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Pete Smith: Verschollen in der Römerzeit, Frankfurt am Main: Fischer Schatzinsel 2008, 272 Seiten, ISBN 978-3-596-80772-7, EUR 6,95.
gelesen von Alexandra Gleber, 8. Klasse
Gymnasium bei St.Anna, Augsburg
lesepunkte: ●●●●●

Nelson, Judith, Luk und Levent gehen auf das Hochbegabten-Internat Burg Rosenstolz und teilen ein weltbewegendes Geheimnis: Levent hat eine Zeitmaschine namens Madonna gebaut und diese ist sein ganzer Stolz. Bei seiner ersten Zeitreise gerät Levent in die Hände eines Inquisitors. Nur knapp retten ihn Nelson, Luk und Judith vor dem Scheiterhaufen. Nach ihrer Rückkehr beschließen sie, die Maschine vorerst nicht mehr zu benutzen. Sie wollen auch der übrigen Welt nichts von Madonna zu erzählen, da diese Nachricht schwerwiegende Folgen für das heutige Weltbild haben könnte.
Ein halbes Jahr später findet der Hausmeister in seinem Garten eine alte Münze und ein paar Tonscherben. Nach weiterem Suchen werden ein Schädel und Zähne gefunden. Darunter auch ein Bleitäfelchen mit der folgenden Inschrift:
„Si quando hoc testamentum inveneritis, vel mortuus ero vel nondum natus. Moneo vos, ne quis viam meam sequatur. Quibusdam temporibus libertati studui, quibusdam temporibus servitute affectus sum. Miriamni, sorori meae, nuntiate, ut navem, quae nos hic portavit, in immensam altitudinem mergat.“ (53)
„Wenn ihr dereinst dieses Vermächtnis findet, bin ich längst tot oder nicht einmal geboren. Ich warne euch, niemand sollte meinem Weg folgen. In der Zeit habe ich die Freiheit gesucht und in der Zeit habe ich die Knechtschaft gefunden. Sagt meiner Schwester Miriam, dass sie das Schiff, das uns hierher getragen hat, im tiefsten See versenke.“ (54)
Die zusätzliche Aufschrift „A.D. CLXVIII“ lässt darauf schließen, dass die Tafel im Jahr 168 nach Christus verfasst wurde. Noch dazu stellt sich heraus, dass in einem der Zähne eine Plombe steckt.
Den Freunden ist sofort klar, dass es sich um Zeitreisende aus der Zukunft handeln muss. Sofort bereiten sie sich auf eine Reise ins alte Rom vor, um die Geschwister zu retten.
Doch dieses Mal sind sie nicht die einzigen, die sich in das Jahr 168 nach Christus begeben. Denn ihre fiesen Mitschüler, die Zwillinge Kastor und Pollux, zwingen Levent, der das letzte Abenteuer noch nicht überwunden hatte und deswegen nicht mitgereist war, auch sie in dieses Jahr zu versetzen. Dort sorgen sie bei der Rettung von Miriam und ihrem versklavten Bruder, Gladiator Oceanus, für einigen Trubel. Der Wettlauf gegen die Zeit beginnt…
Das Buch hat 51 Kapitel und ist in 3 Teile aufgebaut. Die Geschichte ist größtenteils aus der Sicht von Nelson, zeitweise aber auch aus der von Miriam geschrieben. Mir hat das Buch sehr gefallen, da es neben der eigentlichen Handlung auch interessante historische Fakten über den Alltag der Römer und die Geschehnisse in dieser Zeit enthält: Ein Aufstand vieler Gladiatoren gegen ihren Herrn, und auch die Bezeichnungen und dazugehörigen Aufgaben vieler Ämter werden erklärt. Zum Beispiel erfährt der Leser, was in der Arena vor und nach Kämpfen zu tun war.
Andererseits stellt das Buch auch die Frage nach den Folgen, die bei der Entdeckung einer tatsächlich funktionierenden Zeitmaschine entstehen würden. Was würde passieren, wenn man in die Zeit zurückgehen und alles frei nach Belieben verändern könnte?
Dieses Buch ist für jeden Lesergeschmack geeignet, da es von historischen Ereignissen handelt und trotzdem spannend bleibt, außerdem ein gewisses Maß an Fiction besitzt, aber dennoch realitätsgetreu vorgeht. Wer Spaß an diesem Buch gefunden hat, kann auf zwei weitere Bücher aus der Reihe des Autors zurückgreifen: "Verschollen im Mittelalter" und "Verschollen in der Zukunft".
(Betreut von Dr. Claudia Weiser)
Empfohlene Zitierweise
Pete Smith: Verschollen in der Römerzeit, Frankfurt am Main: Fischer Schatzinsel 2008, 272 Seiten, ISBN 978-3-596-80772-7, EUR 6,95, gelesen von Alexandra Gleber. lesepunkte 4 (2009), Nr. 3, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7015/
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Erstellt: 16.06.2009
Zuletzt geändert: 16.06.2009




