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Peter W. Schroeder: USA – Die unvollendete Geschichte einer Supermacht, Würzburg: Arena Verlag 2010, 160 Seiten, ISBN 978-3-401-06525-0, EUR 8,95.
gelesen von Julian Hickel, 8. Klasse
Erzbischöfliche Liebfrauenschule, Köln
lesepunkte: ●●●●○

Das Sachbuch „USA - Die unvollendete Geschichte einer Supermacht“ von Peter W. Schroeder befasst sich, wie der Titel des Buches schon verrät, mit der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika mit Blick auf Gesichtspunkte wie Politik, Wirtschaft, Kultur und die Beziehungen der USA zu anderen Ländern.
Im Vorwort geht der Autor, der aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Korrespondent im Weißen Haus sehr viel Wissen über die amerikanische Mentalität besitzt, besonders auf die Faszination der Supermacht USA ein. Dabei erwähnt er auch, wie er selbst gelernt hat, gewisse Themen aus Sicht von beiden Kontinenten, also aus Sicht von Amerika und Europa, zu betrachten.
Nach dem Vorwort werden in zwölf Kapiteln, die zum Teil auch Unterkapitel enthalten, bestimmte Themen beschrieben, die für die amerikanische Geschichte von Bedeutung sind. Dazu zählen zum Beispiel die Entdeckung Amerikas, die Sklaverei und der Rassismus, das deutsch-amerikanische Verhältnis sowie die Kriegsgeschäfte Amerikas unter verschiedenen Präsidenten.
Zum besseren Verständnis gewisser Themen sind im Buch neben Bildern auch grau unterlegte Kästchen zu finden, die zumeist Schlagwörter oder eher schwierig zu verstehende Informationen näher erläutern sollen und dies auch weitestgehend tun. Zudem befindet sich ganz hinten im Buch eine Zeitleiste, die dem Leser einen Überblick über die wichtigsten Daten der amerikanischen Geschichte verschafft.
Die einzelnen Kapitel sind zwar sehr interessant und lehrreich, aber nicht chronologisch geordnet, was an manchen Stellen für Verwirrung sorgen kann und den Lesefluss teilweise unnötig behindert. Doch ist die Verständlichkeit der Sprache für die jugendliche Zielgruppe des Buches im Großen und Ganzen angemessen. Allerdings sind manchmal Fachbegriffe enthalten, für die eine nähere Erklärung durch die bereits erwähnten Kästchen ebenfalls nötig wäre. Außerdem gibt es Textstellen, die man mehrfach aufmerksam lesen muss, um den genauen inhaltlichen bzw. geschichtlichen Zusammenhang zu verstehen. Positiv an dem Buch ist aber, dass die „dunklen Seiten“ der amerikanischen Geschichte vom Autor stark kritisiert und nicht einfach verherrlicht werden.
Der Schreibstil des Buches wurde so gewählt, dass das Buch nicht langweilig wird und die Neugier auf die nächsten Kapitel beim Leser bestehen bleibt, weil der Autor die Spannung immer aufrechterhält und nichts vorwegnimmt. Ein negativer Punkt besteht jedoch noch darin, dass manche Stellen meiner Meinung nach etwas zu lang und ausführlich sind. Beispielsweise wäre es nicht nötig gewesen, die Entstehung des ganzen amerikanischen Kontinents so ausführlich zu beschreiben, da das Hauptthema des Buches nur die USA und nicht der gesamte Kontinent Amerika ist.
Insgesamt bin ich von dem Buch trotz kleiner Mängel sehr begeistert, weil nicht nur die schon bekannten Fakten über die USA erwähnt werden, sondern auch viele interessante und erstaunliche Zusatzinformationen enthalten sind. Das Buch ist im Großen und Ganzen sehr empfehlenswert. Daher vergebe ich vier Lesepunkte.
(Betreut von Anne Sevenich)
Empfohlene Zitierweise
Peter W. Schroeder: USA – Die unvollendete Geschichte einer Supermacht, Würzburg: Arena Verlag 2010, 160 Seiten, ISBN 978-3-401-06525-0, EUR 8,95, gelesen von Julian Hickel. lesepunkte 6 (2011), Nr. 4, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/9165/
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Erstellt: 13.12.2011
Zuletzt geändert: 13.12.2011




