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Dietlof Reiche: Geisterschiff, München: dtv Reihe Hanser 2006 (4. Auflage), 320 Seiten, ISBN 978-3-423-62175-5, EUR 7,95. 

 

gelesen von  Dominik Hertel, 6. Klasse
Integrierte Gesamtschule Paffrath, Bergisch Gladbach

 

lesepunkte: ●●●●●

 


Lena und Felix sind die zwei Hauptpersonen in diesem Buch, die sich am Anfang der Geschichte kennen lernen. Felix macht in einem Ort am Meer mit seinen Eltern Ferien, in dem Lena, die zwölf Jahre alt ist, abends im Restaurant ihres Vaters aushilft. Das Restaurant hat einen Speisesaal, der „Muschelsaal“ genannt wird. Hier treffen sich die beiden zum ersten Mal. Lena hilft oft in den Ferien und an Wochenenden im Muschelsaal als Kellnerin aus. Und wenn Gäste sagen, dass sie noch viel zu jung für die Arbeit im Restaurant ist, dann antwortet sie immer: „Ich sehe jünger aus als ich bin!“ Felix ist genauso alt wie Lena. Der Muschelsaal bekam den Namen, weil überall im Saal verschiedene Muscheln an den Wänden befestigt sind: Herzmuscheln, Miesmuscheln, auch Kammmuscheln gibt es in verschiedenen Formen und Größen.

Lena ist die Hüterin des Geheimnisses der Windsbraut. Dies ist der Kopf einer Gallionsfigur. Einer ihrer Vorfahren war der Steuermann der Windsbraut. Als sie klein war, hat sie entdeckt, dass ein bisschen Farbe am Auge der Windsbraut fehlt. Zu ihrer großen Überraschung hat sie auch herausgefunden, dass die Augen aus Glas sind und hier liegt der Schlüssel zu einem Geheimnis. Der Kopf der Windsbraut hängt im Muschelsaal gegenüber dem Gemälde eines Kapitäns. Es ist der Mann, der den Muschelsaal erschaffen hat. Der Kopf wurde einmal zusammen mit einem Bündel an die Küste geschwemmt. Weil auch Felix sofort entdeckt hat, dass am Auge der Figur etwas abgeplatzt ist, haben die zwei sich entschlossen, das Geheimnis der Windsbraut zu lösen.  

Weitere Personen, die zum Fortgang des Romans wichtig sind: der Vater, der das Restaurant mit Muschelsaal vom Bürgermeister gepachtet hat; die Freundin von Annas Vater; Herr Engel, ein kleinwüchsiger Restaurator, der den Kopf der Gallionsfigur im Laufe der Geschichte restaurieren will; Philip genannt Krabben-Philip, weil er einen Imbissstand führt und gut mit Lena befreundet ist; der Bürgermeister, Nachfahre vom Kapitän der Windsbraut, der den Muschelsaal geerbt hat; Rosa Rot die rasende Reporterin; die Ortspolizisten Link und Hansen;   Bullinger, der mit dem Bürgermeister unter einer Decke steckt und krumme Sachen machen will. Dabei geht es um viel Gold.

Bevor der kleine Herr Engel den Kopf abholen kann, um ihn zu restaurieren, nimmt er ihn von der Wand und verstaut ihn über Nacht auf der Bodenkammer. Obwohl es Lena verboten wurde, sich mit der Windsbraut zu beschäftigen, geht sie doch mitten in der Nacht mit Taschenlampe ausgerüstet in die Bodenkammer. Sie leuchtet in den hohlen Kopf und macht eine Entdeckung, die sogar das Meer verschwinden lässt, das in einer Bucht vor ihrem Haus liegt. Schnell sucht sie Felix auf, um gemeinsam mit ihm das Geheimnis der Gallionsfigur und des Schiffes Windsbraut endgültig zu lüften. Dieses Abenteuer wird Lena auf jeden Fall niemals vergessen. 

Das Buch ist in drei Teile unterteilt und hat insgesamt 21 Kapitel. Teil 1 hat acht Kapitel, beginnt aber schon mit einem Prolog (so etwas wie eine Einleitung), Teil 2 hat 13 Kapitel und beginnt auch mit einem Prolog. Diese führen den Leser ins Jahr 1772. Ansonsten spielt die Handlung in der heutigen Zeit. Es gibt grün geschriebene Seiten. Sie sind aus dem Logbuch eines Steuermanns. Dieses war in einem Bündel im Kopf der Galionsfigur versteckt worden. Hinten im Anhang kann man nochmals alles, was im Logbuch steht, genauer durchlesen. Da einige „blutige“ Stellen vorkommen, ist dieser Roman erst ab dem zwölften Lebensjahr zu empfehlen. 

Für dieses Buch vergebe ich volle fünf Lesepunkte, weil es sehr spannend ist: hat man erst angefangen zu lesen, will man gar nicht mehr aufhören. Und für Geisterfans ist es ein unbeschreibliches Muss. 

(Betreut von Kurt Naulin) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Dietlof Reiche: Geisterschiff, München: dtv Reihe Hanser 2006 (4. Auflage), 320 Seiten, ISBN 978-3-423-62175-5, EUR 7,95, gelesen von Dominik Hertel. lesepunkte 3 (2008), Nr. 1, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5667/

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Erstellt: 05.02.2008

Zuletzt geändert: 05.02.2008