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Norah McClintock: Ausgerastet, München: cbt 2009, 128 Seiten, ISBN 978-3-570-30530-0, EUR 4,95.
gelesen von Julia Neves, 9. Klasse
Integrierte Gesamtschule Paffrath, Bergisch-Gladbach
lesepunkte: ●●●●○

In dem Buch „Ausgerastet“ von Norah McClintock geht es darum, dass ein Junge an einem Aggressionstraining teilnehmen muss und die Dinge nicht immer ganz so laufen, wie er es sich wünscht. Norah McClintock stellt die Probleme des Jugendlichen im Buch deutlich dar, indem sie aus seiner Sicht schreibt. Das Buch ist empfohlen ab 12 Jahren.
Josh hat im Heim viele Probleme. Er schlägt sich sogar mit anderen Bewohnern und wird schließlich rausgeschmissen. Jetzt wohnt er bei seinem Bruder, seiner Schwägerin Miranda und seinem kleinen Neffen. Er muss an einem Aggressionstraining teilnehmen und hat die Wahl zwischen zwei Kursen. Entweder ein Kurs, in dem er mit anderen Leuten über seine Probleme spricht oder er nimmt an einem Hunde-Trainings-Kurs teil. Josh entscheidet sich für den Kurs mit den Hunden. In diesem Kurs lernt er seine Aggressionen besser unter Kontrolle zu halten.
Josh muss Zeit mit einem Hund verbringen und lernen, mit ihm umzugehen und ihn zu trainieren. In diesem Kurs trifft Josh auf einen alten Freund, Scott. Man erfährt die Ursache des Streits nicht, aber Josh ist sauer auf ihn. Scott ist ein Assistent des Kursleiters, was Josh am Anfang noch nicht erwartet. Auch ein Mädchen namens Amy nimmt an dem Kurs teil. Als die Hunde verteilt werden, fällt Josh direkt der große Hund auf und er hofft, ihn nicht zugeteilt zu bekommen, aber gerade den bekommt er. Der Hund heißt Sully und ist anfangs sehr unruhig neben Josh. Nur auf Scott hört er. Mr. Weller, der Kursleiter erklärt, dass die Hunde auf die Stimmung der Personen reagieren. Alle sollen den Hunden die ersten paar "Tricks" beibringen.
Sully hört nicht auf Josh und es wird genau beschrieben, wie sauer Josh deswegen ist. Nach dem Kurs wird Josh von seinem Bruder Andrew abgeholt. Josh wohnt bei seinem Bruder Andrew, seiner Frau Miranda und deren 9 Monate altem Sohn Digby. Dies ist im Buch ein wenig durcheinander beschrieben. Josh versteht sich nicht gut mit Miranda und sie streiten sich oft. Es geht meistens darum, dass Josh seine Sachen liegen lässt und Miranda droht, sie vor die Tür zu stellen. Josh besitzt eine Holzkeule, die im Buch noch eine wichtige Rolle spielen wird. Josh geht täglich zum Kurs und kommt die erste Zeit überhaupt nicht mit Sully klar. Eines Tages ist Travis, Joshs alter Feind aus dem Heim, mit seiner Lederjacke im Kurssaal und setzt sich hin. Inzwischen ist Josh viel entspannter bei dem Kurs und Sully hört auf ihn. Dabei sieht er sich an, wie ungeduldig Travis mit seinem Hund umgeht. Nachdem Josh sich an Sully gewöhnt hat und auch gerne mit ihm zusammen ist, möchte Mr. Weller, dass alle die Hunde untereinander austauschen. Ausgerechnet Travis, der die Hunde überhaupt nicht gut behandelt, bekommt Sully und Josh macht sich Sorgen.
Joshs Schwägerin Miranda nimmt ihre Drohung schließlich ernst und Josh findet seine Sachen draußen im Hof in einer Kiste wieder. Verärgert nimmt er die Kiste und geht hoch in die Wohnung. Am darauf folgenden Tag ruft die Polizei an und will, dass Josh zum Revier kommt. Die Polizei verdächtigt Josh, Scott verprügelt zu haben, der jetzt im Krankenhaus liegt. Josh streitet alles ab, aber die Polizei hat ein Beweisstück: Die „Fischkeule“ von Josh lag im Park neben der Wand, an der Scott angegriffen wurde. Der Täter trug eine Lederjacke. Amy überredet Josh, seinen alten Freund im Krankenhaus zu besuchen. Er redet kurz mit ihm. Später klärt sich dann alles. Travis ist der Schuldige. Er hat die Keule gefunden, als Miranda Joshs Kiste in den Hof gebracht hat. Travis muss wieder in ein Heim. Josh und Scott sind nun wieder Freunde und haben ihren Streit vergessen. Josh überlegt zu guter Letzt, sich einen Job im Tierheim zu suchen.
Ich gebe dem Buch „Ausgerastet“ vier Lesepunkte. Meiner Meinung nach ist das Buch sehr gut, weil deutlich dargestellt wird, was für Probleme Jugendliche manchmal haben. Und man kann sehen, wie die Leute mit ihren Problemen umgehen. Oft ist es besonders für Heimkinder schwer, mit all ihren Problemen alleine klar zu kommen. Deswegen finde ich es gut, so etwas zu lesen, weil man sich so vorstellen kann, wie es anderen in solch einer Lage geht. Die Gefühle von Josh sind deutlich zu erkennen und Ich denke, dass es gerade für Jugendliche in ähnlichen Situationen von Vorteil wäre, ein Buch zu lesen, dass ihre Lage widerspiegelt. Sie könnten so sehen, dass jeder Mensch sich ändern kann, wenn er nicht alleine gelassen wird.
(Betreut von Kurt Naulin)
Empfohlene Zitierweise
Norah McClintock: Ausgerastet, München: cbt 2009, 128 Seiten, ISBN 978-3-570-30530-0, EUR 4,95, gelesen von Julia Neves. lesepunkte 5 (2010), Nr. 1, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7463/
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Erstellt: 24.02.2010
Zuletzt geändert: 24.02.2010



