Ascherl

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Jolana Ascherl: Diana, Merkur & Co.: Römischen Göttern auf der Spur, Mainz: Verlag Philipp von Zabern 2007, 50 Seiten, ISBN 978-3-8053-3785-4, EUR 19,90. 

 

gelesen von Benedikt Straßinger, 6. Klasse
Wernher-von-Braun-Gymnasium Friedberg

 

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Das zu besprechende Buch ist in zehn Abschnitte eingeteilt. In Kapitel 1 wird erzählt, wie die Römer zu ihren Göttern kamen: Sie „nahmen“ wichtige griechische Götter „bei sich auf“ und passten sie ihren Vorstellungen an. Kapitel 2 beschäftigt sich mit dem Priester, dem sogenannten „Flamen“, der die Verbindung zwischen den Menschen und den Göttern herstellte. Hier finden sich viele Gedankensprünge. Zuerst wird von den Priestern berichtet. Es folgt eine Bildbeschreibung, danach werden Priesterinnen, die Opfer, kurz die Zusammenstellung des Heeres, Steuern und Wahlen angesprochen.

Nun werden in den folgenden Kapiteln verschiedene römische Götter einzeln vorgestellt. Jeden Gott charakterisiert die Überschrift kurz und einprägsam: Diana – flink und treffsicher: Diana, die Jagd- und Naturgöttin, konnte besonders gut rennen, sehr gut mit Pfeil und Bogen umgehen und galt als Herrin der Tiere. Merkur – immer geschäftlich unterwegs: Merkur war sehr „sportlich“. Auf seinen Botendiensten war er ständig unterwegs. Neptun – wasserdicht: Der Gott für Quellen, Flüsse und Seen wurde von den Römern mit dem griechischen Gott Poseidon gleichgesetzt und erhielt einen Dreizack. Vulkan – hitzebeständig: Den Feuergott haben sich die Römer als Schmied vorgestellt. Er ist gleichzusetzen mit dem griechischen Gott Hephaistos. Vesta – Heimchen am Herd: Vesta wurde als Göttin des Herdfeuers verehrt. Beim Vestafeuer dachten die Römer daran, dass sie zum Beherrscher der Welt wurden. Ceres – rund um Saat und Getreide: Ceres ließ Getreide aufgehen und reifen. Ceres wurde mit der griechischen Demeter gleichgesetzt. Bacchus – weinselig: Wein war bei den Römern eines der wichtigsten Getränke, und dafür musste es schließlich auch einen eigenen Gott geben. 

In diesen sieben Kapiteln erfährt der Leser einiges über die Götter, ihre Aufgaben, ihre Eigenschaften und auch darüber, wie sie nach Vorstellung der meisten Römer wohl aussahen. Interessant dargestellt ist hierbei, wie die Römer früher gelebt haben, denn das Buch verbindet die Religions- mit der Alltagsgeschichte. Die römischen Lebensumstände und Gewohnheiten sind anschaulich beschrieben. Allerdings fällt die Lektüre nicht immer leicht, denn die Sätze sind manchmal sehr lang und verschachtelt. 

Im letzten Kapitel wird der Leser aufgefordert, selbst Götter zu erkunden. Oft verweist das Buch auf Themen („davon gleich mehr“), die erst an anderer Stelle behandelt werden. Für mich war es problematisch, dass die Kenntnis des ersten Bands der Reihe („Jupiter, Juno, Minerva & Co.) oft Voraussetzung ist. Das Thema wird hierbei zwar angeschnitten, aber nicht erklärt („ ihr erinnert euch“, „... habt ihr im ersten Buch eine Antwort bekommen“). Das Buch bekommt von mir zwei Lesepunkte. 

(Betreut von Dr. Christof Paulus)

 

 

Empfohlene Zitierweise

Jolana Ascherl: Diana, Merkur & Co.: Römischen Göttern auf der Spur, Mainz: Verlag Philipp von Zabern 2007, 50 Seiten, ISBN 978-3-8053-3785-4, EUR 19,90, gelesen von Benedikt Straßinger. lesepunkte 3 (2008), Nr. 6, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/6651/

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Erstellt: 15.12.2008

Zuletzt geändert: 15.12.2008