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Max von der Grün: Vorstadtkrokodile. Eine Geschichte vom Aufpassen, München: cbj 2006, 160 Seiten, 978-3-570-21665-1, EUR 5,95.
gelesen von Schülerinnen der 6. Klasse
Willy-Brandt-Gesamtschule, Kerpen
Buchbesprechung I
von Sonja Herber
lesepunkte: ●●●○○

Das Buch „Die Vorstadtkrokodile“ von Max von der Grün ist empfehlenswert, weil es von Geschichten aus dem wirklichen Leben handelt, es um Freundschaft geht und es gut geschrieben ist.
Das Buch handelt von einer Jugendbande, die sich „Krokodiler“ nennt. Sie wohnen in der Papageiensiedlung in der Nähe von Dortmund. Die Mitglieder der Bande sind Olaf, der Anführer, Maria, Olafs Schwester, als einziges Mädchen, Theo, Peter, Willi, Otto, Rudolf und Frank. Als neuestes Mitglied stößt Hannes zu der Bande, doch erst nachdem er eine lebensgefährliche Mutprobe bestanden hat. Alle Mitglieder kennen sich schon von klein an. Hannes freundet sich zudem mit Kurt, einem querschnittsgelähmten Jungen aus der Nachbarschaft, an. Er erzählt ihm davon, was die Krokodilbande zusammen unternimmt. Kurt ist begeistert davon und würde auch gerne zu der Bande gehören. Hannes stellt den Antrag, Kurt aufzunehmen. Doch die anderen Krokodiler lehnen dies zunächst ab, da er im Rollstuhl sitzt.
Zu der Zeit passieren in der Nachbarschaft mehrere Einbrüche, gestohlen werden vor allem Alkohol, Zigaretten und elektrische Geräte. Die Polizei steckt mit ihren Ermittlungen fest. So versuchen die Krokodiler auf eigene Faust herauszufinden, wer die Einbrecher sind, doch auch sie kommen nicht weiter. Bis schließlich Kurt eine wichtige Beobachtung macht. Mit Kurts Hilfe finden die Krokodiler heraus, wer die Einbrecher sind, und dabei machen sie eine erschreckende Entdeckung! Dabei entlarven sie nicht nur die Einbrecher, sondern lernen Kurt richtig kennen und Hannes schafft es schließlich doch, die anderen zu überzeugen, Kurt in die Bande aufzunehmen.
Das Buch ist sehr spannend zu lesen und lebt von den vielen Dialogen der Krokodiler, die oft auch witzig sind, so dass der Leser sich gut in die verschiedenen Situationen hineinversetzen kann. Insgesamt gebe ich dem Buch drei Punkte.
Buchbesprechung II
von Eileen Ehrenberg und Nadine Klewer
lesepunkte: ●●●●○
In dem Buch geht es darum, wie ein querschnittsgelähmter Junge (Kurt) unbedingt zu den Krokodilern gehören möchte, einer Jugendbande. Sie besteht aus neun Jungen und einem Mädchen. Alle Mitglieder leben in der Papageiensiedlung.
Zunächst möchte die Bande Kurt nicht aufnehmen, da er im Rollstuhl sitzt. Hannes, ein Mitglied der Bande, ist mit Kurt befreundet und setzt sich für seine Aufnahme ein, doch vergeblich. Das Verhalten der anderen Krokodiler gegenüber Kurt ändert sich erst, als Kurt Einbrecher beobachtet, die die Polizei schon lange sucht. Er hilft den Krokodilern dabei, Einbrüche in der Nachbarschaft aufzudecken. Kurt versucht zu beweisen, dass er Mut hat, und hofft somit, von den Krokodilen akzeptiert zu werden.
Uns hat an dem Buch besonders gefallen, dass es um das Thema Freundschaft geht und beschrieben wird, wie jemand, der erst nicht akzeptiert wird, schließlich doch neue Freunde findet.
Wer Abenteuer, Spannung und Geschichten über Freundschaft mag, der sollte unbedingt dieses Buch lesen. Wir geben ihm vier Punkte.
