Romane

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Victoria Holmes: Reiter in der Nacht, Würzburg: Ensslin im Arena Verlag 2005, 317 Seiten, ISBN 978-3-401-45197-8, EUR 13,95. 

 

gelesen von: Sabrina Heynckes, 8. Klasse
Gymnasium St. Wolfhelm, Schwalmtal-Waldniel

 


Reiter in der Nacht ist ein packender historischer Abenteuerroman über die wunderbare Geschichte einer Freundschaft zwischen einem Mädchen und ihrem Pferd.

Südengland im Jahre 1740: Die 15-jährige Helena, Tochter von Lord Roseby, liebt Pferde über alles! Genauso wie ihr bester Freund Jamie, der Stallbursche. Als ihr Vater eines Tages das verschreckte und abgemagerte Pferd Oriel beim Kartenspielen gewinnt, ist Helena fest entschlossen Oriels Vertrauen zu gewinnen. Nach und nach werden Oriel und Helena Freunde. Helena erkennt, dass Oriel ein wundervolles Rennpferd abgibt, doch ihr Vater glaubt, dass Oriel gefährlich sein könnte, und will ihn wieder weggeben. Aber Helena gibt nicht auf. Wird sie ihren Vater davon überzeugen können, dass Oriel ein wunderbares Pferd ist und auf Schloss Roseby bleiben darf? 

Als Helena sich eines Nachts aus dem Haus stiehlt, um Oriel zu longieren, bemerkt sie eine dunkle Gestalt, die sich an einer der Pferdeboxen zu schaffen macht. Sie denkt sofort, dass diese Gestalt ein Pferdedieb sein muss, denn nun führt die Gestalt zwei Pferde auf den Hof. Dann fällt Licht auf das Gesicht des Unbekannten und mit einem Schrecken erkennt Helena ihren besten Freund Jamie. Sie beschließt ihm zu folgen. Als Helena Jamie bis zum Strand hinterhergeschlichen ist, sieht sie, dass ein paar geheimnisvolle Männer Ware am Strand verladen. Helena weiß sofort, womit sie es zu tun hat. Schmuggler! Jene Gesetzesbrecher, die die Regeln des Staates umgehen und mit denen ihr Vater immer Ärger hat. Und Jamie gehört offensichtlich zu ihnen. Doch noch größer ist Helenas Schreck, als sie erkennt, wer die Schmuggler wirklich sind, denn die Identität der Männer stellt alles in Frage, woran sie bisher geglaubt hat. 

Einige Zeit später erfährt sie dann, dass Strandräuber in ihrem Dorf ihr Unwesen treiben. Sie lassen Schiffe auf die Klippen auflaufen, um sie auszuräubern und alle überlebenden Matrosen umzubringen. Als Helena eines Tages sieht, dass das Leuchtfeuer, welches die Schiffe um das gefährliche Riff herumlenkt, gelöscht ist, sattelt sie kurzerhand Oriel um das Schiff zu retten, das gerade ahnungslos dem Tod entgegen steuert. Werden Helena und Oriel es schaffen das Schiff und seine Besatzung vor dem Tod zu bewahren? 

Das Buch von Victoria Holmes ist garantiert etwas für jeden Pferdefan. In diesem Buch wird die Freundschaft zwischen Mensch und Pferd spannend beschrieben. Es wird deutlich, wie sehr die Menschen im Jahre 1740 auf Pferde angewiesen waren. Das Buch erzählt auch etwas über die damals gültigen Gesetze. Das Thema Schmuggeln wird aufgegriffen und leicht verständlich erklärt. Dabei ist das Buch sehr gut lesbar und die Geschichte wird schon auf den ersten Seiten spannend. Ein schöner Roman mit einem wahren Kern.  

Das Buch ist meiner Meinung nach zwar nicht übermäßig spannend und gruselig, dafür aber sehr liebevoll geschrieben. Man bekommt auch nicht so schnell Albträume davon. Die Wortwahl ist relativ einfach, so dass das Lesen keine Mühe bereitet. Die ideale Ferienlektüre, mit relativ absehbarem Ende, so dass einem das Denken größtenteils erspart bleibt. Ideal für jüngere Kinder, die auch dicke Bücher lesen. Altersempfehlung: ab 10 Jahren. 

(Betreut von Karoline Zielosko) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Victoria Holmes: Reiter in der Nacht, Würzburg: Ensslin im Arena Verlag 2005, 317 Seiten, ISBN 978-3-401-45197-8, EUR 13,95, gelesen von: Sabrina Heynckes. lesepunkte 2 (2007), Nr. 2, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/4982/

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Erstellt: 18.04.2007

Zuletzt geändert: 18.04.2007