Fritsche_Troja

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Olaf Fritsche: Jagd auf den Schatz von Troja (Der geheime Tunnel, Bd. 2), Reinbek: Rowohlt Verlag 2007, 192 Seiten, ISBN 978-3-499-21384-7, EUR 6,90. 

 

gelesen von Katharina Brusniak, 7. Klasse
Siebold-Gymnasium Würzburg

 

lesepunkte: ●●●○○

 


Der Roman „Jagd auf den Schatz von Troja“ von Olaf Fritsche handelt von den Kindern Lilly, Magnus und Albert, die mit Hilfe eines Zeittunnels den Schatz von Troja finden wollen. Weil Albert im Rollstuhl sitzt, kann er nicht mitkommen, da der Tunnel zu schmal ist. Eine Dohle hilft ihm, mit den anderen zu kommunizieren. Lilly und Magnus reisen zuerst ins alte Troja vor rund 3000 Jahren um dabei zuzusehen, wie König Priamos den Schatz versteckt, damit sie später wissen, wo er liegt. Sie lernen den Schafhirten Alexios kennen und müssen den völlig orientierungslosen Odysseus einige Male zurück ins Lager der Griechen bringen. Dann kommen sie in die Stadt, um mit den Trojanern den Sieg zu feiern, doch die Dohle bringt ihnen eine Nachricht von Albert, dass sie sofort verschwinden müssen, da das trojanische Pferd eine Falle ist. So reisen sie genau im richtigen Moment zurück ins Jetzt, sonst wären sie von den Griechen überfallen worden und mit Troja untergegangen.

Daraufhin begeben sie sich ein zweites Mal nach Troja; dieses Mal allerdings ins Jahr 1873. Dort entdecken Lilly und Magnus den Schatz von Troja, der gleich darauf gestohlen wird. Zuerst wird der Schafhirte Alexios beschuldigt, doch er kann beweisen, dass nicht er, sondern der Aufseher Hermann Dubios der Täter ist. Dubios wird daraufhin von einigen Arbeitern des Ausgrabungsleiters Schliemann festgehalten. Doch er kann entfliehen und will Lilly und Magnus töten. Er verletzt während eines Kampfes mit Schliemann und den Kindern das Bein von Magnus mit einer Spitzhacke. Daraufhin schleppen sich die Kinder zurück zum Tunnel, vergessen aber den blauen Kristall, mit dem die Verbindung in die Vergangenheit gehalten wird, wieder zurück an seinen Platz zu stecken. So kommt auch Dubios ins Jetzt -  und das kann dramatische Folgen haben, die im Roman nun allerdings nicht mehr beschrieben werden.

Der Roman ist in mehrere Kapitel gegliedert und mit vielen Bildern versehen. Die wenigen Fremdwörter werden stets im selben Satz erklärt und sind leicht zu verstehen. Dem Buch liegen drei Sammelkarten mit Informationen über die jeweilige Person auf der Karte und eine kleine Spielfläche bei. Das Buch „Jagd auf den Schatz von Troja“ ist in einer etwas größeren Schrift geschrieben, der Schreibstil ist einfach und flüssig. Man kann das Buch gut lesen, und es wird Spannung erzeugt, da die Handlung abwechslungsreich erzählt wird. Die Handlung ist eine interessante Mischung aus möglichem und unmöglichem Handeln der Personen. Das historische Umfeld ist überzeugend dargestellt, ebenso die Beschreibung der Kostüme und des damaligen Denkens und Handelns. Die Taten der Personen klingen realistisch, doch geben sie ab und an Anlass zu Fragen. So ist es eher unwahrscheinlich, dass Odysseus völlig orientierungslos war, da er als einer der klügsten Könige des Altertums gilt. Das Bild von Odysseus stimmt nicht mit dem überein, das man sonst kennt. Das verwirrt Leser, die die Geschichte von Odysseus schon aus dem Geschichtsunterricht her kennen. Der Autor hat an einigen Stellen auch ein paar Details vergessen. Zum Beispiel beschreibt er nicht, dass Magnus vor der Reise sein Kostüm anzieht. Der Junge trägt jedoch seinen Anzug. 

Ich würde das Buch weiter empfehlen, weil es flüssig geschrieben ist. Es sind auch einige spannende Stellen enthalten, bei denen es Freude macht zu lesen. Außerdem lernt man manches über das Leben in anderen Zeiten. Die einzige, aber deutliche Einschränkung ist das  Lesealter. Das Buch ist vielleicht für untere Jahrgangsstufen geeignet, aber wohl schon nicht mehr für die 7. Jahrgangsstufe. Ich vergebe an das Buch drei Punkte.

(Betreut von Rainer Maas) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Olaf Fritsche: Jagd auf den Schatz von Troja (Der geheime Tunnel, Bd. 2), Reinbek: Rowohlt Verlag 2007, 192 Seiten, ISBN 978-3-499-21384-7, EUR 6,90, gelesen von Katharina Brusniak. lesepunkte 3 (2008), Nr. 5, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/6124/

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Erstellt: 27.10.2008

Zuletzt geändert: 27.10.2008