julius Naser, 6. Klasse
Neues Gymnasium Nürnberg

Das aus dem Englischen übersetzte, großformatige Sachbuch handelt, wie der Name schon sagt, von den Römern und bezieht sich auf Geschehnisse aus dem Jahr 145 nach Christus in Mauretanien, den heutigen Küstenregionen von Marokko im Norden Afrikas, wo zu der damaligen Zeit heftige Volksaufstände toben, die von den Römern gewaltsam niedergeschlagen werden.
Auf je einer Doppelseite wird ein bestimmtes Thema (Römische Villa, Kindheit in Rom, Rechtssystem) mit bunten und anschaulichen Zeichnungen (z. B. Wohnhäuser im Aufriss) und kurzen Erläuterungen behandelt. Die Besonderheit ist jedoch der Comicstreifen, der an den Seitenrändern entlang verläuft und eine eigene Geschichte erzählt. Fünf Hauptpersonen - zwei Kinder von 10 und 11 Jahren, deren Vater, ein Freund des Vaters und ein Sklavenhändler - erleben passend zum Thema jeder Seite, jedoch fortlaufend, den römischen Alltag oder das Leben in den verschiedenen Klassen, bis hin zur Götterwelt der Römer.
Das Dorf der Kinder wird zu Beginn von den Römern überfallen und ihr Vater wird schwer verletzt. Nach der Schlacht werden die Kinder von den römischen Soldaten gefangen genommen und versklavt. Bei ihrem ersten Herrn erfahren sie auf schreckliche Weise, dass die Christen von den Römern verfolgt und grausam getötet werden.
Weil ihr zweiter Herr sie trennen will, fliehen sie gemeinsam nach Rom. Dort werden sie von ihrem Sklavenhändler wieder entdeckt und als Arena-Sklaven verkauft. Während der Arbeit entdecken sie ihren Vater bei den zu Tode verurteilten Verbrechern und versuchen ihn zu befreien, aber das misslingt und sie werden alle drei zum Tode verurteilt. Doch zum Glück werden sie zum Schluss von einem alten Freund des Vaters gerettet.
Nicht nur wegen des lebendigen Comics ist das Buch anschaulich gestaltet, auch die Bilder zu den Themen sind gut ausgewählt und passen genau, um einen guten Eindruck von damals zu bekommen. Ein weiterer Pluspunkt ist auch (neben der Tatsache, dass am Anfang des Buches der Inhalt klar in 14 Kapitel gegliedert ist und am Ende alle wichtigen Wörter noch mal im Register aufgelistet sind), dass die Texte zu den Sachthemen nicht zu lange sind und diese nicht mit Fachwörtern oder Fremdwörtern gespickt sind und die wenigen, die vorkommen, genau erklärt werden (z.B. contubernium = kleinste Einheit der Armee, 8 Mann, zusammen in einem Zelt).
Außerdem finde ich gut, dass alle wichtigen Themen behandelt sind und keines ausgelassen worden ist. So erhält man einen umfassenden Überblick und nicht nur Informationen über einzelne Themen, die vielleicht etwas spannender als andere sind.
Da die Texte sehr kurz gehalten sind, eignet sich das Buch als Lektüre eher für Anfänger. Möchte man Genaueres erfahren, muss man sich ein anderes Buch kaufen. Trotzdem kann ich das Buch vor allem für jüngere Kinder (bis ca. 10 Jahre) empfehlen, denen sicherlich die bunten Zeichnungen sehr gefallen werden, älteren Kindern wird dies sicherlich nicht mehr im gleichen Maß zusagen.
Es ist aber doch zu bemängeln, dass der Comic sich nicht am Ende des Buches befindet, sondern immer zu den dazugehörigen Themen-Seiten gehört, denn so liest man entweder den Comic oder die Seite zuerst und muss dann noch mal von vorne anfangen, da man ja beides lesen will.
(Betreut von Heinrich Müller)
Empfohlene Zitierweise
Stewart Ross: Abenteuer im alten Rom. Eine spannende Geschichte um Sklaverei und Flucht, München: Dorling Kindersley Verlag 2005, 32 Seiten, ISBN 978-3-8310-0747-9, EUR 12,90, gelesen von Julius Naser. lesepunkte 2 (2007), Nr. 4, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5471/
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Erstellt: 16.08.2007
Zuletzt geändert: 16.08.2007




