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Fabian Lenk: Falsches Spiel in der Arena. Ein Ratekrimi aus dem alten Rom (Tatort Geschichte), Bindlach: Loewe Verlag 2002, 124 Seiten, ISBN 978-3-7855-4232-3, EUR 7,90. 

 

gelesen von Merit Thummes, 6. Klasse
Gymnasium St. Wolfhelm, Schwalmtal-Waldniel

 

lesepunkte: ●●●○○

 


Die Geschwister Quintus (14) und Julia (11) führen den Leser durch das Buch und sind die Hauptfiguren. Ihr Vater ist der berühmte Pferdewagenlenker Scorpus, ihre Mutter die resolute Tulliola. Scorpus ist ein sehr berühmter Rennfahrer. Doch bei einem Rennen werden seine Pferde schwach und Scorpus wird von seinem schärfsten Konkurrenten in den Staub der Arena des Circus Maximus gerissen. Er verletzt sich so sehr, dass die Ärzte sagen, er werde am wichtigsten Rennen des Jahres 47 v. Chr. nicht teilnehmen können. Scorpus kann es nicht fassen, ausgerechnet an dem Rennen, bei dem Kleopatra zuschauen soll, kann er, der berühmteste, beste und ruhmreichste Rennfahrer aus ganz Rom nicht teilnehmen?!

Auch Scorpus' Kinder können es nicht begreifen. Quintus und Julia stellen ein paar Nachforschungen an, denn sie haben den Verdacht, dass Scorpus' Pferde vergiftet wurden. Sie befragen Stallburschen und andere Menschen, die im Stall arbeiten. So beginnt ein spannender Kriminalfall im Alten Rom. 

Doch dieser „Tatort Geschichte“ ist keine normale Kriminalgeschichte. Am Ende eines jeden Kapitels haben Julia und Quintus immer wieder ein Stück des Geheimnisses gelöst und der Leser wird durch eine Frage dazu aufgefordet, auf den gleichen Wissensstand zu kommen. Das finde ich eine gute Idee, damit kann man „überprüfen“, ob man das Kapitel gründlich gelesen hat und ob man es auch verstanden hat. Allerdings wird im ersten Satz des jeweils nächsten Kapitels das Rätsel gelöst, so dass „faule Leser“ einfach weiterlesen können ohne nachzudenken. 

Doch das Buch hat auch einige Schwachpunkte. So finden die Kinder im ersten Kapitel heraus, dass ein (angeblicher) Stallbursche namens Gnaeus lügt. Als dieser merkt, wie schlau die Kinder sind und dass sie ihm auf die Schliche gekommen sind, rennt er davon. Quintus und Julia verfolgen ihn durch ganz Rom. Meines Erachtens ist die Verfolgungsjagd in diesem Buch zu lang erzählt (über mehrere Kapitel). Außerdem werden ständig neue Straßennamen verwendet, so dass man den Überblick schnell verliert und sich sehr konzentrieren muss. Zwar ist am Ende des Kapitels eine kleine Karte abgebildet (im Zusammenhang mit dem Rätsel), doch ist sie nicht besonders aufschlussreich. 

Im Buch werden häufig lateinische Bezeichnungen für Gegenstände und Begriffe verwendet. Das finde ich auch nicht so gut. Zwar ist im Anhang des Buches eine Erklärung für alle Fremdwörter, doch wenn man die Wörter verstehen möchte während man liest, muss man ständig blättern. 

Aber nun weiter zur Geschichte: Scorpus erholt sich wieder und will beim großen Rennen mitfahren. Nachdem die Kinder mit Legionären und ihrem Vater weitere Hinweise auf dem Grundstück eines reichen Mannes finden, glauben alle, sie hätten das Rätsel gelöst. Doch am Tag des Rennens wird Scorpus zusammengeschlagen. Da die Täter Theatermasken tragen, können sie nicht identifiziert werden. 

Wollt Ihr mehr wissen? Dann kauft Euch das Buch! Es behandelt ein interessantes Thema und  enthält einige Sachinformationen zum Alten Rom. Am Ende des Buches befinden sich alle Lösungen zu den Rätseln, wie auch ein Glossar (in dem die lateinischen Begriffe erklärt werden) und eine Zeittafel. Ich finde, dass dieses Buch bereits sehr gut geeignet ist für fitte Grundschulkinder des 3. oder 4. Schuljahres. Ich gebe dem Buch drei Lesepunkte (also: Gutes Buch, empfehlenswert)!

(Betreut von Markus Brans) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Fabian Lenk: Falsches Spiel in der Arena. Ein Ratekrimi aus dem alten Rom (Tatort Geschichte), Bindlach: Loewe Verlag 2002, 124 Seiten, ISBN 978-3-7855-4232-3, EUR 7,90, gelesen von Merit Thummes. lesepunkte 3 (2008), Nr. 3, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5909/

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Erstellt: 18.06.2008

Zuletzt geändert: 18.06.2008


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