Nora Hoch: Das Salzwasser-Jahr

Lesepunkte: 3 Punkte
AutorIn: Nora Hoch
Titel: Das Salzwasser-Jahr
Verlag: dtv ISBN: 978-3-423-74061-6
Seiten: 224 Preis: 13,95€
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Rezensiert von: Emilan Himmelsbach, 9. Klasse [Max-Planck-Gymnasium Lahr, betreut von: Aïsha Hellberg]

Bei dem Buch handelt es sich um den Jugendroman „Das Salzwasser-Jahr“ von Nora Hoch. Jannik ist hier die Hauptperson. Er kommt aus Berlin und geht für ein Austauschjahr nach Australien, zu den Madesens. Das Buch schildert aus der Perspektive Janniks seine Erlebnisse innerhalb dieses Jahres.

Das Buch ist in Tagebuch-Optik gestaltet. Es enthält alle paar Seiten kleine Zeichnungen von Gegenständen oder Szenarien. Bilder von den Personen enthält es nicht. So kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Die Optik ist für mich wirklich ein guter Punkt und eine Sache, die das Buch wirklich schön macht.

Zu Beginn des Buches sitzt Jannik in einem Flughafen in Australien. Schon an diesem ersten Kapitel kann man sehen, dass der Roman die Erlebnisse gut beschreibt und seine Sprache sehr bildlich ist. In dem ersten Kapitel erfährt man mehr über Jannik. Man erfährt, dass seine Mutter einen neuen Freund hat und er mit seinem besten Freund Streit hatte. Das ist auch der Grund, warum er nach Australien geht. Ich muss sagen, dieser Teil ist nicht wirklich gut, ich finde ihn extrem Klischee belastet: Junge aus Berlin; kaputte Familie; Junge haut ab. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich zu viele solcher Bücher gelesen habe. Kommen wir zurück zur Geschichte. Im zweiten Kapitel lernt Jannik seine Gastfamilie kennen, zu dieser gehört die Mutter, der Vater, Ruby (sechs Jahre) und Neil, der Gastbruder. Außerdem lernt er Sienna kennen. Sie ist mit ihm und Neil in einer Klasse. Neil ist ihr Ex-Freund. Ich will lieber gleich den Wind aus den Segeln nehmen: Es gibt keinen großen Spannungsaufbau. Es kommt im Roman immer wieder zu kleineren Konflikten, aber keiner dieser ist wirklich spannend oder erstreckt sich über das ganze Buch. Auch fehlt mir ein wesentlicher Teil eines Schüleraustausches: Der Konflikt der Kulturen, der Sprachen. Dieser Teil kommt mir viel zu kurz. Dennoch ist der Roman gut und zu empfehlen. Das Erzählte wird gut beschrieben und es werden Seiten von Australien gezeigt, wie man sie selten sieht. Der Roman zeigt die Höhen und Tiefen einer Familie. Wäre dieses Buch ein Film, wäre es ein Roadmovie. Der Roman war nicht wirklich mein Geschmack, es ist kein Buch für jeden, dennoch würde ich dem Roman 3 Lesepunkte geben. Ich empfehle jedem, der gerne ruhige Jugendromane mit vielen Dialogen und Konflikten mag, es zu lesen.

Empfohlene Zitierweise

Emilian Himmelsbach, Rezension von: Nora Hoch: Das Salzwasser-Jahr. In: LESEPUNKTE 2020, https://www.lesepunkte.de/rezensionen/nora-hoch-das-salzwasser-jahr
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