Alternatives Ende
von Carolin Borkowski und Julienne Noé
Was vorher geschah: Die „Krokodiler“ sind eine Jugendbande, die aus zehn Mitgliedern, neun Jungen und einem Mädchen bestehen. Alle wohnen in der Papageiensiedlung in der Nähe von Dortmund. Ihr geheimer Treffpunkt ist das Gelände einer stillgelegten Ziegelei. Eines ihrer Mitglieder, Hannes, freundet sich mit Kurt, einem querschnittsgelähmten Jungen aus der Nachbarschaft, an. Er versucht die anderen Mitglieder dazu zu überreden, Kurt in die Bande aufzunehmen, doch dies wird aufgrund von Kurts Behinderung abgelehnt. Doch als Kurt den Krokodilern hilft, Einbrüche aufzudecken, und sie sogar eine Belohnung dafür kassieren, fangen sie an, ihn zu akzeptieren. Schließlich nehmen sie ihn in ihre Bande auf. Am Ende des Buches wird ihr Treffpunkt, die „alte Ziegelei“, abgerissen. An dieser Stelle setzt unser alternatives Ende ein:
Alternatives Ende (ab S. 153): Der Bulldozer walzte alles nieder. Danach gingen alle Krokodiler traurig zu Kurt nach Hause. Peter fing verzweifelt an, in der Nase zu bohren, Olaf und Maria sagten sofort:,,Hör auf!''. Hannes fragte:,,Wo kriegen wir jetzt eine neue Hütte her? Die eine ist jetzt platt." Maria schlug vor:,,Na, wie immer, eine neue bauen.“ Olaf fragte: ,,Und wo?“ Otto erwiderte: „Wer ist denn hier der Chef, du oder du.“ „Ich“, grummelte Olaf. Kurt schlug vor: “Wir können doch immer zu mir, meine Mutter hat schon nichts dagegen, wenn ich es ihr sage.“ Die Krokodiler stimmten zu und gingen ohne Kurt zu Hannes. Als Kurt es nicht mehr hören konnte, fragte Olaf die anderen Krokodiler: „Mit der Belohnung können wir doch das Spezialfahrrad für Kurt kaufen?“ Alle nickten begeistert, besonders Hannes, er konnte gar nicht aufhören zu nicken, so begeistert war er von der Idee. Zwei Wochen später versammelten sich alle Mitglieder in der Garage von Kurts Eltern. Sie hatten ein großes Geschenk für Kurt. Kurt war sehr aufgeregt, als er das riesige Paket sah. Als er es öffnete, war er überglücklich. Es war das Spezialfahrrad, mit dem er auch als Querschnittgelähmter zukünftig mit den Krokodilern überall hinfahren konnte. Kurt bedankte sich: „Danke, das ist so cool von euch!“ Die Krokodiler sind schließlich für die Stadt zu Helden geworden. Alles wurde rollstuhlgerecht umgestaltet. Und die Krokodiler erlebten noch ganz viele Abenteuer mit Kurt.
Fiktives Interview mit Hannes, dem jüngsten Mitglied der Vorstadtkrokodile
von Seyma Öner
Seyma: Erst einmal hallo Hannes, ich würde dir gerne ein paar Fragen stellen.
Hannes: Ja, nur zu.
Seyma: Seit wann bist du schon in der Bande der Vorstadtkrokodile?
Hannes: Also, ich bin schon seit zwei Jahren Mitglied der Bande.
Seyma: Wie wurdest du in die Bande aufgenommen?
Hannes: Ich musste die Mutprobe der Vorstadtkrokodile bestehen. Als allererstes musste ich auf ein Dach klettern. Dann musste ich drei Mal „Krokodil“ rufen. Danach gehörte ich zur Bande.
Seyma: Wie wurdest du anfangs als neues Mitglied behandelt?
Hannes: Eigentlich sehr nett. Nur am Anfang, bevor ich die Mutprobe bestanden hatte, haben Olaf, der Anführer, und die anderen mich als Feigling bezeichnet. Aber nach der Mutprobe habe ich mich gefreut, endlich Mitglied bei den Krokodilern zu sein.
Seyma: Was macht ihr mit der Bande in eurer Freizeit?
Hannes: Wir sind öfters mit den Fahrrädern unterwegs. Oder wir spielen, bauen Hütten im Wald und manchmal lösen wir sogar Fälle.
Seyma: Was war der schwierigste Fall, den ihr lösen musstet?
