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Aline Sax: Eine Welt dazwischen, Würzburg: Arena Verlag 2007, 320 Seiten, ISBN 978-3-401-06091-0, EUR 14,95.
gelesen von Lisa Schmitz, 11. Klasse
Gymnasium bei St.Anna, Augsburg
lesepunkte: ●●●●●

„Jetzt weißt du alles, Bruder. Mehr kann ich dir nicht sagen.“ (333) Mit diesen Sätzen endet das Buch, in dem sich ein junger Mann auf die Suche nach seinem eigenen Lebensweg macht.
Zu Beginn des Buches wird aus der Sicht von Adrian de Belder geschildert, wie sich seine Familie von Freunden und Verwandten verabschiedet, da sie sich entschlossen hat nach Amerika auszuwandern. Familie de Belder besteht aus dem Vater, der Mutter, der kleinen Charlotte und den Zwillingsbrüdern Adrian und Alexander. Als sie in Belgien an Bord des Schiffes gehen wollen, wird der kleinen Charlotte der Zutritt verweigert, da sie an einer Lungenentzündung erkrankt ist. Daraufhin bleiben sie und die Mutter in Belgien zurück.
Bei der Ankunft in Amerika erhält nur Adrian eine Aufenthaltsgenehmigung. Jetzt muss er sich, ohne die Sprache zu beherrschen, alleine durchschlagen. Er lernt aber bald Jack kennen und baut eine innige Beziehung zu ihm auf. Nachdem er erkannt hat, dass er homosexuell ist und sich in Jack verliebt hat, beginnt für ihn ein völlig neues Leben. Dieses wird jedoch aus der Bahn geworfen, als sein Bruder Alexander doch noch nach Amerika kommt und ihn vor eine schwere Entscheidung stellt.
Der Autorin ist es gelungen, die Atmosphäre, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts in Belgien herrschte, überzeugend darzustellen. Auch die Illusion vom amerikanischen Traum und, wie schnell dieser zerplatzen kann, wird von ihr treffend beschrieben.
Als dann die Homosexualität der Hauptperson zum zentralen Problem wird, führt Aline Sax den Leser langsam an dieses wohl vielen Menschen fremde Thema heran. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, eben wegen diesen überzeugenden Darstellungen. Außerdem finde ich die Thematik sehr ansprechend und interessant. Ich denke, dass sich Jugendliche, so wie sie in diesem Buch mit dem Thema Homosexualität konfrontiert werden, gut damit auseinandersetzen können. Das macht die Autorin durch einen einfachen Satzbau und einen leicht verständlichen Wortschatz möglich.
Aus diesen Gründen kann ich dieses Buch nur weiter empfehlen und zwar nicht nur Jugendlichen, sondern auch Erwachsenen. Im März 2008 ist die Fortsetzung von Adrians Lebensgeschichte unter dem Titel „In einem Leben wie diesem“ erschienen. Der Leser kann dort Adrian im Jahr 1911 in New York weiter begleiten.
(Betreut von Dr. Claudia Weiser)
Empfohlene Zitierweise
Aline Sax: Eine Welt dazwischen, Würzburg: Arena Verlag 2007, 320 Seiten, ISBN 978-3-401-06091-0, EUR 14,95, gelesen von Lisa Schmitz. lesepunkte 3 (2008), Nr. 3, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5913/
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Erstellt: 18.06.2008
Zuletzt geändert: 18.06.2008




