Schwindt

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Peter Schwindt: Gwydion. Der Weg nach Camelot, Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 2006, 320 Seiten, ISBN 978-3-473-34479-6, EUR 14,95. 

 

gelesen von Tamara Brunner, 9. Klasse
Städtische Wilhelm-Busch Realschule, München

 

lesepunkte: ●●●○○

 


Die Hauptfigur des Buches "Gwydion. Der Weg nach Camelot" von Peter Schwindt ist der junge Gwyn, der nach einem Überfall der Sachsen auf sein Zuhause einen Ritter trifft und mit ihm mitgeht, um nach Camelot zu kommen. Der sehnlichste Wunsch von Gwyn ist es nämlich, selbst Ritter der legendären Tafelrunde zu werden.

Auf seinem Weg dorthin hat er aber mit einigen überraschenden Problemen zu kämpfen: Der Ritter, Sir Humbert, verlässt ihn, er muss die Reise nach Camelot alleine fortsetzen und sich dort in Mädchenkleidern in die Burg schleichen. Um wenigstens als Knappe aufgenommen und ausgebildet zu werden, muss er seinen Mut beweisen. Als Gwyn dieses erste Ziel erreicht hat, wird es auch nicht leichter, denn er muss sich den Respekt der anderen erkämpfen und zudem noch vieles nachholen und lernen, worin ihm die anderen  voraus sind.

Nur Merlin, der Berater König Arthurs, erkennt die Bedeutung des angeblichen Bauernjungens, denn er trägt ein Medaillon, auf dem ein Einhorn zu erkennen ist. Der Prophezeiung nach wird er entweder den König oder dessen Widersacher, der dessen Sohn ist, stürzen. Davon weiß der König aber nichts, er ist nur froh darüber, dass seine Enkelin von Gwyn aus großer Gefahr errettet wird. 

Das Buch ist in drei Teilen aufgebaut: Der erste Teil beschreibt den Weg nach Camelot, meines Erachtens etwas zu ausführlich und mit einigen Längen. Hier zeigt sich ein Gwyn, der seine Entscheidungen ganz alleine treffen muss, sich damit aber nicht immer sehr leicht tut und auch viel Unsicherheit zeigt.  

Im zweiten Abschnitt ist der Junge endlich auf der Burg angekommen. Er erkämpft sich seine neue Position, weiß schon ganz deutlich, was er will, findet neue Freunde und gewöhnt sich an das Leben in der Burg.  

Diese Zeit der Sicherheit endet im dritten Teil allmählich. Gwyn fängt an, sich unter seinen Freunden als Außenseiter zu fühlen. Er zeichnet sich aus, als er die Enkelin von König Arthur rettet und so die Freundschaft des Königs und die Achtung der übrigen Ritter gewinnt. Damit verliert er aber auch seinen besten Freund, der es ihm nicht verzeiht, dass Gwyn die Enkelin des Königs rettete. 

In dem Buch spielt die Geschichte von König Artus und seiner legendären Tafelrunde eine wichtige Rolle. Immer wieder erkennt man die bereits gelesenen Geschichten wieder. Hier allerdings sind der König und seine Ritter schon ziemlich alt und reichlich träge geworden. 

Dieses Buch ist in einer leicht verständlichen Sprache geschrieben und dem Leser gelingt es dadurch leicht, sich in das Geschehen hineinzuversetzen. 

Trotzdem fand ich den Anfang der Geschichte sehr schleppend und wenig fesselnd, erst allmählich packt einen die Geschichte. Deshalb würde ich es auch nicht uneingeschränkt empfehlen. Ein Buch zu lesen, das den Leser zu Beginn langweilt, ist nicht so schön. "Gwydion. Der Weg nach Camelot" ist der erste Band mehrerer Romane über Gwyn und scheinbar ist dieser als ausführliche Einleitung zu der ganzen Reihe geplant. Für alle diejenigen, die gerne Buchreihen lesen, ist dieser Roman sicherlich empfehlenswert. Ich würde im zweiten Teil jedenfalls gerne erfahren, wie das Leben von Gwyn weitergeht. Meine Wertung: 3 Punkte. 

(Betreut von Ulrike Kopp) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Peter Schwindt: Gwydion. Der Weg nach Camelot, Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 2006, 320 Seiten, ISBN 978-3-473-34479-6, EUR 14,95, gelesen von Tamara Brunner. lesepunkte 2 (2007), Nr. 5, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5528/

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Erstellt: 19.10.2007

Zuletzt geändert: 19.10.2007