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Bradley Finger: Jan Vermeer (living_art), München: Prestel Verlag 2008, 128 Seiten, ISBN 978-3-7913-3947-4, EUR 9,95.
gelesen von Alexander Fehler, 8. Klasse
Bischöfliches Gymnasium Josephinum, Hildesheim
lesepunkte: ●●●●○

Das Buch „Jan Vermeer" gehört zu der im Kunstverlag Prestel erscheinenden Reihe „living_art", in der das Leben und die Werke berühmter Künstler beschrieben werden. Die im typischen Delfter Blau gehaltene Titelseite zeigt das berühmteste Werk Jan Vermeers: „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge". Die aufklappbare Umschlagseite gibt einen Überblick über das Weltgeschehen zur Zeit Vermeers, also von 1632-1675. Dies ist eine gute Einstiegshilfe, da so eine zeitliche Einordnung möglich ist.
Das Buch ist in sechs Kapitel gegliedert: Es beginnt mit einer „Rückblende", die dem Leser die Niederlande und insbesondere die Stadt Delft, die Heimatstadt Vermeers, im 16. und 17. Jahrhundert vorstellt. Das nächste Kapitel „Ruhm und Ehre" beschreibt Jan Vermeers Erfolg, den er bereits zu Lebzeiten hatte. Daran schließt sich das Kapitel „Die Kunst" an, welches die Maltechniken Vermeers, insbesondere die Wahl der Perspektive sowie des Lichteinfalls erklärt. Die darauffolgenden Kapitel „Das Leben" und „Die Liebe" beziehen sich auf diese Bereiche des Künstlers Vermeer. Das Buch schließt mit dem Kapitel „Heute", in dem von der Wiederentdeckung der Werke Vermeers berichtet wird.
Das Buch ist gerade auch von Kindern oder Jugendlichen leicht zu lesen, da es ein sehr gutes Bild-Textverhältnis bietet: Auf jeder Seite gibt es farbige Abbildungen. Wichtige Werke Vermeers werden jeweils auf einer ganzen Buchseite dargestellt. Besonders gelungen sind die Doppelseiten „spots", die jedes Kapitel einleiten und einen schnellen Überblick verschaffen.
Es gibt aber auch einige negative Aspekte, die mir beim Lesen des Buchs aufgefallen sind. Zunächst hat das Buch kein Register, so hat man nicht die Möglichkeit gezielt nach bestimmten Begriffen zu suchen. Auch die anhängende Übersicht der Werke Vermeers ist nicht sehr hilfreich, da die Bilder nicht nach Titel, sondern nach der Seitenzahl, auf der sie im Buch gedruckt sind, aufgelistet wurden. Wenn man ein bestimmtes Werk sucht, muss man entweder das ganze Buch durchblättern oder seitenweise das Verzeichnis durchgehen.
Besonders gut gefallen hat mir das Kapitel „Heute", in dem erklärt wird, was aus den Werken Vermeers geworden ist und welche späteren Künstler sich an Vermeer orientiert haben. Es werden auch Bilder des Films gedruckt, der die Geschichte des berühmtesten Bildes „Das Mädchen mit dem Perlenohrring" erzählt. Das Buch hat mein Interesse am Künstler Jan Vermeer geweckt, den ich vorher kaum kannte, so dass ich mir anschließend sogar den Film anschaute. Insgesamt ein sehr ansprechendes Kunstbuch, das ich mit 4 Lesepunkten bewerte.
(Betreut von Dr. Sabine Schreiner)
Empfohlene Zitierweise
Bradley Finger: Jan Vermeer (living_art), München: Prestel Verlag 2008, 128 Seiten, ISBN 978-3-7913-3947-4, EUR 9,95, gelesen von Alexander Fehler. lesepunkte 4 (2009), Nr. 1, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/6805/
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Erstellt: 16.02.2009
Zuletzt geändert: 16.02.2009




