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Natasha Narayan: Der Fluch des grünen Skarabäus (Die Abenteuer von Kit Salter 1), Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 2010, 336 Seiten, ISBN 978-3-473-34783-4, EUR 14,95.
gelesen von Robert Beetz, 6. Klasse
Apostelgymnasium, Köln
lesepunkte: ●●●●○

In diesem Buch geht es um die junge Kit Salter, ein Mädchen, das um das Jahr 1872 in Oxford lebt. Sie ist 12 Jahre alt und lebt bei ihrem Vater, der der Leiter des Naturhistorischen Museums ist. Weil ihre Mutter leider schon gestorben ist, muss sie sich um ihren etwas zerstreuten Vater kümmern. Wenn sie sich nicht um den Haushalt kümmert, muss sie meist zu Madame Minchin in den Unterricht. Zusammen mit Rachel Ani, ihrer besten Freundin, derem jüngeren Bruder Isaac, einem Bastler, und Waldo Guppi, einem arroganten Amerikaner. Sie findet den Unterricht langweilig, denn sie soll lernen, sich wie eine feine Dame zu benehmen – doch sie würde lieber eine Archäologin werden, so wie ihre Tante Hilda.
Als ihre Tante Hilda eines Tages eine alte Mumie aus Ägypten mitbringt und diese im Museum ihres Bruders ausstellen lässt, gibt es für Kit kein Halten mehr. Heimlich schleicht sie sich mit ihren Freunden ins Museum und geht zu der Kiste, in der sich die Mumie befinden sollte, doch plötzlich raschelt und wackelt diese.
Dann springt ein Junge namens Ahmed heraus und übergibt ihnen einen Brief. Mit diesem Brief beginnt ein großes, spannendes Abenteuer für die Kinder, das sie einmal um die halbe Welt bis nach Ägypten führt. Doch auf dem Weg lauern viele Gefahren...
Dieses Buch hat keine Bilder, aber die braucht es auch nicht, denn es ist so anschaulich beschrieben, dass Bilder überflüssig wären. Man kann das Buch auch weiterempfehlen, weil es mit seiner Spannung nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene fesselt. Die Verständlichkeit der Sprache ist sehr gut, was das Buch auch für jüngere Leser ab sechs Jahren gut lesbar macht. Es ist zwar beinahe eine reine Fantasiegeschichte, doch mit etwas Magie könnte es sich so zugetragen haben. Ansonsten ist das Geschehen, bis auf ein paar wenige Stellen, sehr realistisch beschrieben, also leicht zu verstehen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, denn es wird, was die Spannung betrifft, nicht unter- oder übertrieben, sodass es den Leser packt und bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Die Geschichte verankert sich im Gehirn, sodass man sich sogar in stressigen Situationen gern an diese Story erinnert, vor allem wegen der Entwicklungen der Beziehungen unter den Freunden.
An dieser Geschichte hat mir allerdings nicht so gut gefallen, dass es zu wenig von der ägyptischen Kultur handelt, sondern es mehr um das fiktive Abenteuer der Freunde geht. Auch wenn man sich gut mit den Kindern im Buch identifizieren und die Emotionen und Reaktionen nachvollziehen konnte.
Was mir besonders gut gefallen hat, sind die Zitate aus der Lehre des Ptah-Hotep. Die Lehre des Ptah-Hotep wurde im 19. Jahrhundert von dem Franzosen Prisse d'Avennes im ägyptischen Theben entdeckt. Der sogenannte Papyrus Prisse wird auf etwa 2500 vor Christus (Mittleres Reich Ägyptens) datiert und befindet sich heute im Louvre in Paris. Es ist das älteste erhaltene Buch der Welt. Ganz besonders gefallen hat mir zum Beispiel dieses Zitat: „Was auch immer geschieht – folge stets deinem Herzen und deinem Gewissen“. Ich gebe diesem Buch vier lesepunkte.
(Betreut von Katharina Frings)
Empfohlene Zitierweise
Natasha Narayan: Der Fluch des grünen Skarabäus (Die Abenteuer von Kit Salter 1), Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 2010, 336 Seiten, ISBN 978-3-473-34783-4, EUR 14,95, gelesen von Robert Beetz. lesepunkte 6 (2011), Nr. 4, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/9158/
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Erstellt: 13.12.2011
Zuletzt geändert: 13.12.2011




