Weidner

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Stefan Weidner: Allah heißt Gott. Eine Reise durch den Islam, Frankfurt am Main: Fischer Schatzinsel 2006, 240 Seiten, ISBN 978-3-596-85212-3, EUR 14,90. 

 

gelesen von Lisa Eickelberg, 9 Klasse
Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium, Viersen

 

lesepunkte: ●●●○○

 


Religion für die Jugend von heute? In dem religiösen Sachbuch „Allah heißt Gott. Eine Reise durch den Islam“ von Stefan Weidner werden verschiedene Fragen zum Islam beantwortet und dabei wichtige Personen, Institutionen und Begriffe erklärt.

Das Buch ist gut strukturiert aufgebaut in verschiedene Kapitel mit vielen Unterüberschriften. Es erklärt erst grundlegende Kenntnisse: Wer sind die Muslime, was ist der Koran und wie steht er im Kontrast zur Bibel? Es erläutert zum Beispiel die Glaubensfragen und wer sie „erfunden“ hat. Ein Kapitel heißt „Der Islam und wir“, dort werden die Unterschiede in der Religion zwischen dem Islam und dem Christentum dargestellt. Außerdem wird erklärt, wer sich überhaupt offiziell Muslime nennen darf bzw. kann. Man lernt auch viel über den Propheten Mohammed. Woher er kam, was er gemacht hat und was ihn zum Propheten machte. 

Ein anderes Kapitel ist „Die islamische Welt heute“, dort wird der Kontrast von früher zu heute beschrieben. Das Buch widmet unter anderem auch ein Kapitel Osama bin Laden, dem Hauptverantwortlichen, der damals im Jahre 2001 den Anschlag auf das World Trade Center in New York zu verantworten hatte, bei dem mehr als 3000 Menschen starben. Es gibt viele interessante  Unterkapitel, die zum Beispiel den Unterschied zwischen den deutschen und den islamischen Namen erklären – warum sind unsere Namen so verschieden?

Der Autor des Buches schreibt gute und verständliche Texte. Kommt in einem Text ein Fremdwort vor, erklärt er es, wenn möglich sogar noch an einem Beispiel. Er gibt für seine Informationen Quellen an, unter anderem den Koran. Zum Bespiel, wenn er erläutert, wer ein Kopftuch trägt und ob es überhaupt Pflicht ist. Allerdings weiss der Autor auch viel durch eigene Erfahrung, weil er selbst in islamischen Ländern gelebt hat. Er kann beispielsweise das Leben in einer islamischen Familie beschreiben, weil er es selbst miterlebt hat (er machte Urlaub bei seinen muslimischen Freunden). 

Ich finde, dass das Buch lesenswert ist, alleine schon wegen den vielen Bildern und den guten Erklärungen. Ich würde es allerdings eher einer Grundschulklasse oder einer Fünften Klasse empfehlen, weil das Buch für eine siebte oder achte Klasse dann doch zu einfach geschrieben ist. Ich glaube, dass man das Buch aber auch gut zu Hause lesen kann. Ältere Jugendliche oder Erwachsene könnten meiner Meinung nach ein anspruchvolleres bzw. ein schwierigeres Buch lesen. 

(Betreut von Dorothee Hüttenberger) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Stefan Weidner: Allah heißt Gott. Eine Reise durch den Islam, Frankfurt am Main: Fischer Schatzinsel 2006, 240 Seiten, ISBN 978-3-596-85212-3, EUR 14,90, gelesen von Lisa Eickelberg. lesepunkte 3 (2008), Nr. 4, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/6055/

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Erstellt: 13.08.2008

Zuletzt geändert: 13.08.2008