Schroeder

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Rainer M. Schröder: Die Bruderschaft vom Heiligen Gral – Der Fall von Akkon, Würzburg: Arena Verlag 2006, 488 Seiten, ISBN 978-3-401-05878-8, EUR 18,50. 

 

gelesen von Matthias Thomas, 10. Klasse
Martin-von-Cochem-Gymnasium, Cochem

 

lesepunkte: ●●●●●

 


Akkon, die stark befestigte Hafenstadt und letzte Festung des Königreichs Jerusalem, wird von den Mameluken und Sarazenen unter Führung des Sultans el-Ashraf Khalil bedroht. Innerhalb der  Mauern stehen die drei Großmeister des Johanniterordens, des Deutschritterordens und der Tempelritter mit ihren Truppen zur Verteidigung bereit. Zu ihnen gehören auch Gerolt von Weißenfeld, Maurice Montfontaine, Tarik el-Karim und der Schotte McIvor von Conleague. Diese vier werden Freunde.

Ein alter Mann mit ergrautem Bart und Templermantel eröffnet ihnen nach einem Ausfall ins Sarazenenlager von Damaskus (den sie nur durch ein von ihm gewirktes Wunder überlebt haben), dass sie auserwählt sind, eine wichtige Aufgabe innerhalb des Ordens zu bekleiden und zwar die des Gralshüters. Er berichtet ihnen, dass er der Bruder von Gottfried von Saint-Omer, einem der Gründer des Templerordens, ist und schon über 200 Jahre alt sei. Er erzählt ihnen von ihren wahren Feinden, nicht den Mameluken, sondern den Iskaris, den Anbetern des Bösen. Ihr Anführer ist Sadju, der ein direkter Nachfahre des Judas Iskariot ist. Daher nennen sie sich auch selbst stolz Judasjünger. 

Die vier Freunde versprechen, sofort nach dem Fall der Mauern von Akkon in die Kirche St. Joseph von Arimathäa (benannt nach dem Gründer der Gralshüter) zu kommen, wo sich der alte Abbé Villard mit seinen beiden blinden Dienern Bismilla (In-Allahs-Namen) und dessen Bruder Dschullab (Rosenwasser) aufhält. 

Doch als die Mauern fallen, wird der Großmeister der Templer, Guillaume von Beaujeau, durch eine Lanze getötet. Die vier Freunde geben ihm das letzte Geleit. Sie denken erst wieder an den Abbé, als Bismilla und Dschullab sie aufsuchen. Doch dann verstellen ihnen Iskaris den Weg zur Kirche... 

Das Buch von Rainer M. Schröder bespricht die Problematik der Kreuzzüge und geht in seiner Chronologie von der Gründung des Templerordens bis zum Fall Akkons, der letzten befestigten Hafenstadt des Königreichs Jerusalems, also vom 11. bis zum 13. Jahrhundert. Dabei liegen der Handlung historische Daten zu Grunde, das historische Umfeld ist sehr genau recherchiert. 

Dazu gehören der Tod des Templergroßmeisters Guillame von Beaujeau, sowie auch der spannende Anhang zur weiteren Geschichte der Tempelritter im Heiligen Land. Auch die Grundrisskarten einzelner Städte und Landschaften, die im Anhang zu finden sind, helfen dabei, dass man sich ein sehr genaues Bild von der Situation machen kann. 

Alles in allem ein sehr lesenswertes und spannendes Buch. Ich vergebe 5 Punkte und kann es kaum erwarten, den zweiten Teil „Das Amulett der Wüstenkrieger“ zu lesen. 

(Betreut von Oliver Simon)

 

 

Empfohlene Zitierweise

Schröder Rainer M Die Bruderschaft vom heiligen Gral, in: historicum.net, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/8310/

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Erstellt: 14.04.2009

Zuletzt geändert: 14.04.2009