lesepunkte.de
Direktlink für Screenreader:Themen-Navigation|Text

„Klassenlektüre“:
Jan de Leeuw: Falsche Bilder, München: dtv pocket, 320 Seiten, ISBN 978-3-423-78226-5, EUR 7,95.
gelesen von der Klasse 8e, Gymnasium Weilheim (Oberbayern)

Der Roman „Falsche Bilder“ von Jan De Leeuw handelt vom zwölfjährigen Arnoud, der nach dem Tod seiner Großmutter mit seinem Vater dessen flämisches Heimatdorf Deemstervelde zur Beerdigung aufsucht. Während der Ferien leben sie in ihrem alten Haus und Arnoud lernt bald Rebecca, die Nichte von Paula, der Putzfrau, Titus, den Eulenmann, die Baroness und andere kennen. In dem Nähkästchen, das er von seiner Großmutter erbt, findet er einen Brief, in dem seine Großmutter ihm ihr Leben erzählt. Dadurch neugierig geworden, fängt er an, nachzuforschen und findet die wahre Geschichte von den Ereignissen um seinen Großvater und die Baroness heraus, die damals im Zweiten Weltkrieg geschehen sind.
Er erkennt, dass sein Großvater, der im Dorf als Held gefeiert wird, gar kein Held war. Außerdem verbrennt er wertvolle Gemälde seiner Großmutter, einen Teil seines Erbes, als er erfährt, dass es Schmuggelware aus der Kriegszeit ist. So verzichtet er auf das Geld, das er hätte haben können. Seine Großmutter hatte die großartigen Gemälde nämlich nur übermalt, um die Wahrheit darüber zu vertuschen, weil sie damit ihrem Sohn und seiner Familie ein gutes Leben ermöglichen wollte.
Den Hintergrund der Geschichte bildet eine historische Begebenheit, die sich während des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1942 ereignet hat, als Arnoud de Vriendt vorgibt an einem Überfall auf einen Konvoi beteiligt gewesen zu sein. Es gelingt ihm nicht, sein Leben und das von neun Mann zu retten, die für diese Tat vor ein Standgericht gestellt worden sind.
Die Handlung des Romans fügt sich mit seinen einzelnen Erzählungen zu einem Mosaik zusammen, wobei Arnouds Beteiligung am Kunstraub, sein tödlicher Verrat, das Geheimnis um die Liebe der Baroness zu Arnoud und die erfolgreiche Eulensuche Rebeccas jeweils verschiedene Perspektiven der Handlung zeigen. Somit wird die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln der Beteiligten erzählt.
Viele Schüler waren der Meinung, dass der Roman weiterempfohlen werden kann, da es sich um eine interessante Geschichte mit vielen historischen Zusammenhängen handelt. Manche Schüler wiederum wollen das Buch nicht weiterempfehlen, weil die Handlung ihres Erachtens nicht spannend genug ist und es Teenager ihres Alters nicht fesselt. Das Buch ist verständlich geschrieben, für eine achte Klasse fast zu leicht.
(Betreut von Ulrike Neß)
Empfohlene Zitierweise
Jan de Leeuw: Falsche Bilder, München: dtv pocket, 320 Seiten, ISBN 978-3-423-78226-5, EUR 7,95. gelesen von der Klasse 8e, Gymnasium Weilheim (Oberbayern). lesepunkte 4 (2009), Nr. 6, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7405/
Bitte setzen Sie beim Zitieren dieses Beitrags hinter der URL-Angabe in runden Klammern das Datum Ihres letzten Besuchs dieser Online-Adresse.
Erstellt: 12.01.2010
Zuletzt geändert: 12.01.2010
lesepunkte-Link
In der aktuellen Ausgabe bespricht Janna Schmidt von der Lichtenbergschule Darmstadt Peter Härtlings Buch "Liebste Fenchel!". Hier geht es zur Rezension.




