d'Haucourt

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Claire d'Harcourt: Ich sehe was, was du nicht siehst: Kunst für kleine Entdecker, Köln: DuMont Buchverlag, 4. Auflage 2008, 64 Seiten, ISBN 978-3-8321-7220-6, EUR 19,90.

 

gelesen von Julia Große, 9. Klasse 

Winckelmann-Gymnasium, Stendal 

 

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Dieses in seiner Größe und Farbe doch recht auffällige Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Geschichte der Kunst. Angefangen bei der alten ägyptischen Kultur und der Herstellung von Totenbüchern bis hin zur französischen Malerei des 18. Jahrhunderts ist alles vertreten. So wird unter anderem erklärt, wie Mosaikmeister aus Byzanz farbige Glaswürfel zu wunderschönen und prachtvollen Mosaiken zusammensetzen und welche Rolle im 14. und 15. Jahrhundert Wandteppiche für die Fürsten und reichen Handelsleute spielten. Man erhält Informationen über japanische Ukiyo-e-Farbholzschnitt-Kunst, deren Handhabung und wie sie im Laufe der Jahre nach Europa gelangte. Zudem liefert das Buch „Ich sehe was, was du nicht siehst...“ Erklärungen zum Impressionismus, zum Surrealismus, der Revolution Picassos bis hin zum abstrakten Expressionismus und dem freien und körperbezogenen Malen. So wird eine breitgefächerte Materie über die Kunstentwicklung und ihre verschiedenen Gesichter dargestellt.

Auf den ersten Seiten dieses Werkes werden dem Leser zunächst eine Reihe von typischen Gemälden aus den verschiedenen Epochen dargeboten, doch wirkt dies auf jüngere Leser keinesfalls ermüdend. Den kleinen Kunstdetektiven wird das jeweilige Bild in spielerischer Form näher gebracht, da sie ausgesuchte Ausschnitte im Kunstwerk wiederfinden können. Diesen Gemälden folgen auf den hinteren Seiten des Buches die historischen Einblicke. Kennzeichnend hierfür ist der leichtverständliche Schreibstil der Autorin, welcher einem den Spaß am Lesen garantiert. Den Abschluss des Buches „Ich sehe was, was du nicht siehst...“ bilden zahlreiche Bildausschnitte und Klappkärtchen, in denen es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. 

Als einzigen negativen Aspekt würde ich anmerken, dass es dem Leser leichter fallen würde, sich mit den ausgewählten Kunstobjekten zu beschäftigen, wenn die Erklärungen zu den Werken unmittelbar dem Bild folgen würden, um langwieriges Blättern zu vermeiden.  

Doch ist das Buch „Ich sehe was, was du nicht siehst“ für kleine Kinder sehr geeignet, weil es einem ausgesprochen leicht fällt, einen Einstieg zu finden, die Kunst und deren Künstler zu entdecken. Auch für größere Kinder bietet es Lesegenuss, da vorhandenes Wissen aufgefrischt und erweitert werden kann. 

Ich vergebe vier von fünf Punkten, weil in diesem prall gefüllten Kunstbuch Künstler, Kunstwerke und Kunstrichtungen gleichermaßen interessant und leicht verständlich erklärt und gezeigt werden. 

(Betreut von Albrecht Franke)

Empfohlene Zitierweise

Claire d'Harcourt: Ich sehe was, was du nicht siehst: Kunst für kleine Entdecker, Köln: DuMont Buchverlag 4. Auflage 2008, 64 Seiten, ISBN 978-3-8321-7220-6, EUR 19,90, gelesen von Julia Große. lesepunkte 6 (2011), Nr. 4, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/9167/

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Erstellt: 13.12.2011

Zuletzt geändert: 13.12.2011