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Christa Holtei: Die Schatulle des Pharao. Ein Abenteuer aus dem Alten Ägypten, München: dtv junior 2008, 128 Seiten, ISBN 978-3-423-07716-3, EUR 5,95.
gelesen von Lena Marie Bergerhoff, 7. Klasse
Gymnasium Köln-Pesch
lesepunkte: ●●●●○

Im Buch „Die Schatulle des Pharao“ geht es darum, dass in der Antike der Goldschmied Huja von Ramses II. beauftragt wird, eine goldene Schatulle anzufertigen. Diese soll dem Pharao mit ins Grab gelegt werden. Das ist eine große Ehre und er arbeitet Tag und Nacht an ihr, damit Ramses zufrieden ist. Als die Schatulle ihm dann gestohlen wird, gerät er selbst unter Verdacht, diese nicht abgegeben zu haben, was ihn in große Gefahr bringt. Hujas Kinder Merenmut und Isesi sind Zeugen des Diebstahls, doch als sie die Täter verfolgen, wird Merenmut von den Tätern gefangen genommen. Als ihr Bruder zurückkehrt, will ihm allerdings lange Zeit niemand Gehör schenken. Als er dann endlich die Aufmerksamkeit einiger Wachen und die seiner Eltern erlangt hat, glauben die Wachen ihm immer noch nicht. Trotzdem entschließen sie sich, ihm zu folgen…
Die Handlung des sehr gut illustrierten und informativen Buchs wird aus der Sicht der Kinder beschrieben. Spannend und lehrreich entführt es die Leser in das Ägypten des Jahres 1279 v. Chr., parallel zur eigentlichen Geschichte sind immer wieder kleine Sachtexte und Bilder eingefügt, die diese historische Epoche veranschaulichen, so dass auch kleinere Kinder sie mühelos verstehen können!
Hier ein Textbeispiel: „Häuser für die Ewigkeit“
Grabanlagen wie die Pyramiden oder die Gräber im Tal der Könige bedeuten für Ägypter, einen Ort zu haben, an dem sie die Ewigkeit verbringen können. Die Bilder an den Grabwänden zeigen noch heute, wie man sich das Leben des Toten in Jenseits vorstellt. Bei einem Pharao wie Sethos I. ist es das Leben als Gott unter Göttern, bei den einfachen Menschen ist es die Umgebung, in der sie gelebt haben. Dazu werden ihnen Gaben wie Möbel, Kleidung , Nahrungsmittel, Schmuck und Schminke mitgegeben. Ushebtis, kleine Dienerfiguren, kommen ihnen zur Hilfe, wenn die Götter sie in Jenseits zur Arbeit rufen. Das Grab Sethos' I. gehört zu den größten im Tal der Könige.
Wie man hier sieht, sind die Sachtexte kindgerecht geschrieben, aber meines Erachtens sind sie nicht ganz ideal in die Struktur des Buchs eingepasst. Es kommt öfter vor, dass mitten in einem Satz oder gar in einem Wort die „Lernseite“ kommt (oder auch mehrere Seiten) und der Satz oder das Wort danach erst weitergeführt wird. Das stört ein wenig, ist aber im Großen und Ganzen für das Verständnis der eigentlichen Geschichte kein Problem und meiner Meinung nach auch die einzige Schwäche des Buches. Die Stärken des Buches sind ganz klar die kindgerechte Geschichte und die lehrreichen Informationen über das frühere Ägypten.
Der Handlungszusammenhang ist überzeugend und das historische Umfeld wird realistisch dargestellt. Die Figuren sind sympathisch und es wird eine gewisse Spannung aufgebaut. Von Christa Holtei wurden bereits die drei historischen Krimis „Der Pfefferdieb“, „Der verschwundene Papyrus“ und „Skandal in Olympia“ bei dtv veröffentlicht.
Dies alles sind Bücher, die von Geschehnissen lange vor unserer Zeit berichten und zusätzlich sachliche Informationen enthalten. Der Leser wird aufgefordert mit zu rätseln, wer der Täter ist. Außerdem sind die Bücher alle sehr kindgerecht und für die gleiche Altersklasse gedacht, Kinder der 3. oder 4. Klasse.
(Betreut von Angela Erle / Michael Pfeil)
Empfohlene Zitierweise
Christa Holtei: Die Schatulle des Pharao. Ein Abenteuer aus dem Alten Ägypten, München: dtv junior 2008, 128 Seiten, ISBN 978-3-423-07716-3, EUR 5,95, gelesen von Lena Marie Bergerhoff. lesepunkte 4 (2009), Nr. 5, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7269/
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Erstellt: 01.11.2009
Zuletzt geändert: 01.11.2009




