Romane

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Roland Smith: Entscheidung am Mount Everest, Hamburg: Carlsen Verlag 2010, 320 Seiten ISBN 978-3-551-35899-8, EUR 9,95. 

 

gelesen von Vivien Reich, 7. Klasse
Winckelmann-Gymnasium, Stendal

 

lesepunkte: ●●●○○

 


Der Buchumschlag gefiel mir schon, bevor ich angefangen hatte, das Buch zu lesen. Er sagt viel über das Buch aus und mein Interesse wurde geweckt. In dem Jugendroman von Roland Smith „Entscheidung am Mount Everest“ geht es um einen vierzehnjährigen Jungen namens Peak Marcello. Zu Beginn stellt er sich und sein Leben vor, so dass es einem nicht schwerfällt, gespannt weiter zu lesen. Peaks Leidenschaft ist das Klettern. Sein leiblicher Vater ist ein berühmter Bergsteiger. Auch Peaks Mutter hatte eine Zeit lang diese Kletterleidenschaft geteilt. Aber jetzt hat er einen Stiefvater und zwei Zwillingsschwestern, mit denen er gut auskommt.

Er ist schon oft heimlich auf Wolkenkratzer geklettert, um dort sein Erkennungszeichen, einen blauen Berggipfel, anzusprühen. Doch als er dabei einmal erwischt wird, gerät er in große Schwierigkeiten. Er rettet sich vor dem Jugendgefängnis, indem er zu seinem Vater nach Thailand fährt und dort abtaucht. Sein Vater kümmert sich zwar um ihn, aber zieht auch daraus einen Nutzen für seine „Firma“. Peak erfährt nach vielen Tests beim Arzt, dass er auf den Mount Everest steigen darf. Doch das erweist sich als schwierige Sache, denn er muss sich erst akklimatisieren. 

In der Todeszone des Gipfels kann einem niemand helfen (dort verliert man leicht sein Leben). Doch sollte er es schaffen, wäre er der Jüngste, der je auf dem Gipfel war. Er lernt Sun-jo, einen Jungen in seinem Alter kennen, mit dem er sich gut versteht. Ihre Freundschaft wird aber auf eine Probe gestellt, denn Peak fühlt sich von ihm verraten. Die letzten Seiten des Romans lassen einen nicht mehr los, man will einfach weiterlesen und endlich wissen, wie es ausgeht. Da die Handlung bis zum Schluss immer geheimnisvoll bleibt und man sich die Frage stellt: Schafft er es nun oder schafft er es nicht? Doch das Buch hat schließlich ein überraschendes Ende. 

Der Roman schildert nicht nur einen Aufstieg am Mount Everest, sondern auch, wie sich Freundschaften entwickeln und wie man Absichten und Gefühle anderer Menschen erkennt. 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es weder langweilig noch unverständlich geschrieben ist. Man erfährt immer erst einen Teil von einer Figur oder einem Ereignis (zum Beispiel die Tour auf den Wolkenkratzer) und später wird mehr zu den Charakteren und Geschehnissen erzählt. Trotzdem muss man als Leser aufpassen, dass man nicht durcheinander kommt. Ich würde es aber auf jeden Fall empfehlen und vergebe daher drei Lesepunkte. 

(Betreut von Albrecht Franke) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Roland Smith: Entscheidung am Mount Everest, Hamburg: Carlsen Verlag 2010, 320 Seiten ISBN 978-3-551-35899-8, EUR 9,95, gelesen von Vivien Reich. lesepunkte 6 (2011), Nr. 2, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/8922/

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Erstellt: 06.06.2011

Zuletzt geändert: 06.06.2011