Steele

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Philip Steele: Mesopotamien. Die Wiege der Zivilisation. (Sehen – Staunen – Wissen) Hildesheim: Gerstenberg Verlag 2008, 64 Seiten, ISBN 978-3-8369-5554-6, EUR 12,90. 

 

gelesen von Ann-Sofie Loibl, 9. Klasse
St. Bonaventura-Gymnasium, Dillingen an der Donau

 

lesepunkte: ●●●●○ 

 


In diesem Sachbuch erfährt der Leser viele wesentliche Informationen über das Zweistromland im Gebiet des heutigen Irak. Das Buch ist in 29 Kapitel zu je einer Doppelseite unterteilt. Nach der Überschrift folgt ein kurzer, einführender informativer Text. Ansonsten finden sich in den Kapiteln sehr viele schöne Bilder von zum Beispiel Ausgrabungsstücken, deren Bildunterschriften auch oft Detailinformationen enthalten. Durch einige Karten kann man sich das Land noch besser vorstellen und Fotographien aus der heutigen Zeit machen das Buch zusätzlich interessant.

Die Kapitel behandeln sowohl Themen wie „Götter und Göttinnen“ und „Mächtige Herrscher“ als auch Reisen und Verkehr“ und „Das Gilgamesch-Epos“. In leicht verständlicher Sprache wird auf wenigen Seiten sehr viel Information geliefert, ohne dass dem Leser die Lust am Lesen vergeht. Das Buch wirkt auf mich außerdem sehr glaubwürdig, da fast immer der Fundort der auf den Bildern gezeigten Ausgrabungsstücke angegeben ist.  

Ein Nachteil des Buches aber ist meiner Meinung nach, dass die Bildbeschriftungen, die oftmals mehr Informationen beinhalten als der eigentliche Text, sehr klein gedruckt sind. Dadurch wirkt die Seite auf den ersten Blick unübersichtlich. Ein längerer, zusammen- hängender Text hätte mir deshalb persönlich besser gefallen. 

Der große Vorzug dieses Buches ist dagegen, dass nach der Lektüre sicher kaum mehr Fragen offen bleiben. Außerdem hat man beim Lesen nicht das Gefühl, dass es sich bei Mesopotamien um ein Land handelt, das es irgendwann einmal gab und das heute praktisch nicht mehr existiert, sondern es wird durch die Fotos und Informationen aus moderner Zeit als noch kulturell lebendiges Land mit einer beeindruckenden Geschichte dargestellt. Besonders gut hat mir auch das Kapitel „Vergangenes ausgegraben“ gefallen, da es zeigt, wie die Archäologen heute arbeiten, was das Buch noch glaubwürdiger macht. 

Demnach ist dies also ein Buch, das sich für Menschen, die gerne mehr über das Land der Bibel wissen möchten, und für am Land selbst Interessierte genauso eignet, wie für Schüler, die in der Schule beispielsweise in Religion oder Geschichte ein Referat über dieses Thema halten wollen. 

Insgesamt handelt es sich meiner Meinung nach bei “Mesopotamien“ um ein sehr gutes informatives und gleichzeitig interessantes Sachbuch mit kleinen Nachteilen, das 4 Lesepunkte verdient. 

(Betreut von M. Theresia Wittemann, OSF) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Philip Steele: Mesopotamien. Die Wiege der Zivilisation. (Sehen – Staunen – Wissen) Hildesheim: Gerstenberg Verlag 2008, 64 Seiten, ISBN 978-3-8369-5554-6, EUR 12,90, gelesen von Ann-Sofie Loibl. lesepunkte 4 (2009), Nr. 6, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7379/

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Erstellt: 25.12.2009

Zuletzt geändert: 25.12.2009


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