Sophie Jordan: Infernale

Lesepunkte: 4 Punkte
AutorIn: Sophie Jordan
Titel: Infernale
Verlag: Loewe ISBN: 978-3-7855-8369-2
Seiten: 382 Preis: 17,95€
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Rezensiert von: Anna-Lena Haag und Sofia Charelas [Max-Planck Gymnasium Lahr, betreut von: Aïsha Hellberg]

Der Jugendroman „Infernale“ von Sophie Jordan handelt von einem Mädchen, das positiv auf das Mördergen HTS getestet worden ist.  Menschen, die positiv auf dieses Mördergen getestet worden sind, werden als sehr gefährlich eingestuft, dadurch ausgegrenzt und verfolgt.  Im ersten Teil muss Davy ihr altes Leben aufgrund ihres Mördergens aufgeben und wird in eine Art Internat gebracht, welches sich auf Menschen mit diesem Gen spezialisiert. Dort wird sie unter anderem dazu ausgebildet, Menschen zu töten, womit sie sich aber nicht identifizieren kann. Deshalb flieht sie mit ihren Freunden.

Der zweite Teil handelt von der Flucht nach Mexiko, um ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Während dieser Flucht hat sie immer wieder mit Gewissensbissen zu kämpfen, da sie es sich nicht verzeihen kann, einen unschuldigen Menschen getötet zu haben. Unterwegs wird sie von ihren Freunden getrennt und von einer Widerstandsgruppe aufgenommen.  Eigentlich müsste sie dort gut reinpassen, da mittlerweile aus dem schüchternen Mädchen eine Kämpferin geworden ist, aber es fällt ihr schwer, ihre neuen Seiten zu akzeptieren, da sie es immer gewohnt war, diese zu unterdrücken.  Sie will so schnell wie möglich zurück zu ihren Freunden, jedoch spürt sie eine gewisse Anziehung zwischen Caden, dem Anführer der Widerstandsgruppe und ihr selbst. Zunächst stellt sie sich gegen ihre Gefühle und will sich nicht darauf einlassen, aber das ist nicht so einfach wie sie denkt.

Besonders beeindruckt hat uns die Vorstellung, dass eine Gruppe an Menschen, die über ein besonderes Gen verfügt, derart verfolgt und ausgegrenzt wird und in diesem Fall dazu ausgebildet und gezwungen wird, Menschen zu töten. Leider kommt jedoch unserer Meinung nach dieser spannende Handlungsstrang zu kurz und gerät dabei eher immer mehr in den Hintergrund. Dabei wird die Liebesgeschichte zwischen Davy und Caden immer dominanter und rückt immer mehr in die Position des Haupthandlungsstrangs. Der Roman wurde aus der Sichtweise der Hauptperson Davy geschrieben, wodurch man einen tiefen Einblick in die Gefühlslage der Figur bekommt. Dadurch kann man die Gewissensbisse, unter denen Davy sehr leidet, gut verfolgen und nachvollziehen. Besonders gefallen hat uns, dass im Jugendroman deutlich wird, dass man aus seinen Fehlern bzw. Schicksalsschlägen neue Kraft schöpfen kann und neue Seiten an sich kennen und schätzen lernt und so ein neues und besseres Leben beginnen kann.

Wir empfehlen dieses Buch für Jugendliche ab zwölf Jahren, die gerne Liebesgeschichten lesen, aber auch über tiefgründige Themen nachdenken, denen es trotzdem nicht an Spannung und Action fehlen darf.

Wir geben dem Roman 4 von 5 Lesepunkten

Empfohlene Zitierweise

Anna-Lena Haag und Sofia Charelas, Rezension von: Sophie Jordan: Infernale. In: LESEPUNKTE 2020, In: LESEPUNKTE 2020, https://www.lesepunkte.de/rezensionen/sophie-jordan-infernale
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