Hannes: Das Schwierigste war, als Einbrüche in unserer Nachbarschaft passierten. Es wurden regelmäßig Geschäfte ausgeraubt. Die Polizei wusste nicht mehr weiter, und wir wollten den Fall auf eigene Faust lösen. Vor allem als wir von der Belohnung hörten, die für Hinweise auf die Einbrecher ausgesetzt war. Aber erst nachdem uns Kurt, ein Freund von mir, ein paar Tipps gegeben hat, kamen wir weiter. Er sitzt im Rollstuhl und hat die Einbrecher nachts mit seinem Fernglas beobachtet. Durch seine Beobachtung konnten wir die Einbrecher schließlich entlarven. Doch dann hat sich herausgestellt, das einer der Einbrecher der Bruder eines Mitglieds unserer Bande ist. Da waren wir dann verunsichert, was wir tun sollen.
Seyma: Hast du dich je in Maria, das einzige Mädchen in eurer Bande, verknallt?
Hannes: Um ehrlich zu sein, ja. Vom ersten Moment an fand ich Maria super. Sie war auch die Einzige, die mir bei der Mutprobe geholfen hat, die ich bestehen musste, um Mitglied bei den Krokodilern zu werden.
Seyma: Gab es Probleme, als du wolltest, dass dein Freund Kurt in die Bande aufgenommen wird?
Hannes: Ja, anfangs gab es einige Probleme. Die andern nannten ihn Krüppel, weil er im Rollstuhl sitzt, und sagten, er sei zu nichts nutze, obwohl er sehr schlau ist. Doch nachdem er uns beim Aufdecken der Einbrüche sehr geholfen hat und in einigen ziemlich brenzligen Situationen viel Mut bewiesen hat, wird er voll akzeptiert.
Personenbeschreibung der Figur „Kurt“
von Saskia Lingscheid
Kurt ist ein ungefähr elf Jahre alter Junge. Er ist dünn und hat kurze Haare. Er sitzt im Rollstuhl, seitdem er als kleines Kind einen Unfall hatte. Er hat keine Geschwister. Kurt wohnt mit seinen Eltern in der Silberstraße. Sein Vater arbeitet bei der Müllabfuhr und verdient nicht viel Geld für die Familie. Seine Eltern müssen daher auf das Geld achten und können Kurt nicht alles kaufen, was er wegen seiner Querschnittslähmung bräuchte. Kurt muss aufgrund seiner Behinderung auf eine Sonderschule gehen. Kurts Hobby ist es, Landschaften zu malen, die er mit seinem Fernglas von der Wohnung aus beobachtet. Ein weiteres Hobby von Kurt ist es, mit Pfeil und Bogen zu schießen. Der Arzt hat ihm dieses Hobby verordnet, damit er seine Armmuskulatur trainiert.
Zu Beginn des Buches hat Kurt keine Freunde, doch dann freundet er sich mit Hannes aus der Krokodilbande an. Kurt möchte auch gerne zur Krokodilbande gehören, aber die anderen Mitglieder lehnen ihn anfangs wegen seiner Behinderung ab. Sie nennen ihn sogar Krüppel. Doch später kann Kurt die anderen Mitglieder der Krokodilbande vor allem mit seinem Mut und seiner Klugheit umstimmen. An einem Abend beobachtet Kurt Mopedfahrer, die mit den Diebstählen zu tun haben, die seit einiger Zeit in der Siedlung geschehen. Als Erster ahnt er, wo sich ihr Warenlager befindet und wer sogar die Einbrecher sind (S. 76, Z. 16-26). Später stellt die Krokodilbande fest, dass Kurts Vermutungen stimmen. Das zeigt, dass Kurt eine gute Spürnase hat. Schließlich steht Kurt an einem Tag den Einbrechern sogar von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Einer der Einbrecher beleidigt Kurt als Krüppel. Daraufhin schießt Kurt einen seiner Pfeile ohne Zögern in den Oberschenkel des Einbrechers (S. 130, Z. 21-22). Dies zeigt, dass Kurt trotz Rollstuhl mutig ist und keine Angst vor einem älteren Jungen hat.
Wegen seines Mutes und seiner Schlauheit wird Kurt schließlich als vollwertiges Mitglied in die Krokodilbande aufgenommen!
(Betreut von Cordula Schulte)
Empfohlene Zitierweise
Max von der Grün: Vorstadtkrokodile. Eine Geschichte vom Aufpassen, München: cbj 2006, 160 Seiten, 978-3-570-21665-1, EUR 5,95, gelesen von Schülerinnen und Schülern der 6b, Willy-Brandt-Gesamtschule, Kerpen. lesepunkte 5 (2010), Nr. 1, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7485/
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Erstellt: 24.02.2010
Zuletzt geändert: 27.02.2010
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