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Simone van der Vlugt, Das Klapperhaus, Düsseldorf: Sauerländer 2005, 216 Seiten, ISBN 978-3-7941-8032-5, EUR 13,90.
gelesen von Katharina Gregorek, 11. Klasse
Gymnasium Grafing

In dem Buch „Das Klapperhaus“ von Simone van der Vlugt geht es um Kris, einen Jungen, der von Alpträumen geplagt wird und auf Rat einer Freundin eine Reinkarnationstherapeutin aufsucht, obwohl er selbst nicht an Wiedergeburt glaubt. Unter Hypnose erlebt er die Geschichte von Oliver, der 1655 in Holland in der Stadt Alkmaar lebte.
Oliver ist zufrieden mit seiner Familie, seiner Freundin und seiner Ausbildung zum Maler. Eines Tages entdeckt er einen merkwürdigen Hautausschlag und wird von seinem Arzt zu einer Lepraschau geschickt. Dort beurteilen mehrere Ärzte seinen Ausschlag und kommen zu dem Ergebnis, dass Oliver an Lepra erkrankt ist. Damit verändert sich sein ganzes Leben: Oliver wird in einem Gottesdienst, der einer Beerdigung gleicht, verabschiedet, er wird gezwungen die Stadt zu verlassen, einen Aussätzigenmantel und eine Klapper zu tragen, um von jedem als Aussätziger erkannt zu werden. Menschen nähern sich ihm nur noch auf mehrere Meter Entfernung. Er kann aber in dem sogenannten „Klapperhaus“ außerhalb der Stadt mit anderen Leprakranken wohnen.
Verzweifelt, dass er seine Familie und Freunde nicht mehr sehen darf, ihm verboten ist in Städte zu gehen und er das Haus nur mit Mantel und Klapper verlassen darf, ist das Malen sein einziger Trost. Weil Oliver einfach nicht glauben kann, dass er wirklich Lepra hat und sein restliches Leben isoliert von allen Menschen und Dingen verbringen soll, die ihm etwas bedeuten, reißt er aus und fährt mit einem Mann, der Heilmittel verkauft, durch die Städte. Doch auf Dauer kann er die Krankheit nicht verheimlichen und dann bricht in mehreren Städten auch noch die Pest aus...
Mir hat das Buch gut gefallen, da es spannend und leicht verständlich geschrieben ist. Die Rahmengeschichte macht es leicht sich in das Thema einzufinden, da es auch für Kris eine vollkommen unbekannte Welt ist und er in der heutigen Zeit über das Schicksal Olivers recherchiert. So findet Kris beispielsweise das auch im Buch abgebildete Bild von Olivers Elternhaus im Museum. Man erfährt viel über den damaligen Umgang mit Krankheiten, insbesondere über Pest und Lepra.
Im Nachwort kann man mehr über die Krankheit Lepra, früher und heute, erfahren. Darüber hinaus werden in einer Worterklärung die wichtigsten Begriffe erläutert.
(Betreut von Uta Löhrer)
Empfohlene Zitierweise
Simone van der Vlugt, Das Klapperhaus, Düsseldorf: Sauerländer 2005, 216 Seiten, ISBN 978-3-7941-8032-5, EUR 13,90, gelesen von Katharina Gregorek. lesepunkte 2 (2007), Nr. 5, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5536/
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Erstellt: 19.10.2007
Zuletzt geändert: 19.10.2007




