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Kathrin Lange: Die verbrannte Handschrift, Frankfurt am Main: Fischer Schatzinsel 2006, 368 Seiten, ISBN 978-3-596-85222-2, EUR 14,90.
gelesen von Christian Straucher, 8. Klasse
Wernher-von-Braun-Gymnasium, Friedberg
lesepunkte: ●●○○○

Im Buch geht es um die vierzehnjährige Rona aus Hildesheim, deren Leben vor ungefähr 1000 Jahren von Nonno, einem Novizen aus dem Kloster der Stadt, gerettet wird. Die beiden Freunde dringen zusammen ins Kloster ein, um sich eine wertvolle, handgeschriebene Abschrift der Bibel anzusehen. Doch als sie die Abschrift gefunden haben, geschieht das Unfassbare. Rona wirft eine Kerze um, deren Flammen sofort auf das Pergament des Buches überspringen und dieses innerhalb weniger Augenblicke verbrennt. Diese Schuld könnte sie nie begleichen, und ihr Vater müsste als Leibeigener dem Bischof dienen.
Nonno kann ihr Hoffnung machen: Seine Eltern sind reiche Adelige und so sponsert seine Mutter eine neue Abschrift und schickt ihren Diener Gunther sogleich nach Italien, um das neue Buch in der Stadt Ravenna abzuholen. Rona und Nonno wollen nicht untätig in der Heimat warten und machen sich heimlich auf den Weg, den Gunther eingeschlagen hat, und holen ihn noch vor den Alpen ein. Der folgende Teil der Reise ist ein gefährliches Abenteuer, das die drei allerdings gut bestehen: In Ravenna angekommen findet Rona auch schon neue Freunde, weshalb der Abschied von dort um so schwerer fällt. Mit dem Buch im Gepäck treten sie die Heimreise an, die genau so gefährlich wie der Hinweg wird. Doch alle kommen mit heiler Haut wieder nach Hause und übergeben dem Bischof die Abschrift der Bibel. Gegen Ende des Romans, wird es allerdings noch einmal tragisch, denn Nonno nimmt schweren Herzens von seiner neuen Liebe Rona Abschied und bleibt für lange Zeit weg. Hier macht das Buch einen Zeitsprung, doch zu guter Letzt kommt Nonno (nun ein stattlicher Mann) zurück und heiratet Rona, auch wenn er dafür seinen Adelstitel abgeben muss.
„Die verbrannte Handschrift" ist ein leicht zu lesendes Buch, das mit 368 Seiten auch nicht zu lang ist. Doch können diese Seiten zu einem Marathon werden, denn das Buch kann nicht mit Spannung und Action glänzen, was nicht verwundern würde, wäre das Buch nach einer wahren Begebenheit geschrieben. Doch dies ist nicht der Fall. Wer sich für dieses Zeitalter interessiert, wird das Buch nicht zu seinen liebsten Büchern rechnen, und wer nichts übrig hat für das Mittelalter, sollte es sich erst gar nicht zulegen. Nicht zu vergleichen ist dies Buch mit den Meisterwerken von J.R.R Tolkien oder J.K. Rowling.
(Betreut von Carina Oettle)
Empfohlene Zitierweise
Kathrin Lange: Die verbrannte Handschrift, Frankfurt am Main: Fischer Schatzinsel 2006, 368 Seiten, ISBN 978-3-596-85222-2, EUR 14,90, gelesen von Christian Straucher. lesepunkte 3 (2008), Nr. 1, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5657/
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Erstellt: 05.02.2008
Zuletzt geändert: 05.02.2008




