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Maren Gottschalk: Die Farben meiner Seele. Die Lebensgeschichte der Frida Kahlo, Weinheim: Beltz & Gelberg 2009, 224 Seiten, ISBN 978-3-407-81060-1, EUR 16,95.
gelesen von Vivien Zahn, 10. Klasse
Winckelmann-Gymnasium, Stendal
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Im Buch „Die Farben meiner Seele“ beschäftigt sich die deutsche Autorin Maren Gottschalk mit dem Leben der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo. Das Werk ist in 13 Kapitel unterteilt, wobei „Fridamanía“ und „Nachspiel“ einen Rahmen um die Biographie Kahlos bilden.
Das Interesse des Lesers wird im ersten Kapitel durch die genaue Beschreibung einer Situation, die zunächst nichts mit der Mexikanerin zu tun zu haben scheint, und einen kurzen, aufrissartigen Überblick über das Leben der Malerin geweckt. Das Anreißen verschiedener Geschehnisse, kleine Hinweise auf zukünftige Ereignisse und rhetorische Fragen ziehen sich als Gestaltungsmittel durch das gesamte Buch und erzeugen damit immer wieder neue Spannung. Viele Zitate, Auszüge aus dem Tagebuch Frida Kahlos und ihren Briefen an Freunde und Geliebte begründen und verstärken die emotionale und ergreifende Wirkung dieser Biographie. Besonders anschaulich wird sie durch die systematischen und detaillierten Beschreibungen einiger Gemälde der mexikanischen Künstlerin und die Versuche, diese zu interpretieren. Die Interpretationen übernimmt Gottschalk von anderen Kunstkritikern, ergänzt sie oder formuliert sie selbst. Sie überzeugt durch die gekonnte Kombination eigener Recherche, fremder Werke, eigener Meinung und eine übersichtliche Reihenfolge.
Einzelne schwarz-weiße Bilder sind enthalten. Diese erscheinen mir jedoch oft falsch platziert. Das bunte Cover des Buches, welches Frida Kahlo in einer traditionellen Tracht zeigt, könnte hingegen nicht besser gewählt sein. Warum, versteht man jedoch erst nach dem Lesen der Biographie.
Hervorzuheben ist auch, dass man neben der Lebensgeschichte Frida Kahlos vieles über ihre Lebensumstände und die damalige Weltsituation in kurzer Form erfährt, was das Gesamtbild abrundet. Nebenbei ist es zudem möglich, ein paar spanische Wörter zu erlernen.
Im letzten Kapitel, dem „Nachspiel“, erfährt der Leser, was mit dem Nachlass Kahlos und ihres Mannes, des Malers Diego Rivera, geschehen ist.
Möchte man sich nach dem Lesen noch einmal einen Überblick über das Leben der Künstlerin verschaffen, bietet sich die Zeittafel am Ende des Buches an. Hier ist ein kurzer Lebenslauf mit den wichtigsten Daten gegeben. Es folgt zudem eine Auswahl von Literatur über Kahlo und eine Danksagung, die auch die Recherchemethoden der Autorin genauer beleuchtet.
Das Buch zeichnet sich außerdem durch eine große, gut lesbare Schrift aus.
Mit viel Liebe zum Detail schmückt Maren Gottschalk die Biographie aus. In faszinierender Weise arbeitet sie die verschiedenen Seiten der Kahlo heraus. Mir gefällt dieses Werk sehr. Zuerst betrachtete ich das Cover zwar verhalten und ich war skeptisch, was mich erwarten würde, doch meine Meinung änderte sich schnell. Obwohl ich vorher nichts über Frida Kahlo wusste, schlug mich ihre Biographie bald in ihren Bann. Sie hat mich mitgerissen, verwundert und erschreckt zugleich. Eindrucksvoll gelingt es der Autorin, das Leben dieser besonderen Frau in Szene zu setzen.
Den Kauf dieses Buches wird man nicht bereuen. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass ich es für jüngere Kinder als ungeeignet empfinde, da trotz vieler Erklärungen ein gewisses Grundwissen über den Kommunismus und das verwandte Vokabular vorhanden sein sollte. Ansonsten empfehle ich es gern weiter.
(Betreut von Albrecht Franke)
Empfohlene Zitierweise
Maren Gottschalk: Die Farben meiner Seele. Die Lebensgeschichte der Frida Kahlo, Weinheim: Beltz & Gelberg 2009, 224 Seiten, ISBN 978-3-407-81060-1, EUR 16,95, gelesen von Vivien Zahn. lesepunkte 5 (2010), Nr. 3, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7902/
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Erstellt: 26.07.2010
Zuletzt geändert: 26.07.2010




