Finger

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Brad Finger: 13 moderne Künstler, die du kennen solltest. Kunst für Kids, München: Prestel 2010, 48 Seiten, ISBN 978-3-7913-7014-9, EUR 12,95. 

 

gelesen von Paul Tontsch, 8. Jahrgang 

Bischöfliches Gymnasium Josephinum, Hildesheim 

 

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In dem Buch „13 moderne Künstler, die du kennen solltest“ aus der Reihe „Kunst für Kids“ von Prestel JUNIOR werden die wichtigsten Künstler der Moderne wie z.B. Joseph Beuys, Pablo Picasso oder Yves Klein aufgeführt.

Jedem Künstler sind zwei bis drei Seiten gewidmet, auf welchen je eine Kurzbiografie, bis zu drei Beispielwerke und eine Zeitleiste zu finden sind. Die Zeitleiste beinhaltet die Lebensdaten des Künstlers sowie wichtige politische und gesellschaftliche Ereignisse dieser Zeit. Außerdem ist auf jeder Seite eine Informationstabelle mit vielen wichtigen Daten zum Künstler (z.B. Wohnorte, Geburts- und ggf. Todesdatum sowie Namen der Kinder) eingegliedert. 

Anmerkungen wie Internetseiten oder Fragen an die Leser und Anregungen (zum „Selbermalen“) geben dem Buch einen interaktiven Charakter. 

Ein kleines Glossar hinten im Buch und die kurze und ausdrucksstarke Schreibweise machen das Buch auch für jüngere Kinder (ab ungefähr sechs Jahren) verständlicher. 

Neben dem interessant gestalteten Layout und den gut zusammengefassten Kurzbiografien wirkt die Auswahl der Bilder einiger Künstler wie Pablo Picasso oder Marc Chagall eher wenig gelungen, da keine der in Europa bekannten Werke vorkommen. Möglicher Grund: Der Autor Brad Finger stammt wahrscheinlich aus den USA und hat daher vor allem Werke, die in den Vereinigten Staaten ausgestellt sind, verwendet. Außerdem ist die Auswahl der Künstler etwas einseitig, weil erstens nur zwei der 13 Künstler Frauen sind und zweitens über die Hälfte der behandelten Künstler Amerikaner sind oder dort lebten. Kein Vertreter der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bedeutenden Videokunst, wie zum Beispiel Nam June Paik (1932 Seoul-2006 Miami) ist genannt.  

Zum Autor Brad Finger gibt es außer einem Vorwort auf der dritten Seite - wo auch noch einmal der Inhalt anhand von 13 Porträts der Künstler zusammengefasst wird - nicht viele Informationen. 

Auf der letzten Seite ist ein Anhang zu finden, in dem ein detaillierter Bildnachweis und einige Textquellen zu finden sind. Wie hinten im Buch nachzulesen ist, stammt der Text ursprünglich aus den USA und wurde ins Deutsche übersetzt. 

Bewertung: 

Mir gefällt das Buch gut, wobei es einige Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Am besten finde ich die Anregungen und Tipps an die Leser, sowie die bündige Schreibweise und die Informationstabellen und Zeitleisten. Das Buch vermittelt Grundwissen über moderne Kunst und könnte auch gut als Lehrmaterial an Bildungseinrichtungen verwendet werden. Mir fiel jedoch auf, dass in der Tabelle zu Joseph Beuys seine beiden Kinder nicht genannt wurden.

Das Layout und die kindgerechte Darstellung erwecken auch das Interesse weniger kunstinteressierter Leser. Leider macht die Schaffenszeit und der Kunststil vieler Künstler das Interesse einiger junger Leser zunichte, weil die meisten Künstler bereits verstorben sind, oder nicht mehr so aktiv arbeiten. Daher würde ich das Buch an Kinder erst ab ungefähr zehn Jahren oder Erwachsenen empfehlen. 

Zufälligerweise wurde mir ein Buch aus derselben Reihe („13 Bauwerke die du kennen solltest“ von Annette Roeder) geschenkt, welches durch seine schönen Bilder und einem verbesserten Aufbau sehr besticht. 

(Betreut von Dr. Sabine Schreiner) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Brad Finger: 13 moderne Künstler, die du kennen solltest. Kunst für Kids, München: Prestel 2010, 48 Seiten, ISBN 978-3-7913-7014-9, EUR 12,95, gelesen von Paul Tontsch. lesepunkte 6 (2011), Nr. 4, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/9171/

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Erstellt: 13.12.2011

Zuletzt geändert: 13.12.2011