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Maiken Nielsen: Im Namen der Königin, Reinbek: Rowohlt Verlag 2007, 352 Seiten, ISBN 978-3-499-21440-0, EUR 12,95. 

 

gelesen von  Maximilian Herrmann, 6. Klasse
Gymnasium Köln-Pesch

 

lesepunkte: ●●●●○

 


1652, der Dreißigjährige Krieg zwischen den Katholiken und den evangelischen Anhängern Luthers ist seit ein paar Jahren beendet, als auf Rügen ein 14-jähriges Mädchen in Jungenkleidung von einer alten Frau im Schnee gefunden wird. Neben ihr liegt ein Degen. Die alte Frau nimmt das Mädchen und den Degen mit zu sich nach Hause. Sie denkt, das Mädchen sei tot und legt es in ein Zimmer auf ihr Bett. Als das Mädchen nach einer Weile aus dem Koma erwacht, kann es sich an nichts mehr erinnern. Die Frau, Margarethe, gibt ihr den Namen Kristina, und das Mädchen erforscht die Gegend.

Es freundet sich gleich mit Svennson an, der bei der alten Frau wohnt. Kristina findet durch einen Fechtkampf mit Svennson heraus, dass sie mit dem Degen umgehen kann. Dabei sieht ihnen der Scharfrichter zu, der denkt, Kristina sei ein Junge und zwar genau der, der vor ein paar Monaten einen Mann des schwedischen Gouverneurs schwer verletzt hat. 

Zur gleichen Zeit sind im Wald zwei Waisenkinder, die sich an einer versteckten Stelle eingenistet haben. Sie heißen Marit und David. Die beiden sind schon seit einer Weile dort. David bringt Marit bei, wie man mit Pfeil und Bogen schießt. Marit probiert es danach allein aus und sieht einen Wolf zwischen den Sträuchern. Der Wolf bemerkt den Bogen und zieht sich langsam zurück. Als er im Gesträuch verschwunden ist, lässt Marit aus Versehen den Pfeil los, und er fliegt genau in den Busch, in den der Wolf sich zurückgezogen hat. Sie hat den Wolf erlegt und die beiden Kinder essen von dem Fleisch. 

Der Scharfrichter will Kristina mitnehmen, dafür braucht er aber einen Haftbefehl und so geht er wieder los, um sich diesen zu besorgen. Margarethe und Svennson wollen Kristina erst verstecken, aber das ist zu gefährlich. 

Margarethe kommt auf die Idee, Kristina zu ihrer Schwester zu bringen. So geschieht es auch und Kristina und Margarethe machen sich mit dem Schlitten auf den Weg übers zugefrorene Meer. 

Das Pferd Margarethes, das den Namen Adolf trägt, zieht den Schlitten und es macht Kristina Spaß, übers Meer zu fahren. Als sie wieder aufs Festland kommen, gehen sie über einen Markt und ein kleiner Taschendieb namens Flink stiehlt Margarethe den Geldbeutel. Kristina rennt ihm nach, erwischt ihn und befreundet sich sogar mit ihm, als sie ihn auf dem Dachboden von Margarethes Schwester findet. 

Sie findet die neue Familie schlimm und die Familie behandelt sie auch, als sei sie Luft. Als Kristina die Familie verlassen soll, um nach Stockholm aufzubrechen, macht der Vater der Familie mit dem Kapitän eines Schiffes aus, dass er Kristina nach Stockholm mitnehmen soll. Kristina verabschiedet sich von Flink und geht ohne Bedenken, wie diese Überfahrt wohl enden könnte, auf das Schiff. Flink folgt ihr aber unauffällig. Nach einiger Zeit findet Kristina zu ihrem Erschrecken heraus, dass die Schiffsmänner Piraten sind und sie verkaufen wollen. Mit Flink gelingt ihr dann eine abenteuerliche Flucht vor den Piraten.  

Sie endet schließlich im Wald, wo sie auf die beiden Waisenkinder treffen. Kristina, Flink, Marit und David landen schließlich in Stockholm und treffen dort auf Rahim. Er erzählt ihnen, dass er in geheimer Mission für die Königin Kristina unterwegs ist. Er soll ihr ein fast verschollenes Pergament zustellen, das den Weltfrieden wiederherstellen soll. Kristina verliebt sich in Rahim… 

Will Rahim vielleicht letztlich die Königin vergiften? Wird sich Kristina wieder an ihre Vergangenheit erinnern können? 

Das Buch ist sehr gut geschrieben. Man kann sich richtig in die Situationen der Beteiligten hineinversetzen. Es ist sehr detailliert geschrieben und an manchen Stellen richtig spannend. 

Die Geschichte wird am Anfang in zwei Teile aufgeteilt und später verschmilzt sie dann zu einer Geschichte, was gut gelungen ist. Man kann allerdings am Anfang die beiden Geschichten etwas schwer auseinander halten (die Kinder im Wald und Margarethe mit Svennson und Kristina). Ich würde das Buch gerne Kindern ab 10 Jahren weiterempfehlen und gebe ihm 4 Lesepunkte. 

(Betreut von Angela Erle) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Maiken Nielsen: Im Namen der Königin, Reinbek: Rowohlt Verlag 2007, 352 Seiten, ISBN 978-3-499-21440-0, EUR 12,95, gelesen von Maximilian Herrmann. lesepunkte 3 (2008), Nr. 2, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5787/

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Erstellt: 11.04.2008

Zuletzt geändert: 11.04.2008