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Cynthia Kadohata: Kira-Kira, Hildesheim: Gerstenberg Verlag 2007, 240 Seiten, ISBN 978-3-8369-5140-1, EUR 13,90.
gelesen von Alina Sassen, 8. Klasse
Gymnasium St. Wolfhelm, Schwalmtal-Waldniel
lesepunkte: ●●○○○

In dem Roman "Kira-Kira", der von Cynthia Kadohata geschrieben wurde, erzählt ein Mädchen namens Katie Takeshima von ihrer Kindheit in den Vereinigten Staaten von Amerika während der Regierungszeit des Präsidenten Eisenhower.
Katie lebt mit ihren Eltern und ihrer über alles geliebten Schwester Lynn in Iowa, die Familie stammt ursprünglich aus Japan. Katies Mutter und Vater arbeiten in einem kleinen Laden für asiatische Lebensmittel. Da dieser aber kaum Geld einbringt, müssen sie nach Georgia ziehen, wo die Eltern eine Stelle in einem großen Geflügelbetrieb annehmen. Seit diesem Umzug verändert sich das Leben der Takeshimas gewaltig.Die Eltern müssen fast pausenlos arbeiten und Katie und Lynn müssen sich in der Stadt Georgia, in der von 4000 Einwohnen nur 30 japanischen Ursprungs sind, alleine zurechtfinden. Sie werden tagtäglich mit dieser Tatsache konfrontiert.
Aber das ist nicht ihre einzige Sorge. Denn Lynns Gesundheitszustand verschlechtert sich zusehens. Am Anfang wird Katie berichtet, dass es sich um eine harmlose Krankheit handelt, doch nach einiger Zeit begreift auch sie, dass es etwas Schlimmeres sein muss. Das macht Katie sehr zu schaffen. Bis jetzt hat sie, so weit sie denken kann, alles mit ihrer Schwester zusammen gemacht und alles geteilt. Doch von nun an muss sie selbstständig werden. Sie merkt besonders im Hinblick auf ihre schulischen Leistungen, dass die Unterstützung von Lynnie, wie sie sie liebevoll nennt, fehlt.
In dem Roman wird genau erzählt, wie die Familie mit ihrer neuen Situation umgeht und sie meistert. Die neuen Umstände strapazieren ungemein ihre Nerven und die Gesundheit aller. Doch die Takeshimas werden auch zusammengeschweißt, da sie wissen, dass sie nur gemeinsam alle Hindernisse überwinden können. Cynthia Kadohata beschreibt ausführlich, wie stark und vor allem wie wichtig die Liebe innerhalb einer Familie in kritischen Lagen sein kann.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass an einigen Stellen manche Details und Handlungsabläufe wiederholt werden oder sich sehr ähneln. Dies trägt normalerweise zur besonderen Betonung von Gefühlen oder Ähnlichem bei. Doch in diesem Fall wären die Wiederholungen nicht nötig, da die Situationen häufig schon sehr genau beschrieben werden. Ich persönlich habe mich deswegen an diesen Stellen gelangweilt. Oft werden auch in dem Roman Dinge erwähnt, von welchen meiner Meinung nach nicht unbedingt berichtet werden muss und die gerade für einen jungen Leser uninteressant erscheinen.
Die Spannung nimmt im Laufe des Buches zu. Am Anfang ist sie jedoch auf ein Minimum reduziert, was dem ersten Eindruck nicht gerade zu Gute kommt, so wird man nicht gerade zum Weiterlesen ermuntert. Am Ende wird man dann aber doch noch von der sich immer mehr zuspitzenden Lage der Familie überrascht.
Hilfsmittel wie Bilder, Karten oder andere zusätzliche Erklärungen werden nicht verwendet. Dies ist aber auch nicht von Nöten, da man alles gut versteht. Insgesamt schildert Cynthia Kadohata eine bewegende Geschichte. Doch ich könnte mir vorstellen, dass viele Leser(innen) dieses Buch trotz guter Grundidee, bedingt durch die schleppende Erzählweise, nicht zu Ende lesen werden. Der Roman erhält von mir zwei von fünf Lesepunkten, da ich ihn insgesamt nicht besonders spannend und interessant finde. Wer viele und lange Beschreibungen mag und wenig Action bevorzugt, dem kann man dieses Buch allerdings empfehlen.
(Betreut von: Markus Brans)
Empfohlene Zitierweise
Cynthia Kadohata: Kira-Kira, Hildesheim: Gerstenberg Verlag 2007, 240 Seiten, ISBN 978-3-8369-5140-1, EUR 13,90, gelesen von Alina Sassen. lesepunkte 4 (2009), Nr. 3, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7007/
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Erstellt: 16.06.2009
Zuletzt geändert: 16.06.2009




