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Andreas Gößling: Der Sohn des Alchimisten, Würzburg: Arena Verlag 2007, 352 Seiten, ISBN 978-3-401-05884-9, EUR 14,95.
gelesen von Malin Gottschling und Katja Hähnlein, 9. Klasse
Gymnasium Grafing
lesepunkte: ●●●○○

Eine abenteuerliche Geschichte aus dem frühen 16. Jahrhundert: Der fünfzehnjährige Sanno hat seit langem den Verdacht, dass seine ganze Kindheit und Herkunft nur vorgespielt ist; dass sein Vater Lambertus alles nur erfunden hat, um ihn vor einer schrecklichen Wahrheit zu bewahren. Der Tod seiner Mutter und ihr ganzes früheres Leben an der Küste des Nordmeers sind ihm vielleicht nicht wahrheitsgemäß erzählt worden. Aber vor was für einer Wahrheit will ihn sein Vater schützen?
Sanno erinnert sich nämlich an nichts, doch sein Vater versucht durch Erzählungen, seine Erinnerungen an die Kindheit wiederzubeleben. Als er eines Tages im Marktgedränge dem Mädchen Lunja folgt, die ihn zu einem geheimnisvollen Magier führt, kommt Sanno ein furchtbarer Verdacht: Wäre es möglich, dass er bis zu seinem siebten Lebensjahr im Verlies eines teuflischen Alchimisten gefangen war – sollte er etwa kein Gottesgeschöpf, sondern ein künstlich erschaffener Mensch sein? Der Umstand, dass sein Bauch anstatt eines Nabels einen riesigen Narbenwulst hat und dass langsam düstere Erinnerungen in ihm aufsteigen, bestärkt seinen Verdacht. Zusammen mit Lunja macht er sich auf den gefahrvollen Weg zur Halbinsel Maledun, wo er die Wahrheit seit vielen Jahren verborgen vermutet, tief unter der Erde in einem alchimistischen Labor.
Das Buch ist in Teilen sehr spannend und anschaulich geschrieben, doch manchmal ist es aufgrund der relativ komplizierten Geschichte schwierig die Zusammenhänge korrekt zu verstehen.
Der Autor hat den geschichtlichen Hintergrund, der von der Inquisition geprägt ist, sehr gut in die Geschichte mit einfließen lassen. Grundsätzlich ist es ein lesenswertes Buch, weil es meistens flüssig geschrieben und abwechslungsreich ist; besonders gefallen hat uns die Beschreibung der zwei Freunde und deren Reise nach Maledun. Deshalb vergeben wir 3 Punkte.
(Betreut von Uta Löhrer)
Empfohlene Zitierweise
Andreas Gößling: Der Sohn des Alchimisten, Würzburg: Arena Verlag 2007, 352 Seiten, ISBN 978-3-401-05884-9, EUR 14,95, gelesen von Malin Gottschling und Katja Hähnlein. lesepunkte 3 (2008), Nr. 3, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5897/
Bitte setzen Sie beim Zitieren dieses Beitrags hinter der URL-Angabe in runden Klammern das Datum Ihres letzten Besuchs dieser Online-Adresse.
Erstellt: 18.06.2008
Zuletzt geändert: 18.06.2008




