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Die visuelle Geschichte der Kunst, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 520 Seiten, ISBN 978-3-8067-4562-7, EUR 35,00. 

 

gelesen von Sabrina Taubenberger, 10. Klasse
Lise-Meitner-Gymnasium Unterhaching

 


Das Lexikon "Die visuelle Geschichte der Kunst" beschreibt auf 514 Seiten die Geschichte der Kunst, angefangen bei den Ursprüngen der Kunst bis zur Moderne des 20. Jahrhunderts, in insgesamt 9 Kapiteln. Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet: Raffaels Madonna della Sedia in der Mitte, außen herum sind etwas kleiner ein Diskuswerfer, Van Goghs Sonnenblumen, eine Atelierstaffel und eine Jugendstilbrosche angeordnet.

Am Anfang des Buches ist eine kurze Einführung zu finden, worauf ein Überblick über die Epochen der Weltkunst folgt. Zu Beginn jedes Kapitels kann der Leser auf zwei bis vier Seiten wichtige Informationen und Hintergründe zu der jeweiligen Epoche nachlesen. Dies ist interessant, da er sich damit ein besseres Bild von dem Leben der Menschen machen kann und somit auch von der künstlerischen Tradition, in denen ein Kunstwerk entstanden ist. So steht Kunst im europäischen Mittelalter für etwas ganz anderes als beispielsweise im Barock oder in der Renaissance. 

In jedem Kapitel werden auf einer Doppelseite ein Unterpunkt zu dem jeweiligen Kapitel erklärt. Zum Beispiel bei dem Kapitel über das 19.Jahrhundert werden wichtige Maler wie z.B. Manet vorgestellt, aber auch Themen wie Impressionismus, Bildformate und die Symbolisten werden angesprochen. Auf jeder Doppelseite kann man jeweils einen kurzen Text über das jeweilige Thema lesen. Der Rest der Seite ist mit vielen Bildern sehr anschaulich gestaltet. Bei jedem Bild steht der Name des Malers, wann es gemalt wurde, das Format und eine kurze Erklärung. Die 850 Abbildungen machen das Buch lebendiger und geben auch für Kinder mehr Anreiz es zu lesen und sich mit dem Thema zu beschäftigen.  

Aufgrund der eher kurzen und knappen Texte hat das Lexikon keinen Schulbuch-Charakter und ist somit auch für Jugendliche interessant, die sich für Kunstgeschichte interessieren. Der Leser erfährt in dem Buch alles über Kunststile und Kunstrichtungen, aber auch über die Techniken von der Steinhauerei bis zur Aquarellmalerei und den Farben und Materialien.  

Auf Seite 360 wird beispielsweise der Maler Munch vorgestellt. Insgesamt sind fünf seiner Werke und ein kleines Bild von ihm abgebildet. Eines dieser Werke, nämlich "Der Tanz des Lebens", ist etwas größer als die anderen Bilder abgedruckt. An der Seite ist eine kurze Erklärung zu dem Bild, die beispielsweise beschreibt, wen die Personen im Bild darstellen sollen. Der Leser erfährt auf einer Doppelseite jeweils das Wichtigste zu dem jeweiligen Thema. Außerdem kann sich der Leser durch die zwei farbigen Register am Rand des Buches gut zurecht finden. Auch das ausführliche Sach- und Ortsregister ermöglichen dem Leser schnell ein Stichwort nachzuschlagen. Auch das kleine Lexikon am Schluss des Buches geben dem Leser noch einmal die wichtigsten Informationen über die Schulen und Stilrichtungen. Zudem gibt es ein Künstlerlexikon mit 350 Namen, das die wichtigsten Künstler, Werke und Museen beinhaltet.  

Insgesamt lässt sich sagen, dass das Buch mit seinen vielen Abbildungen und zahlreich erläuterten Gemälden und Grafiken einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Kunstepochen bietet. Das Buch kann man an alle Altersgruppen empfehlen, d.h. an Kinder und Jugendliche genauso gut wie an Erwachsene. Es ist im Gerstenberg Verlag erschienen, kostet 35 Euro und ist in jedem gut sortierten Buchladen erhältlich. 

(Betreut von Walter Etschmann) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Die visuelle Geschichte der Kunst, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 520 Seiten, ISBN 978-3-8067-4562-7, EUR 35,00, gelesen von Sabrina Taubenberger. lesepunkte 2 (2007), Nr. 1, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/4881/

Bitte setzen Sie beim Zitieren dieses Beitrags hinter der URL-Angabe in runden Klammern das Datum Ihres letzten Besuchs dieser Online-Adresse.



Erstellt: 13.02.2007

Zuletzt geändert: 13.02.2007