Ayres

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Charlie Ayres: Das Leben der großen Künstler, Köln: DuMont Buchverlag 2008, 96 Seiten, ISBN 978-3-8321-9107-8, EUR 17,90. 

 

gelesen von Vivien Zahn, 9. Klasse
Winckelmann-Gymnasium, Stendal

 

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Der Autor Charlie Ayres fasst in seinem Buch „Das Leben der großen Künstler“ die Viten berühmter Künstler wie Leonardo da Vinci oder Rembrand und die Entstehungsgeschichte ihrer bekanntesten Bilder zusammen.

Das Buch ist chronologisch aufgebaut. Jeweils vier Seiten sind jedem Meister gewidmet, und sie erzählen in einer an den belletristischen Stil angelehnten Art und Weise eine anschaulich und interessant gestaltete Geschichte um den Künstler und seine Bilder. Jedes Kapitel beginnt mit einigen kurzen Angaben zum Meister selbst und dessen Stil. 

Charlie Ayres trifft zu Beginn seines Buches eine Aussage: „Es entführt dich in ihre Ateliers und Werkstätten, sodass du die Farbe riechen kannst und das Geräusch hörst, wenn der Marmor bearbeitet wird.“ Und damit verspricht er nicht zu viel. Dem Leser wird das reichhaltige Informationsangebot aufregend dargestellt und das Vergangene wird ihm nahe gebracht. Anmerkungen über frühere Erlebnisse, Krankheiten oder Aussagen des Künstlers eröffnen dem Lesenden ganz neue Deutungsmöglichkeiten und Blicke auf die Werke. 

Die Wörter „Plinthe“ und „Tempera“ sagen Dir nichts? Dann schlage doch einfach im Glossar am Ende des Buches nach. Dort wirst Du eine kurze, hilfreiche Erläuterung finden. Dieses Glossar erleichtert dem angesprochenen Leserkreis die Lektüre ungemein. Oder bist du im Rahmen des Kunstunterrichtes einmal auf der Suche nach einer Kurzbiografie, so findest Du diese in einem gesonderten Abschnitt im hinteren Teil des Buches. Bildnachweise und Angaben zu den Galerien, in denen die Kunstwerke ausgestellt sind, findest Du ebenfalls in diesem Bereich. 

Will sich der Hobbykünstler - inspiriert vom Lesen - einmal selbst im Metier versuchen, so findet er in jedem Kapitel Anregungen für eigene Werke. Diese Hinweise erscheinen jedoch oft aus dem Zusammenhang gerissen und lassen den Bezug auf zuvor besprochene Künstler vermissen. Beispielsweise die Idee, eine fantastische Landschaft zu malen, im Zusammenhang mit der Mona Lisa zu geben, erscheint mir reichlich unpassend. 

Besonders hervorzuheben ist die gute Qualität der großen Bilder und die farbliche Gestaltung der Seiten, die durch extra festes Papier und ein Hardcover sicherlich lange in gutem Zustand bleiben.  

Der einfache Ausdruck, die fantasievolle und doch fachgerechte Aufmachung und die grafische Gestaltung richten sich vor allem an jüngere Kinder. Trotzdem kann es nicht nur die Kleinen zum Versinken in unbekannte Künstlerwelten verleiten. 

„Das Leben der großen Künstler“ verbindet belletristische Elemente mit dem Informationsgehalt eines Sachbuches auf eine aufregende und empfehlenswerte Art.

Ich selbst empfand viel Freude und Interesse beim Lesen dieses tollen Werkes und kann es guten Gewissens allen Altersklassen empfehlen - auch wenn den Älteren vielleicht wie mir angesichts einiger besonders kindgerechter Formulierungen ab und zu ein Schmunzeln über das Gesicht huschen wird. Dies ist dem Buch jedoch als Pluspunkt anzurechnen.  

(Betreut von Albrecht Franke) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Charlie Ayres: Das Leben der großen Künstler, Köln: DuMont Buchverlag 2008, 96 Seiten, ISBN 978-3-8321-9107-8, EUR 17,90, gelesen von Vivien Zahn. lesepunkte 4 (2009), Nr. 6, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7359/

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Erstellt: 25.12.2009

Zuletzt geändert: 25.12.2009