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Christa-Maria Zimmermann: Gefangen im Packeis, Würzburg: Arena Verlag 2007, 320 Seiten, ISBN 978-3-401-02973-3, EUR 5,00. 

 

gelesen von Johanna Rathenow, 6. Klasse
Gymnasium Köln-Pesch

 

lesepunkte: ●●●●●

 


Im Jahr 1914 beginnt die Expedition zur Antarktis. Das Expeditionsschiff mit dem Namen „Endurance“ fährt zusammen mit 27 Männern und einem blinden Passagier im Oktober los. Der blinde Passagier namens Peter Blackborrow wird gleich am Anfang der Expedition entdeckt. „Der Boss“ ist seinetwegen zuerst sehr verärgert, sieht ihn aber später als einen Mann seiner Mannschaft an.

Als die Endurance also 1914 in den See sticht und nach einem Zwischenstopp in Südgeorgien auf dem Weg zur Antarktis ist, wird es immer kälter. Da die Endurance einen besonders gebauten Rumpf hat, kann sie sich durch einige Packeisstellen kämpfen, wird aber schließlich doch davon eingeschlossen. 

Dass die Besatzung im Packeis überwintern muss, war nicht geplant. Deshalb haben sie auch nicht genug Vorräte mit an Bord. Also bleiben sie den ganzen Winter über in ihrem Schiff. Die ganze Zeit passiert nichts, aber auf einmal gibt es ein lautes Krachen und die Endurance kippt zur Seite. Nun liegt sie waagerecht und man kann sich kaum noch auf ihr bewegen. Nach einigen Tagen aber stellt sie sich wieder auf. Die ganze Mannschaft ist erleichtert. Doch nun hat die Dünung angefangen und die Schollen heben und senken sich. Alle hoffen, dass nichts passiert - und in den ersten paar Tagen haben sie auch Glück. Ein paar Mal zwar treffen Schollen das Boot, aber nichts Schlimmeres geschieht. Doch eines Nachts trifft eine besonders große Scholle das Boot und es bekommt ein Leck. 

Die gesamte Mannschaft ist im Nu auf den Beinen und alle versuchen den Schaden zu beheben. Sie arbeiten Tag und Nacht, aber es klappt nicht. Die Endurance beginnt zu sinken. Sofort ziehen sie mit ihren Zelten und den Gegenständen, die sie noch retten können, auf eine dicke Scholle um. Sie müssen zusehen, wie ihr Schiff langsam sinkt. Da dies nicht von jetzt auf gleich geschieht, bauen ein paar Männer noch Teile von dem Schiff ab und holen die Lebensmittel heraus, die noch zu retten sind. Nach ein paar Monaten wird die Scholle rissig und die Mannschaft muss umziehen. Sie sucht nach einer geeigneten Scholle und findet schließlich auch eine. Darauf bleiben die Männer nur wenige Wochen, um erneut umzuziehen. Ihr Ziel ist eine Insel, die aber noch Hunderte von Meilen entfernt ist.  

Nun ist es Sommer und das Eis beginnt zu schmelzen. Sie haben drei Boote mit, in die alle Männer hineinpassen und mit denen sie in See stechen. Nach einigen Tagen und etlichen Pannen erreichen sie das Wedellmeer. Leider müssen sie aber anschließend feststellen, dass der Wind sie in die falsche Richtung geweht hat. Zum Glück finden sie aber anderes Festland. Von dort aus fährt „der Boss“ mit einigen Männern der Mannschaft los und will zurück nach Sankt Georgien schiffen, um von dort aus Hilfe zu holen. Nun geht für den Rest der Mannschaft das Warten los, Monat um Monat... 

Ich finde das Buch gut, weil es aus der Perspektive des blinden Passagiers geschrieben ist und man deshalb auch erfährt, was er erlebt und wie er mit der Situation klarkommt. Außerdem finde ich gut, dass der Inhalt des Buches spannend geschildert wird, denn ich finde, dass man bei solchen Büchern dann nicht mehr aufhören kann zu lesen. Toll finde ich auch, dass ganz hinten im Buch eine Karte der Antarktis aufgezeichnet ist, worin der Weg der Endurance markiert ist. Man kann dort immer genau gucken, wie die Endurance gefahren ist. Da immer genau beschrieben ist, wie das Umfeld aussieht, konnte ich mir es immer sehr gut vorstellen. Man kann diese Geschichte sozusagen miterleben, finde ich. 

Wie man im Nachwort erfährt, beruht die Geschichte tatsächlich auf einem wahren Ereignis. Die Autorin hat nur den Namen des blinden Passagiers geändert und sich eine Vorgeschichte für ihn ausgedacht. Dieses Buch wird Leuten besonders gut gefallen, die sehr gerne spannende Geschichten lesen. Da mir das Buch so gut gefallen hat, gebe ich ihm 5 Lesepunkte. 

(Betreut von Angela Erle) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Christa-Maria Zimmermann: Gefangen im Packeis, Würzburg: Arena Verlag 2007, 320 Seiten, ISBN 978-3-401-02973-3, EUR 5,00, gelesen von Johanna Rathenow. lesepunkte 3 (2008), Nr. 2, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5797/

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Erstellt: 11.04.2008

Zuletzt geändert: 11.04.2008