Blazon

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Nina Blazon: Der Maskenmörder, Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 2009, 288 Seiten, ISBN 978-3-473-58284-6, EUR 6,95. 

 

gelesen von Nicola Grund, 7. Klasse
Ohm-Gymnasium, Erlangen

 

lesepunkte: ●●●●○

 


In diesem Roman geht es um einen jungen Mann namens Lucius, der im 18. Jahrhundert lebt und bei seiner Tante Isobel in London wohnt. Sie ist die reichste Frau Londons. Ihr Neffe Lucius soll die Firma ihres verstorbenen Ehemannes übernehmen. Als der berühmte italienische Sänger Amorelli in die Stadt kommt, ist Lucius' Tante höchst erfreut. Sie besuchen die Premiere von „Der Flug des Ikaros“. Dort stürzt Amorellis größter Konkurrent, der in dem Stück einen Gastauftritt hat, in den Tod. Deshalb gerät der italienische Sänger unter Verdacht und muss ins Gefängnis. Lucius' Tante ist der größte Fan von Amorelli, sie möchte unter allen Umständen seine Unschuld beweisen. Doch ihr Neffe will nur den Tod aufkären, er will Gerechtigkeit und nichts anderes. Aber an diesem Abend war auch noch die Dame in Rosa im Theater, welche er im Verlauf des Buches zeitweise verzweifelt sucht …

Gemeinsam mit Sisi, der Tochter einer Schleifennäherin, will er die Wahrheit herausbekommen. Nur was er nicht weiß: Die Dame in Rosa ist ganz dicht bei ihm. Doch es gibt noch den Constable Avory, der unbedingt die Schuld Amorellis am Tod seines Konkurrenten beweisen möchte. Das macht es natürlich nicht gerade leichter, den Mord aufzuklären, doch durch raffinierte Gedankengänge und mit vielen Freunden, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, gelingt es dem Duo Lucius und Sisi, diesen komplizierten Fall aufzuklären. Der Constable bietet Lucius, nachdem dieser den Fall so gut wie gelöst hat, eine Lehrstelle bei ihm an. Dieses Angebot nimmt Lucius voller Begeisterung an. Tante Isobel ist über den Weg, den ihr Neffe einschlägt, nicht begeistert, dennoch möchte sie ihm nicht vorschreiben, was er lernen soll. Ihr Hintergedanke ist dabei, dass ihm die Ausbildung missfallen könnte und er später schließlich doch die Firma ihres verstorbenen Mannes übernehmen wird. 

Insgesamt ist dieser Roman sehr lesenswert, wenn er auch stellenweise etwas schwer zu verstehen ist. Die Geschichte ist gut aufgebaut und hat mehrere spannende Höhepunkte. Es ist ein schönes Buch, wenn man sich mit den Verhältnissen in 18. Jahrhundert näher beschäftigten möchte. Man braucht aber auch Zeit und Geduld, da man nicht flüchtig lesen kann, wenn man an der dichten Handlung dran bleiben möchte. Das ist eine kleines Manko dieses Buches. Es gibt jedoch ein weiteres: Da sehr viele Personen im Spiel sind, die teils sehr ähnliche Namen tragen, kann es manchmal zu Verwirrungen kommen. Einen großen Vorteil hat dieses Buch: Man kann es Jugendlichen beiderlei Geschlechts in die Hand geben – es ist kein typischer Mädchen- oder Jungenroman. Eher ein Roman, bei dem man richtig denken und gut verknüpfen muss und der mit Sicherheit gefallen wird. 

Wer meint, schon vor Ende dieses Buches zu wissen, wer der Mörder ist, sollte jedenfalls die Lektüre nicht aus der Hand legen, denn sie bleibt bis zuletzt spannend. Bis zur überraschenden Auflösung, wer der wirkliche Mörder ist. Jugendliche, die viel Lesen und eine anspruchsvolle Lektüre suchen, sind bei diesem Buch gut aufgehoben. Der Preis von 6.95 EURO ist angemessen. Dieses Buch zu lesen würde ich erst ab dem 12. Lebensjahr empfehlen, da es doch einige ziemlich brutale Stellen enthält. Ich gebe diesem Buch gute vier Lesepunkte. Es ist ein sehr gut geschriebenes Buch in verständlicher Sprache, das eine klare Handlung hat. Natürlich hat dieses Buch auch einige Mankos, doch darüber lässt sich leicht hinwegsehen.

(Betreut von Hans-Martin Kühl) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Nina Blazon: Der Maskenmörder, Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 2009, 288 Seiten, ISBN 978-3-473-58284-6, EUR 6,95, gelesen von Nicola Grund. lesepunkte 4 (2009), Nr. 5, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7267/

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Erstellt: 01.11.2009

Zuletzt geändert: 01.11.2009