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Rainer Crummenerl/Hauke Kock: Abenteuerreise von den Dinosauriern bis zu den Wikingern. Die spektakulärsten Fundorte in Deutschland, Österreich, Schweiz, Würzburg: Arena Verlag 2005, 48 Seiten, ISBN 978-3-401-05764-4, EUR 9,95.
gelesen von Moritz Fußangel, 6. Klasse
Werner-Jaeger-Gymnasium, Nettetal
lesepunkte: ●●●●○

Wie der Untertitel schon sagt, begibt sich der Leser auf eine Zeitreise, eine Reise zu paläontologischen und archäologischen Fundorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Paläontologen gründen ihre Forschung auf Fossilien und Knochen pflanzlichen und tierischen Ursprungs. Archäologen hingegen beschäftigen sich ausschließlich mit Funden vom Menschen.
In einem kurzen Vorwort „Aus der Erde ans Tageslicht“ werden diese Wissenschaften erklärt. In den nächsten nun folgenden Kapiteln beschäftigen sich die Autoren erst einmal mit dem Perm, der Trias, der Jura, der Kreidezeit sowie mit den ersten Säugetieren. Das Perm umfasst einen Zeitabschnitt, der fünfzig Millionen Jahre dauerte. Es begann vor etwa dreihundert Mio. Jahren und endete vor ca. zweihundertfünfzig Mio. Jahren. Darauf folgte die Trias, in der zum ersten Mal die Dinosaurier auftraten. Sie begann vor ungefähr zweihundertfünfzig Mio. Jahren und endete vor ca. zweihundert Mio. Jahren. Der Jura begann vor etwa zweihundert Mio. Jahren und endete vor hundertfünfzig Mio. Jahren. Dann vor hundertfünfzig Mio. Jahren stellte sich die Kreidezeit ein; sie endete vor fünfundsechzig Mio. Jahren und ihr Ende war gleichzeitig auch das Ende der Dinosaurier. Im Kapitel über das Perm geht es um den versteinerten Wald von Chemnitz, in dem die Todesursache der damaligen Lebewesen erklärt wird. Es ist ebenfalls sehr interessant zu erfahren, was mit den Überresten der versteinerten Pflanzen gemacht wurde.
Im darauf folgenden Kapitel geht es um den ersten „deutschen“ Dinosaurier, den Plateosaurus. Es wird erklärt, was er fraß und wo die ersten Überreste gefunden wurden. Des weiteren werden auch andere Fundorte von Überresten des Plateosaurus genannt. Dann geht die Reise weiter ins Meer der Jurazeit; hier wird viel über die Tiere, die sich zu dieser Zeit im Meer tummelten, berichtet - wie sie ihre Beute jagten und warum der Plesiosaurus einen so extrem langen Hals hatte. Auch der vogelähnliche Archäopteryx wird in einem eigenen Kapitel vorgestellt. Wie sah sein Lebensraum aus? Konnte er wirklich fliegen? Solche Fragen werden geklärt. Das letzte Kapitel, das von Dinosauriern handelt, geht auf versteinerte Fußspuren der Dinosaurier ein.
Weiter geht es dann mit dem „Schatz von Messel“, der größten Fundstätte von urzeitlichen Säugetieren in allen deutschsprachigen Ländern. Darauf wiederum folgt ein Kapitel über die Geschichte der Menschen. Dieser Text erklärt ihr damaliges Werkzeug und ihre Merkmale.
Der Text zum „Mammut von Siegsdorf“ erklärt unter anderem, wie das Mammut starb und wo es gefunden wurde. Dieses Kapitel finde ich sehr interessant, weil man sich die damalige Landschaft sehr gut vorstellen kann. Als nächstes lernt man viel über den Neandertaler - wie er gefunden wurde, wie sein Leben vermutlich aussah und wie er zu seinem Namen kam.
Danach begibt sich der Leser in die Heimat der Höhlenbären; er lernt, wo die Höhlenbären tatsächlich hausten, und dass der erste Höhlenbär einfach nur durch einen Zufall gefunden wurde. Darauf folgt ein Kapitel über die steinzeitlichen Jäger. In diesem Kapitel steht, was sie aßen, wie sie ihre Beute in die Enge trieben, wie ihre Waffen aussahen und wie sie ihre Häuser bauten.
Nun befindet sich der Leser am bronzezeitlichen Bodensee, wo die Germanen einige Dörfer aus Pfahlbauten besaßen. Sehr interessant ist es auch zu erfahren, dass auch diese einfach nur durch einen Zufall ans Tageslicht kamen. Es geht weiter mit einem ganz besonders interessanten Fundstück, der „Himmelsscheibe von Nebra“. Daran schließen sich Kapitel über die Bestattung von verstorbenen Germanen an, über deren Burgen und die Opfer, die die Germanen den Göttern darbrachten.
Im Folgenden wendet sich der Inhalt dem kriegerischen Volk der Reiterkrieger von Wien zu, sowie dem „Tempelort Gross Raden“. Im vorletzten Kapitel geht es um die „Slawenburg Radusch“, die am Rande des Spreewaldes lag. Abschließend geht es dann um die „Wikingerstadt Haithabu“.
In jedem Kapitel gibt es eine große Themenüberschrift, und das Hauptthema ist wiederum in mehrere kleine Texte unterteilt, die das Thema genauer beschreiben, wie zum Beispiel die Nutzung des jeweiligen Fundstücks oder Fundortes. Jede Seite zeigt aktuelle Fotos von berühmten Fundstücken, sowie einen kurzen Text, der aktuelle Museumsausstellungen vorstellt.
Ganz hinten im Buch ist eine Landkarte von Deutschland, Österreich und der Schweiz, auf der wichtige Fundstätten oder Museen eingezeichnet sind. Auf der nächsten Seite sind viele Adressen von Museen in diesen Ländern angegeben.
Mir gefällt das Buch sehr gut, weil es zusätzlich zu den geschichtlichen Fakten auch Informationen zu den Landschaften enthält, was mich besonders im Erdkundeunterricht weitergebracht hat. Sehr gut sind auch die Kapitel über Tiere und Pflanzen, welche ich im Biologieunterricht verwenden kann. Außerdem sind die Texte kurz und leicht lesbar und sprechen damit junge Leser an.
(Betreut von Thorsten Maaßen)
Empfohlene Zitierweise
Rainer Crummenerl/Hauke Kock: Abenteuerreise von den Dinosauriern bis zu den Wikingern. Die spektakulärsten Fundorte in Deutschland, Österreich, Schweiz, Würzburg: Arena Verlag 2005, 48 Seiten, ISBN 978-3-401-05764-4, EUR 9,95, gelesen von Moritz Fußa. lesepunkte 2 (2007), Nr. 6, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/5612/
Bitte setzen Sie beim Zitieren dieses Beitrags hinter der URL-Angabe in runden Klammern das Datum Ihres letzten Besuchs dieser Online-Adresse.
Erstellt: 13.12.2007
Zuletzt geändert: 13.12.2007




