Mai

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Manfred Mai: Nichts als die Freiheit! Der deutsche Bauernkrieg, München: dtv 2004, 128 Seiten, ISBN 978-3-423-62185-4, EUR 10,00.

 

gelesen von Nicolas Bock, 7. Klasse
Meranier-Gymnasium Lichtenfels

 


In diesem Buch schildert der Autor die Probleme der Bauern zur Zeit um 1500. Es gibt drei Gruppen:

1. Die freien Bauern: Sie sind manchmal wohlhabend und sie sind unabhängig von der Obrigkeit. 

2. Die hörigen Bauern: Sie sind einmal freie Bauern gewesen, sie waren aber zu arm, um zu überleben. Deshalb gingen sie zu den Adeligen und Bischöfen, die sie in Notzeiten unterstützen und vor Raubrittern schützten. Dafür müssen die Bauern auf den Wiesen und Feldern der Herren arbeiten, müssen Zäune errichten, beim Bau der Schlösser und Burgen mithelfen und sie müssen ihren kompletten Besitz abgeben, aber sie dürfen noch auf den Feldern arbeiten. Abgaben wie Eier, Brot, Käse, Milch, Wein und Vieh müssen geleistet werden. 

3. Die leibeigenen Bauern: Sie gehören dem Leibherrn mit Haut und Haar. Sie sind völlig rechtlos und werden nicht besser behandelt als das Vieh. Sie leben zum Teil als Knechte und Mägde am Hof oder sie bekommen ein Stück Land zugewiesen, das sie bewirtschaften dürfen. Sie müssen immer dem Leibherrn zur Verfügung stehen. 

Der erste Aufruf gegen das Ständewesen kommt im Jahre 1439 von einem unbekannten Verfasser, der die "Reformatio Sigismundi" verfasst hat. In dieser bedeutenden Schrift wird scharfe Kritik an Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Kirche geübt. Zu dieser Zeit verkündet der "Prophet von Niklashausen", dass die Obrigkeit in feinen Stoffen gekleidet ist und mehr als genug zu Essen hat. Das alles will er von der Jungfrau Maria erfahren haben, die ihm in einem weißen Gewand erschienen sei. Er wird als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Doch die Gedanken bleiben in den Köpfen der Menschen und so wird der Geheimbund "Bundschuh" gegründet. 

Diese Gruppe von Bauern lehnt sich gegen die Adeligen auf, weil sie immer mehr Frondienste zu leisten hat. Die Bauern dürfen kein Brennholz mehr schlagen, nicht mehr jagen und fischen und es werden viele ihrer Rechte abgeschafft. 

So kommt es zu den ersten Bauernaufständen, doch alle werden niedergeschlagen. Die "zwölf Artikel" sind die Forderungen der Bauern. So gibt es auch den "Armen Konrad", der wie viele andere sich dafür einsetzt, dass die Bauern mehr Rechte bekommen. Doch alle Landwirte, die sich zu "Haufen" zusammenschließen, werden besiegt. 

Georg Truchsess ist der Führer des "Schwäbischen Bundes". Er kämpft gegen den "Seehaufen", der in großer Überzahl ist. Der Schwäbische Bund ist eigentlich dazu gedacht gewesen, den Landesfrieden zu erhalten. Der "Seehaufen" hat sehr viele Landsknechte erworben, die gut ausgebildet sind. "Am Verhandlungstisch hatte der Truchsess in einer schier aussichtslosen Lage doch noch einen Sieg errungen. Und bis heute fragt man sich, warum die Bauern zu diesem Vertrag bereit gewesen sind, warum sie den greifbar nahen Sieg verschenken. […] Und ganz sicher war der Vertrag in ihren Augen ein großer Erfolg." (86).  

Nach weiteren großen Niederlagen gewinnen die Adeligen wieder die Oberhand. Die Obrigkeit lässt die zerstörten Burgen und Städte von den Bauern bezahlen. "Auf diese Weise erhielt zum Beispiel der Kurfürst von Sachsen bis 1527 Einnahmen in Höhe von 100 000 Gulden. Das war doppelt so viel, wie die üblichen Jahreseinnahmen." 

Das Buch ist leicht zu lesen, was auch an der in diesem Buch benutzten großen Schriftgröße liegt. Man versteht das Buch auch sehr leicht. Es sind viele bunte Bilder, schwarz-weiße Skizzen und Karten enthalten. Man kann das Buch sehr gut für den Unterricht gebrauchen. Die Informationen sind gut in Geschichten verpackt. 

Das Buch ist sehr informativ und man lernt sehr viel für den Geschichtsunterricht. Ich kann das Buch nur weiter empfehlen. Das Buch ist für 12- bis 14-Jährige gedacht. 

(Betreut von Dr. Andreas Wolfrum) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Manfred Mai: Nichts als die Freiheit! Der deutsche Bauernkrieg, München: dtv 2004, 128 Seiten, ISBN 978-3-423-62185-4, EUR 10,00, gelesen von Nicolas Bock. lesepunkte 2 (2007), Nr. 3, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5059/

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Erstellt: 13.06.2007

Zuletzt geändert: 13.06.2007