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Mirela Proske: Lukas Cranach d.Ä. (Pegasus Bibliothek), München: Prestel Verlag 2007, 96 Seiten, ISBN 978-3-7913-3849-1, EUR 14,95.
gelesen von Johannes Bradt, 9. Klasse
Bischöfliches Gymnasium Josephinum, Hildesheim
lesepunkte: ●●●●○

Die von Mirela Proske verfasste Biografie erzählt das Leben des berühmten Lukas Cranach, "Des Künstlers der Reformation". Die Titelseite des Buches zeigt Lukas Cranachs, meiner Meinung nach, schönstes und wohl detailreichstes Ölgemälde: "Das Goldene Zeitalter".
Die Biografie ist in sechs Kapitel gegliedert und von Seite zu Seite begleiten wir seinen Lebensweg von seiner Geburt im Jahr 1472 bis hin zu seinem Tod 1553. Die Beschreibung seines Lebenswegs erfolgt an Hand der wichtigsten Bilder. Seinen ersten Werken "Der büßende Hieronymus" und "Klage unter dem Kreuz" folgt sein Stilwechsel zur höfischen Repräsentationskunst, der im Kapitel "Cranach als Hofmaler des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Weisen" dargestellt wird. Aus dieser Schaffensphase geht auch "Die Madonna zwischen der heiligen Katharina und der heiligen Barbara" hervor.
Das anschließende Kapitel "Ein Multitalent - Cranachs 'Mischkonzern'" berichtet uns über seine neue Werkstatt in Weimar, die sehr viele Kunden anlockt. Dort stellt er auch das Porträt seines Sohnes her. Die darauf folgenden Kapitel "Eine Religion im Wandel" und "Eine geistige Haltung" beschreiben Lukas' Handeln während der Reformationszeit, als er Martin Luther mit seiner Frau Katharina von Bora um 1526 porträtiert. Cranach hilft Luther, indem er für ihn sogenannte "Verständnisbilder" anfertigt, wie das Gemälde "Gesetz und Gnade", auf dem die Hölle, das Jüngste Gericht und Christi Kreuzigung abgebildet sind. Mit diesen Bildern kann Luther seine Weisheiten über Religion besser dem Volk verständlich machen. Das letzte Kapitel "Der späte Cranach" beendet das Buch mit der Erzählung über den Tod Cranachs 1553 in Weimar und zeigt uns seine letzten Werke wie zum Beispiel "Der Jungbrunnen". Dieses Gemälde stellt das Älterwerden der Menschen bildlich dar.
Die Sprache des Buches ist leicht zu verstehen. Von Seite zu Seite kann man neue Werke entdecken, die auch oft doppelseitig gedruckt wurden. Die negativen Aspekte des Buches sind zum einen, dass die Jahreszahlen und wichtigen Fakten sehr im Text versteckt sind. Besser wäre es gewesen, diese fett zu drucken. Andererseits gibt es kein Register, in dem man Lebensabschnitte oder Bilder hätte nachschlagen können.
Ich persönlich finde das Buch sehr informativ. Meiner Meinung nach sollte es als Ergänzung zum Unterricht genutzt werden, zum Beispiel zum Thema Reformation im Religionsunterricht. Ich vergebe dem Buch 4 Lesepunkte, da es meine Neugierde an Cranach wachhielt und viele Fragen beantwortete.
(Betreut von Dr. Sabine Schreiner)
Empfohlene Zitierweise
Mirela Proske: Lukas Cranach d.Ä. (Pegasus Bibliothek), München: Prestel Verlag 2007, 96 Seiten, ISBN 978-3-7913-3849-1, EUR 14,95, gelesen von Johannes Bradt. lesepunkte 4 (2009), Nr. 6, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7373/
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Erstellt: 25.12.2009
Zuletzt geändert: 25.12.2009






