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Maja Nielsen: Indianer. Sitting Bull, Red Cloud und ihre Erben, Köln: headroom sound production 2008, ISBN 978-3-934887-69-5 (CD, 78 min.), EUR 12,90.
gehört von Anabelle Pöhlmann, 9. Klasse
Gymnasium St. Wolfhelm, Schwalmtal-Waldniel
lesepunkte: ●●●●○

Das Hörfeature „Indianer. Sitting Bull, Red Cloud und ihre Erben“ von Maja Nielsen handelt von der Geschichte der Lakota vom 19. Jahrhundert bis heute.
Die Erzählung beginnt um das Jahr 1820. Der Stamm der Lakota lebt in der Prärie im Herzen Amerikas und zieht immer den riesigen Büffelherden hinterher. Sie sind der mächtigste Stamm (ca.20.000 Mann) in ihrem Umfeld. 1822 wird Red Cloud geboren. Er verlebt eine behütete Kindheit, in der er schon früh auf ein Leben als Jäger vorbereitet wird. Im Alter von 14 Jahren begibt sich Red Cloud, wie alle Jungen in seinem Alter, auf die Visionssuche. In dieser soll er eine Vision vom großen Geist Wakan Tanka erhalten, die ihm enthüllt, was seine Aufgabe in dieser Welt sein wird. Die Vision zeigt ihm viele Krieger, die einen Abhang hinunter reiten. Er reitet an ihrer Spitze. Die Vision sagt ihm, dass schwere Zeiten auf ihn und sein Volk zukommen werden und er ihr Anführer sein wird.
Dass diese Vision in Erfüllung geht, soll sich später noch zeigen. Es beginnt damit, dass die Weißen 1848 in Californien Gold gefunden haben. Jährlich ziehen deswegen 50.000 Siedler durch die Jagdgründe der Indianer. Sie schleppen einige den Indianern unbekannte Krankheiten ein, durch die viele Stämme vollständig ausgerottet werden. Zudem bauen sie Eisenbahnen und veranstalten Büffelschießen, wodurch die Büffel wegziehen und nicht zurückkehren. Die Weißen wollen dadurch die amerikanischen Ureinwohner von ihrem Land vertreiben. 1860 findet man am Missouri Gold, woraufhin eine Straße durch die letzten Jagdgründe der Indianer gebaut wird. Diese lassen sich das nicht gefallen und greifen die durchziehenden Wagenkolonnen und die Soldaten der Weißen an. Red Cloud, der sich bei den Übergriffen bewährt hat, wird zum Häuptling der Lakota gewählt.
Die Weißen möchten scheinbar endlich Frieden mit den Indianern schließen und lassen die Häuptlinge der Indianer versammeln, um über den Vertrag von Fort Laramie zu sprechen. Sie versprechen den Indianern viel Geld für das Benutzen der Straße. Beide Seiten sind einverstanden, doch der Vertrag scheitert, weil die Weißen Soldaten an die Straße geschickt haben um sie zu überwachen. Red Cloud beschließt Krieg gegen die Weißen zu führen, in dem schließlich viele Soldaten sterben. Die Regierung möchte nun endlich Frieden. Der Vertrag von Fort Laramie wird unterschrieben, wobei den Indianern aufgrund der nicht vorhandenen Englischkenntnisse entgeht, dass sie in Reservate umgesiedelt werden sollen. Red Cloud sieht keinen anderen Ausweg, als zum Präsidenten der Vereinigten Staaten zu gehen. Er erreicht, dass der Fort Laramie-Vertrag insoweit aufgelöst wird, dass sich die Indianer aussuchen können, wo sie leben möchten. Red Cloud möchte nun nicht mehr kämpfen, doch seine Krieger sind nicht einverstanden und werden dabei von den Häuptlingen Sitting Bull und Crazy Horse unterstützt. Werden Sitting Bull und Crazy Horse es schaffen, die Indianer wieder zurück in die Freiheit zu bringen?
Die Informationen für die wahren historischen Ereignisse bezieht die Autorin Maja Nielsen von Henry Red Cloud, dem Ur-Ur-Enkel von Red Cloud. Dieser entwickelte im Jahr 2004 das „Lone Buffalo Projekt“. Mit diesem Projekt möchte er die Bisons wieder zurück ins Land der Lakota führen. Er möchte, dass die Indianer nicht mehr von den Almosen der Weißen abhängig sind und dass ihr Weg in die Zukunft selbst von ihnen bestimmt wird.
Ich finde das Hörbuch sehr spannend und mitreißend. Alles wird leicht verständlich erzählt. Zudem findet man beigelegt noch ein kleines Heftchen, in dem die wichtigsten Daten stehen und das Leben der Indianer teilweise noch mal beschrieben wird.
Die Altersbeschränkung würde ich von 8 auf 10 bis 99 Jahren erhöhen, da es manchmal doch etwas brutal ist. Ich empfehle das Hörbuch weiter, weil man Genaues über die Indianerkriege erfährt und dies sehr spannend und interessant erzählt wird.
Geht man auf die Website www.headroom.info, findet man noch viele andere Hörbücher von Maja Nielsen, die teilweise bereits auf www.lesepunkte.de rezensiert worden sind. Das Hörbuch bekommt von mir vier Punkte.
(Betreut von Markus Brans)
Empfohlene Zitierweise
Maja Nielsen: Indianer. Sitting Bull, Red Cloud und ihre Erben, Köln: headroom sound production 2008, ISBN 978-3-934887-69-5 (CD, 78 min.), EUR 12,90, gehört von Anabelle Pöhlmann. lesepunkte 4 (2009), Nr. 4, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7229/
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Erstellt: 31.08.2009
Zuletzt geändert: 31.08.2009




