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Frank Schwieger: Das Löwenamulett, München: dtv junior 2009, 176 Seiten, ISBN 978-3-423-71339-9, EUR 5,95.
gelesen von Deniz–Marina Klarhorst, 7. Klasse
Gymnasium Köln-Pesch
lesepunkte: ●●●●○

„Das Löwenamulett“ von Frank Schwieger ist ein spannendes Buch, das vor allem für Kinder bis zum Alter von 12 Jahren geeignet ist. Es erzählt eine historische Geschichte aus der Zeit des Alten Rom, die ziemlich interessant geschrieben ist. Die Sprache ist allerdings nicht zu formell, so dass auch Kinder sie gut verstehen können.
Delia, die Tochter des bekannten Dichters Ovid, verliebt sich in Myron, einen gewöhnlichen Sklaven. Doch diesem wird zur Last gelegt, seinen eigenen Herrn überfallen zu haben. Schnell flieht der junge Sklave zu Delia und ihrer besten Freundin Lycoris, um die beiden Mädchen um Hilfe zu bitten, denn Myron hat die Tat nicht begannen. Leider wurde er von der Küchenhilfe gesehen, als er gerade neben seinem bewusstlosen Herrn stand. Alles spricht gegen den jungen Sklaven. Nur ein Löwenamulett, das Myron dem wahren Täter entwinden konnte, als dieser Myrons Herrn gerade überfallen hatte, kann den gleichaltrigen Freundinnen bei der Suche nach dem Täter weiter helfen. Zu allem Unglück wird Myron zwischenzeitlich doch noch gefangen genommen. Jetzt liegt es an den Mädchen, Myrons Unschuld zu beweisen. Leider haben sie für die Suche nach dem wahren Täter nicht viel Zeit. Sie müssen so schnell wie möglich genügend Beweise finden, ansonsten könnte es für Myron schon zu spät sein.
Ich persönlich fand das Buch gut, da es erstens in einer gut verständlichen Sprache geschrieben ist und sogar witzig war. Daher ist es auch für jüngere Kinder gut geeignet. Zweitens war das Buch überzeugend, da man sich die ganze Zeit in die Rollen der beiden Mädchen versetzen konnte. Vor allem in die Rolle von Lycoris, da sie diese Geschichte erzählt und das Buch aus der Perspektive dieser Ich-Erzählerin geschrieben ist.
Außerdem dreht sich das Buch die ganze Zeit um ein Rätsel, bei dem man auch ein wenig miträtseln kann und das ist auch ein Pluspunkt. Viertens verweist ein Anhang über noch mehr Wissenswertes auch dieser Zeitepoche. Fünftens finde ich manche Stellen sehr spannend: „Was ist denn passiert?“, fragte ich. „Du bist doch nicht etwa auf der Flucht? Weißt du nicht, was man mit entflohenen Sklaven macht?“ „Doch.“, keuchte Myron, „ich bin auf der Flucht. Und ich weiß, was mir bevorsteht, wenn man mich erwischt. Aber ich habe keine Wahl.“ Plötzlich hörten wir einen spitzen Schrei. Er schien aus dem Nachbarhaus zu kommen. Wir blickten alle drei zur offenen Balkontür.“ (86) Ich finde es nicht so gut, dass Bilder und Illustrationen nur am Anfang und am Ende des Buches vorhanden sind. Zusätzlich finde ich das Buch mit nur ca. 160 Seiten zu kurz, das Ende kommt zu überraschend und wirkt unrealistisch, aber ansonsten ist es ein gutes Buch, das ich empfehlen würde.
Vier Argumente für das Buch:
Man lernt einiges über diese Epoche
Das Buch ist interessant und spannend
Die Handlungsstränge sind nicht zu unglaubwürdig
Man könnte das Buch gut als Lektüre für den Unterricht nehmen.
Vier Argumente gegen das Buch:
Das Ende wirkt unrealistisch
Das Buch ist zu kurz
Bilder sind nicht vorhanden
Manchmal ist das Buch brutal
Der Autor bringt seine Aussagen insgesamt sehr überzeugend zum Ausdruck und es ist beim Lesen fast so als würde man sich gerade auch in der Antike befinden, in der dieses Buch spielt. Ich gebe dem Buch drei Punkte, es ist ein gutes und empfehlenswertes Buch.
(Betreut von Angela Erle)
Empfohlene Zitierweise
Frank Schwieger: Das Löwenamulett, München: dtv junior 2009, 176 Seiten, ISBN 978-3-423-71339-9, EUR 5,95, gelesen von Deniz–Marina Klarhorst. lesepunkte 4 (2009), Nr. 6, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7377/
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Erstellt: 25.12.2009
Zuletzt geändert: 25.12.2009



