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Christophe Badoux: Klee, Zürich: Edition Moderne 2008, 80 Seiten, ISBN 978-3-03731-029-8, EUR 19,80.
gelesen von Charlotte Chiara Gieseke, 5. Klasse
Bischöfliches Gymnasium Josephinum, Hildesheim
lesepunkte: ●●●●●

Das Buch, das ich euch vorstellen möchte, trägt den Titel „Paul Klee". Es ist im Verlag edition moderne erschienen. Christophe Badoux schildert darin das Leben von Paul Klee in schönen Bildern.
Selbst derjenige, der keine Ahnung von Kunst hat und von berühmten Künstlern nichts versteht, wird dieses Buch lesen und bewundern können. Die Geschichte ist als Comic verfasst worden und lustig animiert. Es ist für Kinder ab ca. acht Jahren geeignet. Auf den Innenseiten der Buchdeckel sind Linien eingezeichnet, dadurch sehen sie wie ein Marmortisch aus. Paul Klee hat als Jugendlicher damals auf Marmortischen gezeichnet. Die Tische standen im Café seines Onkels E. Frick. Er nahm ein Blatt und einen Stift und pauste die Linien im Marmor ab. Dann zeichnete er Tiere ein. Er machte das auch mit Steinen. Viele Leute hielten ihn für ein bisschen verrückt. 1898 schaffte Klee mit Mühe den Schulabschluss und wurde Schüler einer Kunstakademie. Den Unterricht besucht er aber nur ein halbes Jahr lang.
Das Buch beschreibt im weiteren Verlauf wichtige Lebensabschnitte des Künstlers. Paul Klee heiratete 1901 Lily Stumpf. Er arbeitete zunächst erfolglos als Illustrator. 1907 wird sein Sohn Felix geboren. 1911 schloss er sich der Künstlergruppe „der blaue Reiter" an. Zu ihr gehörten berühmte Künstler wie Wassily Kandinsky (1866-1944), Franz Marc (1880-1916), Gabriele Münter (1877-1962) und August Macke (1887-1914). 1914 reiste er mit seinen Künstlerfreunden nach Tunesien, wo er vom Maler zum Künstler wurde. Kurze Zeit später brach der Erste Weltkrieg aus. Trotz des Krieges zeigte er seine erste Kunstausstellung in Berlin, durch die er zu einer Kultfigur der modernen Kunst wurde. Nach Jahren der Lehr- und Kunsttätigkeit in Deutschland verließ er 1933 aus politischen Gründen das Land und emigrierte nach Bern. Die Nazis erklärten seine Werke zu „entarteter Kunst“. In den Jahren vor seinem Tod verfällt er in einen wahren Schaffensrausch. Sechzigjährig stirbt er schließlich am 29. Juli 1940.
In diesem Buch ist sehr schön beschrieben, wie es zu seinen Bildern und Kunstwerken kam, zum Beispiel zum Bild „Unterwassergarten".
Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Lesepunkte, weil in dem Buch unter anderem die Figuren so lebendig gezeichnet sind, wie sie einem im wirklichen Leben begegnen könnten, und weil man so viel über Paul Klee erfährt.
(Betreut von Dr. Sabine Schreiner)
Empfohlene Zitierweise
Christophe Badoux: Klee, Zürich: Edition Moderne 2008, 80 Seiten, ISBN 978-3-03731-029-8, EUR 19,80, gelesen von Charlotte Chiara Gieseke. lesepunkte 4 (2009), Nr. 1, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/6793/
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Erstellt: 16.02.2009
Zuletzt geändert: 16.02.2009




