Pietri_Rubincollier

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Annie Pietri: Das Rubincollier, Berlin: Bloomsbury 2007, 228 Seiten, ISBN 978-3-827-05182-0, EUR 14,90. 

 

gelesen von Teresa Marliani, 8.Klasse
Gymnasium St. Wolfhelm, Schwalmtal-Waldniel

 

lesepunkte: ●●●○○

 


In dem Roman „Das Rubincollier“ von Annie Pietri geht es um Alix, ein adeliges Mädchen, das im Paris des 17. Jahrhunderts lebt. Zusammen mit ihrem Cousin Antoine und dem Mönch Justinien versucht sie, ihren Bruder aus dem Kloster-Gefängnis Mont-Saint-Michel zu befreien.

Als der Mönch Justinien eines Tages vor dem Hoftor der Marquise de Maison-Dieu steht, hält sie den halb verhungerten Mann zuerst für einen Bettler. Als er jedoch den Namen ihres verschwundenen Sohnes, Louis-Étienne, ausspricht, bittet sie den entkräfteten Mönch hinein. Er erzählt, dass er aus seinem Kloster auf dem Mont-Saint-Michel geflohen ist, wo zugleich ein Gefängnis für Gesetzesbrecher existiert. Dort habe er Louis-Étienne in einer Zelle gesehen. Alix, die Tochter der Marquise, macht sich zusammen mit ihrem Cousin Antoine und dem Mönch  Justinien, als dieser wieder zu Kräften gekommen ist, auf, um ihren Bruder zu befreien.

Während die Drei sich auf eine gefährliche Mission begeben, beginnt die Marquise de Maison-Dieu mit der Suche nach ihrem Rubincollier, welches aus den Händen der Familie entwendet wurde und ein mysteriöses Familiengeheimnis in sich birgt, das aber erst zum Schluss der Geschichte aufgedeckt wird. 

Der Roman, der in Paris im Jahre 1681 spielt, gibt die Umwelt des siebzehnten Jahrhunderts glaubhaft wieder. Am Anfang des Buches ist es noch schwierig, die vielen verschiedenen französischen Namen den einzelnen Personen zuzuordnen, doch im Laufe der Geschichte werden die Figuren sehr gut beschrieben. Man kann sie anhand ihrer Charaktereigenschaften gut identifizieren. In der Geschichte spielen die typischen Figuren einer Happy-End-Story mit: Die kluge, hübsche Hauptperson, ein tapferer, gerechter Mann, der für sie bestimmt ist, die dazugehörigen Familien, Freunde und Helfer und natürlich die Bösewichte. 

Diese klare Unterteilung macht auf mich jedoch einen altmodischen und sogar etwas langweiligen Eindruck. Trotzdem hält Annie Pietri am Ende der Geschichte eine Überraschung bereit, die hier nicht verraten werden soll. Die Geschichte ist weitgehend verständlich geschrieben, obwohl man sich einzelne Wörter erst aus dem Zusammenhang erschließen muss. In dem Buch sind keine Bilder, Worterklärungen oder ähnliches vorhanden. Außerdem ist mir aufgefallen, dass es in dem Roman zwei Spannungsbögen, einen großen und einen etwas kleineren, gibt. Das liegt daran, dass das Buch im Prinzip zwei Geschichten enthält. Die eine handelt vom verschwundenen Rubincollier und die andere von der Befreiung von Louis-Étienne. 

Ich gebe diesem Buch drei von fünf Lesepunkten, weil ich die Schreibweise des Buches und die Geschichte nicht sehr spannend finde. Wer jedoch auf ein typisches historisches Abenteuer mit glücklichem Ende steht, wird dieses Buch interessant finden. 

(Betreut von Markus Brans) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Annie Pietri: Das Rubincollier, Berlin: Bloomsbury 2007, 228 Seiten, ISBN 978-3-827-05182-0, EUR 14,90, gelesen von Teresa Marliani. lesepunkte 3 (2008), Nr. 4, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/6044/

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Erstellt: 13.08.2008

Zuletzt geändert: 13.08.2008