Venzke

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Andreas Venzke: Luther und die Macht des Wortes, Würzburg: Arena Verlag 2007, 112 Seiten, ISBN 978-3-401-06041-5, EUR 7,95. 

 

gelesen von Lisa Marie Lenz, 9. Klasse
Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium, Viersen

 

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In dem Sachbuch "Luther und die Macht des Wortes" von Andreas Venzke, das im Arena Verlag erschienen ist, geht es um das Leben und die Taten des Reformators Martin Luther und die Zeit in der er lebte. Es handelt also von wahren Begebenheiten.

Martin Luther wurde 1483 in Eisleben geboren und war der Mann, durch dessen Lehre die Reformation ihren Anfang nahm und die Macht der katholischen Kirche das erste Mal ins Wanken geriet. Er ließ sich nie von seinem Weg abbringen und ist wohl einer der bedeutsamsten Männer der christlichen Kirche. 

Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt. Es folgen immer abwechselnd ein erzählendes Kapitel, in welchem Luther als Ich-Erzähler auftritt und anschließend Sachkapitel, in denen lehrreiche und interessante Hintergrundinformationen über Luther oder das allgemeine Leben im ausgehenden Mittelalter vermerkt sind. Zum Beispiel wird man über Themen wie "Reichstage und Konzile" oder "Das Klosterleben" informiert. 

In den erzählenden Kapiteln findet man eine Menge an comicartigen Zeichnungen, die Luther in allen möglichen Situationen darstellen. "Echte Bilder", wie zum Beispiel ein Gemälde von dem Portraitmaler Lucas Cranach oder diverse Kupferstiche, die Luther darstellen, kann man sich in den Sachkapiteln anschauen. Im hinteren Teil des Buches befinden sich ein Glossar, in dem man unverständlichere Begriffe erklärt bekommt, wie zum Beispiel „Scholastik“ oder „Vesper“, und eine Zeittafel, die alle wichtigen Daten zu Luthers Leben von seiner Geburt an bis zu seinem Tode 1546 enthält. 

Ich persönlich mag an dem Buch besonders die zahlreichen Illustrationen, die man auf jeder Seite antrifft, da sie das, was auf der jeweiligen Seite behandelt wird, noch einmal verdeutlichen. Außerdem ist der Text verhältnismäßig leicht zu verstehen und lässt sich deswegen gut lesen. Mir gefällt die Art, wie der Autor schreibt. Alles ist sehr überzeugend und lustig geschrieben. Auch Zitate Luthers wie "Nur aus einem glücklichen Arsch kommt ein fröhlicher Furz" (42) lockern das eigentlich ernste Thema ein wenig auf und lassen einen sogar schmunzeln. Was mir nicht so gut gefallen hat, war der Titel. "Luther und die Macht des Wortes" hat mich (und einige von mir Befragte) nicht angesprochen und ich hätte das Buch aufgrund seines Titels nicht gelesen. Auch die Beschreibung des Inhalts auf der Rückseite hilft da nicht wirklich. Wenn man aber einmal die Einleitung gelesen hat, denkt man "Hm, für ein Sachbuch über Martin Luther und die Reformation, ist es doch sehr modern und ansprechend geschrieben" und so liest man weiter, wundert sich immer wieder, wie der Autor Andreas Venzke aus einem wohl für die meisten langweiligen Thema ein interessantes Buch zaubert. 

Zu empfehlen ist dieses Buch allen, die sich , wenn auch nur ein bisschen, für Religion interessieren oder eine gute Grundlage zu Martin Luther oder der Geschichte der evangelischen Konfession benötigen.

Trotz der schwierigen Thematik und des spröden Titels vergebe ich vier von fünf Punkten, da dieses Buch alles in allem sehr schön gemacht ist und man viel lernen kann und auch einiges behält. 

Betreut von Dorothee Hüttenberger) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Andreas Venzke: Luther und die Macht des Wortes, Würzburg: Arena Verlag 2007, 112 Seiten, ISBN 978-3-401-06041-5, EUR 7,95, gelesen von Lisa Marie Lenz. lesepunkte 3 (2008), Nr. 4, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/6063/

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Erstellt: 14.08.2008

Zuletzt geändert: 14.08.2008